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Viele kennen den bekannten Spruch von Derrick. In diesem Vortrag vom KIT Karlsruhe zeigt die Abwandlung sehr intelligent eine neue Situation.

Mit autonomen Fahrzeugen – ohne Fahrer, denn aus Nutzersicht ist ja ein Taxi, Bus oder Straßenbahn und Zug auch autonom – verändern sich viele liebgewordene Gewohnheiten, oder drehen sich komplett um.

Was fangen Sie an, umzudenken?

„The mobility model we have today, will not work tomorrow.“

Bill Ford hat seine eigenen Ideen zur Zukunft der Mobilität. Er spricht im Interview mit David Rubenstein sowie in seinem TED Talk offen darüber. Bill ist nicht nur ein Ur-Urenkel von Firmengründer Henry Ford, sondern auch Aktionär des Unternehmens und hatte über die Jahre viele leitende Rollen inne. Er hatte sich schon sehr früh mit den Themen der Mobilität und Digitalisierung der Autoindustrie beschäftigt und seine Erkenntnisse auch aus der Arbeit mit Megatrends gewonnen. Im Aufsichtsrat von Starbucks und ebay hat er gelernt, mit Consumer Produkten neu umzugehen, sie anders zu handeln, aus der Kundensicht zu denken. Die disruptive Entwicklung in der Mobilität durch Megatrends wie Urbanisierung und ständige Konnektivität hat er schon früh zwischen den Fronten vermittelt. Im Interview gibt er an, dass er gelernt hat, nicht nur auf die Wettbewerber zu achten, wenn es um neue Entwicklungen gehe. Er habe verstanden, dass der neue Wettbewerb sich an jeder Ecke der Welt entwickeln könne und nennt u.A. Ridesharing Dienste.

In seinem TED Talk „A future beyond traffic gridlock“ verdeutlicht Bill Ford seine Denkweise.

„A traffic jam with no emissions is still a traffic jam“

Ergebnisse aus diesem Denken und Handeln: Insights from Ford’s City of Tomorrow im Video.

Ich finde, das Interview ist auch ein Beispiel für eine gelungene Unternehmensnachfolge. Mit einer eigenen Vision ausgestattet, sowie Charisma, Wissen und dem Wunsch, das Unternehmen, welches ihm viel bedeutet, weiter zu führen.

Uber, Lyft, Gett & Co are mobility services, today. They are an „operating system“ for mobility and provide the business model, infrastructure, organization and marketing for professionals to deliver a service, on-demand.

Why stop at driving people around? There is more opportunities to scale this operating system. Such as domestic services at the home, or professional services for SMEs. Even child care or care for the elderly comes to mind.

The ridesharing apps of today are essentially dispatching services and skills.

In der Zeit des schnellen Wandels ist kontinuierliche Weiterbildung für jeden eine zentrale Aufgabe und die Grundlage für Innovation in Unternehmen oder durch Gründer. Mit dem Abschluss der Ausbildung oder dem Studium geht das Lernen erst richtig los. Es gibt dafür eine Vielzahl an Möglichkeiten (z.B. machen die lokalen IHKs und HWks einen tollen Job, vor allem wenn es um „zertifizierte“ Bereiche geht). Interessierte finden aber eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, ortsunabhängig (auch auf dem Smartphone) und nach eigenem Zeitplan auch sehr spezielle Themen zu lernen, hier eine kleine Auswahl:

Udemy
Skillshare
iTunesU
Linkedin Learning (ehemals Lynda)
Learning.ly

Und natürlich

Youtube

Ein schönes und greifbares Beispiel, wie weit man mit eigener Weiterbildung, viel Probieren und einem Netzwerk kommen kann, zeigt dieses Video von Jay Leno’s Garage. Dominic Le hat ursprünglich Marketing studiert. Und hat dann viel aus öffentlichen Quellen dazu gelernt. Im Video spricht er davon, dass „Youtube sein Meister“ war („YouTube was my Sensei“), er sehr viel aus Online-Videos gelernt hat. Als Autodidakt hat er schon erstaunliche Autos veredelt (ja es gibt einen Riesenmarkt dafür) und sich nach und nach professionalisiert. Angefangen hat er aber in seiner Garage. Getrieben hat ihn seine Leidenschaft für spezielle japanische Autos („Nissan Z“) und japanische Jugendkultur. Im Video spricht er nicht nur über das vorgestellte Auto, sondern auch über seinen Weg. Und wie er nach und nach Stolz auf seine Arbeit entwickelt hat, weil er immer besser darin wurde. Auch durch die Hilfe seines Netzwerkes. Er hat sich neue Wege erarbeitet und dabei auch außergewöhnliche Ergebnisse erzielt. Mich hat es etwas an meinen Start in den 90er Jahren erinnert, das Internet/www war in den Kinderschuhen und es brauchte Autodidakten und Idealisten, die sich auf Neuland wagten und ausprobierten, um die Grenzen zu verschieben.

Natürlich kann man selbst auch Kurse auf den genannten Plattformen anbieten.

Das Geschäftsmodell der OEMs steht unter Druck, „Mobilität“ wird zunehmend neu definiert: durch neue, auch kombinierte Angebote, durch neue Player, durch neue Nutzeranforderungen. Elektromobilität, Shared Mobility, autonomes Fahren und Digitalisierung sind hier Stichworte von großen Trends, die ihre Spuren hinterlassen. Das alte Prinzip der Autohersteller, Wertschöpfung aus den großen Modellen bzw. den zusätzlichen Ausstattungspaketen zu generieren, gerät immer mehr unter Druck. Dieser Wandel bringt viele, auch große Player, unter zunehmenden Handlungsdruck und hinterlässt auch dort Unsicherheiten und viele Fragen. So müssen neben den OEMs auch viele Zulieferer ihre Geschäftsmodelle in naher Zukunft überdenken. „Global Automotive Supplier Study 2018“, eine aktuelle Studie in der die Unternehmensberatung Roland Berger und die Investmentbank Lazard weltweit rund 650 Zulieferer analysiert haben zeigt, dass der Wandel in der Mobilitätsbranche erhebliche Auswirkungen auf die Automobilzulieferer hat. Felix Mogge, Partner bei Roland Berger, warnt: „Zulieferer müssen sich mit Hochdruck mit dem Wandel befassen, der auf sie zukommt.“ Und erklärt weiter: „Im Moment läuft ihr Geschäft noch gut und diese positive Entwicklung sollten sie jetzt nutzen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.“

„Die derzeit noch positive Marktlage spiegelt sich in Unternehmensbewertungen wieder, die in der Zulieferbranche aktuell immer noch über dem historischen Durchschnitt liegen“, sagt Christof Söndermann, Direktor bei Lazard. „Allerdings sorgt der sich durch die Megatrends abzeichnende Wandel bereits für erhebliche Unsicherheit in nahezu allen Bereichen der Zuliefererindustrie.“

Durch die gleichzeitige Wirkung mehrerer Trends werden die Aufgaben allerdings immer komplexer. Ein zentrales Thema, welches die Zulieferer betrifft sind die Ziele der Elektromobilität (2025 ca. 25% der Neuzulassungen in der EU und fast 50% in China) und ihrem Umbau der Wertschöpfungsketten.

Weitere Informationen

Zum Megatrend Workshop

„Die Aufgaben sind insbesondere:

  • Durchführung von Grundlagenveranstaltungen im Berufungsgebiet sowie in angrenzenden Bereichen, häufig auch in englischer Sprache
  • Durchführung von vertiefenden Kursen und Projektseminaren in den Themenfeldern Digitalisierung in der Automobilindustrie (bspw. Car-to-x Anwendungen oder digitale Geschäftsprozesse), Innovationsmanagement von Mobilitätsdienstleistungen sowie auch internationales Automotive Management
  • Anwendung moderner Lehr- und Lernformen (z.B. Blended Learning)
  • Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben der akademischen Selbstverwaltung der Hochschule“

Zur Ausschreibung

Seit zwei Wochen fahre ich einen neuen VW Golf – Klasse Auto! Im Fahrzeug ist ein relativ großer Bildschirm, das Auto kann Apple CarPlay, Podcasts sind super, Telefonieren auch. Ein „Think Blue Trainer“ gibt mir auf dem Bildschirm Feedback und Tipps um energiesparend zu fahren (mein bisheriger Rekord: 3,8 l/100 km!).

Handbuch

Eine Reihe gedruckter Handbücher in einer schönen Hülle („Made in India“ – die Globalisierung funktioniert im Auto-Bereich gut) liegt im Handschuhfach. Kommt sofort die Frage auf: warum eine Anleitung, auch noch gedruckt? Warum kann ich es nicht wenigstens als PDF laden? Okay, es gibt gute Argumente für Papier, vor allem wenn man den kompletten langen Lifecycle eines Autos betrachtet. Aber warum kommt nicht einfach dann ein Hinweis über den eingebauten Bildschirm, sobald es notwendig ist? Bei anderen komplexen Produkten wie dem iPhone geht es doch auch? Beim Überfliegen der Anleitung (ja, ich schaue mir Bedienungsanleitungen an und entdecke immer wieder spannende Features) wurde zudem das Verständnis manchmal sehr erschwert, da sich die Anleitung auf viele verschiedene Automodelle und vielfache Ausstattungsmöglichkeiten bezieht. Laufend fragt man sich: habe ich das? was ist das? warum muss ich das lesen?

Handbuch digital – App

So entsteht schnell der Wunsch, vor allem um die Verständlichkeit zu erhöhen, ein personalisiertes Handbuch meines Autos zu haben, in dem nur drinsteht, was mein Auto auch wirklich betrifft. Drucktechnisch eigentlich kein Problem. Fühlt sich aber irgendwie overkill an. Also digital. Die erste Antwort auch auf ungestellte Fragen ist ja immer erstmal eine App. Warum gibt es das Auto Handbuch nicht als App?

Eine App,

  • angepasst auf mein Fahrzeug, und nur darauf, nicht auf alle Möglichkeiten der Golffamilie.
  • Mit Tipps
  • und Hinweisen auf Online- und Offline Angebote,
  • immer wieder aktualisiert
  • und der Möglichkeit, mich anzumelden für Informations- und Werbekanäle?

Geschäftsmodell Handbuch

So eine App habe ich immer dabei und kann sie dann lesen, wenn ich es brauche. Ja, es könnte auch eine Web-App sein. In jedem Fall eng verbunden mit weiteren Onlinediensten des Herstellers und seines Netzwerkes aus Anbietern, aus denen ich weiteren Nutzen ziehe und Leistungen smart im Netzwerk entstehen. Mit CarPlay oder Android Auto habe ich sie sogar auf dem Bildschirm und kann die intelligenten Spritspartipps (z.B. per Audio) nutzen. Noch geschickter wäre es natürlich, wenn es gar kein Hand“buch“ oder App geben würde und das Fahrzeug selbst mich im Fall informieren würde. Aber das ist Zukunft, oder gibt es nicht schon Hersteller, die so etwas machen…

Fazit – Digitalisierung im Auto

Digitalisierung im Auto ist ein langer Weg, die Hürden sind aber gleichzeitig auch ein Teil der Chance. Z.B. sind notwendige rechtliche Anpassungen an die vielen Automärkte der Welt natürlich digital leichter lösbar.

Der Einstig über das Handbuch als App ist ein echter „quick win“ und hat als Interface zum Kunden Geschäftsmodell-Potential. Der Autokauf (oder was auch immer der Auslöser sein wird) ist dann nur der Start „einer wunderbaren Freundschaft“. Auch dann, wenn ich als Carsharing Nutzer immer wieder unterschiedliche Autos fahre.