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Digitalisierung im Auto – allererster Schritt: App statt Handbuch

Seit zwei Wochen fahre ich einen neuen VW Golf – Klasse Auto! Im Fahrzeug ist ein relativ großer Bildschirm, das Auto kann Apple CarPlay, Podcasts sind super, Telefonieren auch. Ein „Think Blue Trainer“ gibt mir auf dem Bildschirm Feedback und Tipps um energiesparend zu fahren (mein bisheriger Rekord: 3,8 l/100 km!).

Handbuch

Eine Reihe gedruckter Handbücher in einer schönen Hülle („Made in India“ – die Globalisierung funktioniert im Auto-Bereich gut) liegt im Handschuhfach. Kommt sofort die Frage auf: warum eine Anleitung, auch noch gedruckt? Warum kann ich es nicht wenigstens als PDF laden? Okay, es gibt gute Argumente für Papier, vor allem wenn man den kompletten langen Lifecycle eines Autos betrachtet. Aber warum kommt nicht einfach dann ein Hinweis über den eingebauten Bildschirm, sobald es notwendig ist? Bei anderen komplexen Produkten wie dem iPhone geht es doch auch? Beim Überfliegen der Anleitung (ja, ich schaue mir Bedienungsanleitungen an und entdecke immer wieder spannende Features) wurde zudem das Verständnis manchmal sehr erschwert, da sich die Anleitung auf viele verschiedene Automodelle und vielfache Ausstattungsmöglichkeiten bezieht. Laufend fragt man sich: habe ich das? was ist das? warum muss ich das lesen?

Handbuch digital – App

So entsteht schnell der Wunsch, vor allem um die Verständlichkeit zu erhöhen, ein personalisiertes Handbuch meines Autos zu haben, in dem nur drinsteht, was mein Auto auch wirklich betrifft. Drucktechnisch eigentlich kein Problem. Fühlt sich aber irgendwie overkill an. Also digital. Die erste Antwort auch auf ungestellte Fragen ist ja immer erstmal eine App. Warum gibt es das Auto Handbuch nicht als App?

Eine App,

  • angepasst auf mein Fahrzeug, und nur darauf, nicht auf alle Möglichkeiten der Golffamilie.
  • Mit Tipps
  • und Hinweisen auf Online- und Offline Angebote,
  • immer wieder aktualisiert
  • und der Möglichkeit, mich anzumelden für Informations- und Werbekanäle?

Geschäftsmodell Handbuch

So eine App habe ich immer dabei und kann sie dann lesen, wenn ich es brauche. Ja, es könnte auch eine Web-App sein. In jedem Fall eng verbunden mit weiteren Onlinediensten des Herstellers und seines Netzwerkes aus Anbietern, aus denen ich weiteren Nutzen ziehe und Leistungen smart im Netzwerk entstehen. Mit CarPlay oder Android Auto habe ich sie sogar auf dem Bildschirm und kann die intelligenten Spritspartipps (z.B. per Audio) nutzen. Noch geschickter wäre es natürlich, wenn es gar kein Hand“buch“ oder App geben würde und das Fahrzeug selbst mich im Fall informieren würde. Aber das ist Zukunft, oder gibt es nicht schon Hersteller, die so etwas machen…

Fazit – Digitalisierung im Auto

Digitalisierung im Auto ist ein langer Weg, die Hürden sind aber gleichzeitig auch ein Teil der Chance. Z.B. sind notwendige rechtliche Anpassungen an die vielen Automärkte der Welt natürlich digital leichter lösbar.

Der Einstig über das Handbuch als App ist ein echter „quick win“ und hat als Interface zum Kunden Geschäftsmodell-Potential. Der Autokauf (oder was auch immer der Auslöser sein wird) ist dann nur der Start „einer wunderbaren Freundschaft“. Auch dann, wenn ich als Carsharing Nutzer immer wieder unterschiedliche Autos fahre.

Es kann nur Einen geben – im Internet und beim autonomen Fahren

Das Zitat aus dem Film „The Highlander“ passt gut auf die Entwicklung der großen Internetmarken. In den letzten ca. 20 Jahren haben wir astronomisches Wachstum von einigen Firmen beobachtet, die zu dem „Einen“ Angebot weltweit wurden, das wenig Raum für weitere Anbieter lässt. Amazon ist so „Einer“. Natürlich die Google Suche. Das Android Betriebssystem als Marktführer vor dem Apple Ökosystem. Zapier als Multischnittstelle zwischen Onlineanwendungen.

Meist zeichnen sich die „Einen“ aus durch nutzenstiftende Ökosysteme mit „Lock-in“, eine starke Marke und vor allem eine (welt-)weite Präsenz.

Und ganz stimmt es natürlich nicht. Neben dem Marktführer, dem einen, gibt es immer noch Platz für weitere, z.B.:

  • den Preisführer
  • den Qualitätsführer
  • den Publikumsliebling

Weltweit betrachtet ist aber nicht viel Platz im Mainstream. Bleibt die Nische, die es so auszufüllen gilt, dass nicht mehr viel Platz für andere ist.

Gut ist auch, dass Spitzenpositionen auch wieder verschwinden können und sich so Chancen für andere auftun können. Immer wieder auch entstehen neue Märkte oder Kategorien. Dann ist der Weg zum „Einen“ spannend. So wie aktuell beim selbstfahrenden Fahrzeug. Das Betriebssystem dazu kommt aktuell von zwei Anbietern: Nvidia und Alphabet Waymo gehen den „Android“ Weg: sie liefern das Betriebssystem, das von den Autoherstellern wie Audi, Volvo, Tesla und Tier-1 Lieferanten wie Bosch oder ZF aus Friedrichshafen integriert werden in ihre Lösungen und Marken. Wer macht hier das Rennen zum „Einen“?

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