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Startup-Feiertag – Beginn der Startup-Szene, wie wir sie kennen

1957, am 18.9., begann in der Gegend des heutigen Silicon Valley, die Startup-Szene, die wir sie heute kennen. Acht junge Wissenschaftler, die damals als „traiterous eight“ (DE, EN) bezeichnet wurden, haben sich von ihrem zunehmend tyrannischen Chef, dem Nobelpreisträger William Shockley, losgesagt: Gordon Moore, C. Sheldon Roberts, Eugene Kleiner, Robert Noyce, Victor Grinich, Julius Blank, Jean Hoerni and Jay Last.
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Zeppelin machte Silicon Valley erst möglich

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Als Zeppelin Fan hat es mich besonders gefreut, dass ein Luftschiff, die Macon, eine zentrale Grundlage für die Entwicklung des Silicon Valley als Innovationsstandort ist. Mit der Stationierung des Zeppelins wurden vor allem Kommunikationsanlagen wichtig, eine Entwicklung, auf die dann Forschungsinstitute und unter anderem HP aufgebaut haben. Das Video zeigt eine animierte Zeitleiste und ist ein schneller Überblick über die Geschichte des Valley.

Shenzhen – das Hardware Silicon Valley Chinas

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Shenzhen ist eine Industriestadt in China mit heute ca. 10,8 Mio. Einwohnern. Noch Ende der 1970er Jahre hatte die Stadt nur ca. 30.000 Einwohner. Sie ist nach der Ausweisung als Sonderwirtschaftszone stark gewachsen und hat ein eigenes Verständnis als Hardware Hauptstadt der Welt gefunden. Weiterlesen

Zum Bob Noyce Tag – dem Vater der „Entrepreneure“

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Robert Noyce ist „the most important person, most people haven’t heard of.“ Er ist der Erfinder des integrierten Schaltkreises – dem Microchip – zusammen mit Jack Kilby, der zeitgleich eine Lösung fand. Er unterstützte die Entwicklung des Mikroprozessors und hat damit die, wie viele meinen, wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts gemacht. Noyce ist auch der Urheber meines Leitbildes:

„Optimismus ist die essenzielle Zutat für Innovation. Wie sonst kann der Einzelne Wandel der Sicherheit und Abenteuer dem Verharren in der Komfortzone vorziehen?“ (Quelle: Intel Museum)

Er hat die Startup Kultur des Silicon Valley mitbegründet, aus dem von ihm geführten Unternehmen „Fairchild Semiconductors“ gingen hunderte weitere Firmen direkt hervor, die sogenannten „Fairchildren“. Unter anderem auch Intel, das er mit Gordon Moore (und auch Andy Grove) am 18. Juli 1968 gegründet hat. Und damit wurde auch die von ihm mit initiierte Firmenkultur auf einer breiten Basis in die Welt gebracht, die im Kalifornien der Sechziger Jahre sehr gut zur allgemeinen entspannteren Stimmung passte und sich von der strengen und einengenden „Corporate Culture“ der Ostküste befreite.

Die zwei Seiten seines Kündigungsschreibens sagen wahrscheinlich mehr über ihn aus, wie alles andere, was über ihn geschrieben wurde:

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(Quelle)

Er war begeisterter Schwimmer, Skifahrer, Pilot, politisch Aktiver. Und Raucher, was zu seinem frühen Tod mit 62 Jahren am 3. Juni 1990 beigetragen hat. Im Laufe seines Lebens war er ein früher Business Angel und hat seine Aufgabe als Mentor von jungen Unternehmern wie Steve Jobs sehr ernst genommen:

„Bob Noyce took me under his wing,“ Apple Computer founder Steve Jobs explains. „I was young, in my twenties. He was in his early fifties. He tried to give me the lay of the land, give me a perspective that I could only partially understand.“ Jobs continues, „You can't really understand what is going on now unless you understand what came before.“ (Quelle)

Er hatte die Gabe, Menschen zu ihrem Besten zu inspirieren, sie mit anderen zusammen zu bringen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Entwicklungen erst ermöglichten. Laut seiner Biografin, Leslie Berlin, bestätigen die meisten Menschen, mit denen sie gesprochen hat, seine entspannte Art drücken selbst Jahre später ihre Bewunderung aus für diesen zurückhaltenden und im Grunde bescheidenen Menschen.

Robert Noyce ist auch der Erfinder der flachen Firmenkultur und lebte mit seinem Vorbild bei Fairchild Semiconductor und bei Intel genau das vor, was die vielen nachfolgenden Unternehmen, insbesondere im Silicon Valley, bestimmen und auch heute der Kern von Größen wie Google noch ist: die Wahrnehmung des Unternehmens, dass es sich über seine (fähigsten und engagiertesten) Mitarbeitenden definiert, dass diese die Zukunft der Firma bestimmen und deren Weggehen das Ende einer Firma bedeuten kann.

Sein Management Stil wird mit „Ärmel hochkrempeln“ umschrieben. Er hat zugunsten aller Talente im Unternehmen ein entspanntes Arbeitsumfeld bereits in den 60er Jahren geschaffen und auch selbst auf vermeintliche Statussymbole von Konzernleitenden verzichtet. So konnte jeder Beitrag zum Unternehmen belohnt werden. Dieser entspannten Haltung lag der Willen zum Erfolg zu Grunde, „Kuschelatmosphäre“ um ihrer selbst Willen gab es nicht. Dafür eine Plattform, die Eigeninitiative und Team-Erfolge förderte und belohnte. (Quelle)

„The next good idea comes from anybody in the company. Don't be encumbered by history. Go off and do something wonderful.“ (Quelle: Intel Museum)

Gefragt, was er tun würde, wenn er „Kaiser“ von den USA wäre, antwortete er „…make sure we are preparing our next generation to flourish in a high-tech age. And that means education of the lowest and the poorest, as well as at the graduate school level.“ (Quelle) Seine Stiftung unterstützt heute Schüler in den „MINT“ Fächern.

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Artikel von Tom Wolfe
Artikel Silicon Valley before the Startup
The Man behind the Microchip – Biografie
The Intel Trinity – Biografie von Robert Noyce, Gordon Moore, Andy Grove

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Podfather – Robert Noyce and the Rise of Silicon Valley (PBS)
Vortrag von Robert Noyce
Startup der Startups

Quelle Titelbild