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Unternehmer-Seminar: Innovationsmethoden von Google im Mittelstand anwenden

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Googlers brainstorming Innovation

Megatrends wie Urbanisierung, Digitalisierung und Mobilität bewegen uns – „business as usual“ ist vorbei. Große wie kleine Unternehmen sind gefordert, ihre Produkte, ihre Dienstleistungen und sogar ihre Geschäftsmodelle teilweise sogar radikal zu erneuern. Der Druck aus dem Markt lagert dabei nicht nur auf den Zulieferern, jedes Unternehmen ist betroffen und sucht neue Entwicklungsmöglichkeiten. Weiterlesen

Praktisches Beispiel für Ambiguity im Begriff VUCA

Beispiel VUCA / Vuka

Auch wenn das Wort VUCA oder VUKA eher ein Fachbegriff für Unternehmensberater ist, gibt es sehr reale Beispiele aus dem täglichen Leben. Die Abkürzung „VUCA“ erinnert eher an eine Beschimpfung, wird aber sehr lebendig, wenn man die Begriffe dahinter versteht.

Wir leben in einer Welt die

  • unberechenbarer (volatility)
  • unsicherer (uncertainty)
  • komplexer (complexity)
  • mehrdeutig (ambiguity)

geworden ist.

Der natürlich vorhandene Wandel hat eine neue Qualität und Tiefe bekommen, die es in diesem Umfang, betreibt man eine Rückschau, vielleicht nur alle 50-100 Jahre gibt. Es ist also eine Situation, die weniger einzigartig ist, als wir glauben. Beispiele? Anfang des 20. Jahrhunderts kam das Automobil auf, die Elektrizität und das Telefon. Ausserdem entwickelte sich der Wertpapierhandel. Da wir uns in einer solchen Zeit aber orientieren und entscheiden müssen, bleibt es eine Herausforderung, mit der vor allem Unternehmer umgehen lernen müssen. Mein persönlicher Favorit für Entscheider: Unternehmensplanung weiterhin auf fünf Jahre erstellen, aber mindestens alle zwei Jahre komplett in Frage stellen, besser jährlich.

Ein schönes – und wirklich greifbares – Beispiel auf der Produktseite ist für mich das Bild dieses Blogs, das zeigt, wie wir hin und her gerissen sind als Verbraucher. Die Lösung des Unternehmens, auch wenn es kommunikativ auf der Packung etwas widersprüchlich erscheint: das Produkt für beide Fälle anzubieten, den Standardfall auf den aktuell größeren Markt auszurichten und über die eigene Website Alternativen anzubieten. Den Besuch des ansonsten anonymen Supermarkt Kunden kann das Unternehmen dann gleich dazu nutzen, einen direkten Kontakt auf zu bauen.

Gottlieb Duttweiler – Unternehmer, Pionier, Händler und Migros-Gründer

Eine Besprechung der Biografie des Erfinders des Guerilla-Marketings, des Discountladens und ersten LOHAS der 1950er.

Zu sagen, „Gottlieb Duttweiler hat die Migros gegründet und aufgebaut“ ist die Untertreibung des Jahres, da sein Lebenswerk so umfassend ist, wie die Biographie zu seinem 50. Todestag von Curt Riess eindrücklich verdeutlicht. Neben einem Einblick in die Persönlichkeit und dem Schaffen dieses Mannes ist es auch gleichzeitig ein Lehrstück in neue Marketing- und Vertriebsmethoden im frühen 20. Jahrhundert und gibt einen Blick auf die Struktur des Schweizer Handels dieser Zeit. Im Rückblick wird aber auch ein Bild von einer Branche gezeigt, dem Einzelhandel, die zu kleinteilig war, die die Bedürfnisse der Kunden nicht mehr „bediente“, deren Konzept nicht mehr zur zunehmenden Warenvielfalt passte. Mit den immensen Umbrüchen des ersten Weltkrieges und den folgenden 20er Jahren kam auch der Zwang nach praktischen Verpackungen, günstigeren Preisen, die in einer durch Absprachen und Seilschaften geformten Welt des kleinen Einzel- und des mächtigen Großhandels natürlich auf Widerstand stieß. Kurzum, das Geschäftsmodell des Krämerladens hatte sich überlebt, den Akteuren war das nur noch nicht klar. Außer einem: Gottlieb Duttweiler. Er hatte Ideen, die ihm naturgemäß den Einzel- und den Großhandel zum Gegner machten, indem er den einen stark veränderte und den anderen ausschaltete.

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Frische Spätzle in Nullkommanix

Klar, wer aus dem Südwesten kommt, braucht Spätzle, am liebsten jeden Tag. Kleines Problem: frische Spätzle machen etwas mehr Aufwand als Miracoli. Grösstes Problem: ein guter Teig klebt sehr gut und man braucht viel Zeit zum Spülen. Bei einer Heute üblichen Miniportion für ein bis zwei Portionen ein erheblicher Aufwand. Sterben also Spätzle aus?
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Vortrag „Kein Produkt ist gern allein“ – Produktfamilien für mittelständische Unternehmen

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„In einer friedlichen Familie kommt das Glück von selber.“ Chin. Sprichwort.

Produkte dienen dem Kernziel eines Unternehmens und beziehen ihre Daseinsberechtigung aus einem nachgefragten Kundennutzen. Einzelne Produkte können in der Regel nicht alle vom Markt gefragten Funktionen beinhalten, aber einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen, wie beispielsweise Aspirin, Heinz Ketchup und Hilti Bohrmaschinen. Produktfamilien sind ein bewährtes Mittel, um weitere Kundenanforderungen, unterschiedliche Zielgruppen oder Märkte effizient abdecken zu können und zusätzliche Umsatzpotentiale zu erschliessen. Dabei ist eine Produktfamilie nicht auf haptische Produkte beschränkt. Gerade das Internet bringt eine Vielzahl von leicht skalierbaren Möglichkeiten, die nicht nur Großunternehmen sondern auch dem Mittelstand zur Verfügung stehen. Anhand von Beispielen betrachten wir exemplarische Produkte und deren Ausbau zu einer Familie. In einer Übung erstellen wir mit Hilfe einer Matrix die Kriterien für eine Produktfamilie ausgehend von einem Produktbeispiel. Eine Übersicht folgender Schritte leiten wir zum Abschluss ab. Der Vortrag ist ein Auszug aus dem Seminarprogramm von Dr. Klaus Reichert zu den Themen Innovations- und Produktmanagement, Strategie und Kreativitätstechniken. Klaus ist Unternehmensberater, Interim Manager und Coach in Überlingen und ist tätig für große und mittelständische Technologie- und Dienstleistungsunternehmen.

Der Vortrag dauert ca. eine Stunde. Im Anschluss bleibt noch ausreichend Zeit auf Fragen einzugehen, oder konkrete Beispiele aus Unternehmen gemeinsam zu diskutieren.

Di., 08.02.2011 | 19:00 | Hotel Gasthof „Goldene Uhr“, Saarlandstr. 44, 88212 Ravensburg

Eine Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Bodensee-Oberschwaben.

Ketchup – personalisiert für die eigene Fan Sammlung

Heinz hat mehr als „57 Varieties“. Schon lange. Das war ein früher Marketingansatz, der heute noch funktioniert, um die Vielfalt deutlich zu machen, ihr ein Gesicht zu geben. Viele Menschen werden bei dem Wort „Ketchup“ die Nase rümpfen. Für eine große Zahl Liebhaber gehören mehrere Sorten einfach in den Kühlschrank zur Auswahl. „57“ klingt schon nach viel, ist aber überschaubar. Und es wird für jeden etwas dabei sein.
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Der Produktmanager im mittelständischen Unternehmen

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produktmanager

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen erkennen mittlerweile die Bedeutung, die ein funktionierendes Produktmanagement für ihren geschäftlichen Erfolg hat. Selbst ein ideal funktionierendes Produktmanagement kann immer nur so gut sein, wie es die Innovationskultur des Unternehmens zulässt. Daher ist es notwendig, kontinuierliche Innovation im Leitbild des Unternehmens zu verankern und die Ansprüche auch in die Tat umzusetzen. Und doch herrscht bei Vielen Unklarheit über die Aufgaben eines Produktmanagers.

In einem Satz zusammengefasst: Der Produktmanager ist der interne Auftraggeber für neue Produkte und Dienstleistungen, sozusagen der Unternehmer im Unternehmen. – Der Produktmanager trägt die End-to-End-Verantwortung für ein Produkt oder eine Produktlinie von der Konzeption über den Ausbau bis zum Abmanagement seiner Produkte. Das Ergebnis seiner Arbeit muss nicht zwangsläufig ein „Produkt“ im klassischen Sinne sein, es kann sich auch um eine Dienstleistung, einen neuen Prozess oder die Auswahl und Steuerung von Dienstleistern und Partnern handeln.
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