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Viele Menschen passen Kleidung oder Produkte an ihre Bedürfnisse selbst an, teilweise abenteuerlich, teilweise sehr professionell. Mit Innovation Hacks werden so Prozesse einfachst angepasst oder Geräte personalisiert und erfüllen damit einen besonderen – neuen – Nutzen.

Innovation Hack Beispiel Insulinpumpe

Ein Beispiel für einen Innovation Hack in der Medizintechnik ist die Anpassung einer Insulinpumpe. Eine besondere Gruppe Diabetiker nutzt Insulinpumpen, um kontinuierlich Insulin in den Körper zu bringen. Dieses kleine Gerät ist mit einem Schlauch mit dem Menschen verbunden. Eine Gruppe Aktivisten hat das Thema aufgegriffen und die Insulinversorgung verbunden mit einem Sensor und dem Smartphone. So kann auf das ständige und aufwändige Blutzucker Kontrollieren verzichtet werden, die Kontrolle übernimmt die App.

Wie das funktioniert, zeigt das Video:

Einziges Problem

Die offene Innovations Community ist damit schneller als die bekannten Hersteller mit dem Produkt am Markt. Die Technik ist aber nicht behördlich zugelassen, also auch nicht nach den bisher anerkannten Prinzipien getestet. Die Risiken trägt allein der/die Nutzer/in.

Effekt(e)

  • Viele Menschen leben fast schon normal mit ihrer Diabetes.
  • Die Medizintechnik Hersteller greifen das Thema auf und erleben auch, wie behördliche Prüfungsprozesse beschleunigt werden können.

Mutig, Fortschritt oder gefährlich?

Open Innovation NZZ

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ist schon seit längerer Zeit am Markt – die Erstausgabe war am 12. Januar 1780. Die NZZ am Sonntag gibt es noch nicht so lange (seit 2002), ist aber auch schon bei vielen Lesern zur Tradition geworden. Mit den neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodell Bedrohungen des Internets geht die NZZ natürlich auch Online neue Wege und entwickelt sich laufend weiter. Dabei werden auch die Nutzer einbezogen mit dem Ideenportal der NZZ und zeigt so ein gutes Beispiel aud der Medienwelt.

Im Ideenportal können Nutzer ihre Ideen vorstellen, diskutieren und über die Ideen anderer abstimmen. Ein solches Vorgehen braucht natürlich den Willen zur Transparenz und viele Nutzer, die bereit sind, mitzumachen. Ausserdem eine konkrete Betreuung zur inhaltlichen Pflege und Moderation. Um die Teilnahme zu fördern, schaltet die NZZ Anzeigen auf der Website (siehe Bild). Durch eine aktive Pflege dieser Innovationscommunity und vor allem speziellen Maßnahmen kann die Teilnahme und damit auch Ergebnisse für das Unternehmen gesteigert werden, so dass das gesamte Ideenmanagement des Unternehmens davon profitiert.

Im „Handbuch Open Innovation – Strategische Herangehensweisen für kleine und mittlere Unternehmen“ zeigen die Autorinnen Dr. Petra Püchner, Heike Fischer und Aline Schmidt die Anwendung von Open Innovation in KMU, insbesondere auch im Rahmen der Digitalisierung. Das Buch wurde gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg und ist als PDF hier verfügbar.

Bei der Open Innovation Plattform „Innovationskraftwerk“ können eigene Projekte eingestellt werden. Besonders interessant für Non-Profits: gesellschaftlich relevante Fragestellungen werden gefördert.

Am 20.6. veranstalten wir TEDxBodensee als unabhängig organisierte TED Konferenz im Dornier Museum am Bodensee.

Beim Treffen des Impulskreises Innovationsmanagement (IKI) am Freitag, 15.04.2011, 10.00 – 16.00 Uhr an der Sozialforschungsstelle Dortmund hält Dr. Klaus Reichert einen Impulsvortrag zum Thema „Open Innovation, Cloud Computing Services und Apps für mittelständisches Innovationsmanagement“.