Interdisziplinäre Zusammenarbeit um methodisch Ergebnisse zu entwickeln.

Der chinesische Elektroauto Hersteller Nio hat einen interessanten Mix in seinen (Flagship Store?) Läden, dem Nio-House. Es wirkt wie ein Mix aus Showroom, Ikea Småland, Nespresso, Country Club, Coworking und Facebook. Sie zeigen damit Experimentierbereitschaft und gehen wahrscheinlich sehr genau auf Kundenbedürfnisse ein. Z.B. Die Kinder sind versorgt während eines länger andauernden Beratungs- und Entdeckungsgesprächs. Potentielle Firmenkunden können in Workshops direkt vor Ort am Objekt Kaufentscheidungen überlegen.

Erlebnis Auto elegant neu definiert

Die Marke wird langfristig positiv aufgeladen durch hochwertige Kurse und Veranstaltungen. Schaut man sich noch die anderen Optionen wie Nio Power und Nio Service an, dann fällt auf, dass die Firma das Thema Auto einfach mal elegant neu definiert hat mit seiner umfassenden Vision. Keine Ahnung, wie die Autos sind, aber gestalterisch wirken sie ansprechend.

Eindruck im Video

Einen Eindruck des Nio-House liefert das „60 Minutes“ Video:

Green-Meat, Lab-Meat, New Meat – noch gibt es keinen richtigen Namen für das neue Produkt, das in den Labors von Food-Startups entsteht. Nach Ansicht der Firmen, die an diesen Food-Innovationen arbeiten, ist es eine Umwälzung der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, die gerade rechtzeitig kommt, um klimafreundlich eines der weltweit am weit verbreitetsten und energieintensivsten Nahrungsmittel, Fleisch, zu ersetzen.

Es geht um „echtes“ (mangels passender Worte) Fleisch, basierend auf Zellen von lebenden Tieren, die im Labor zu Fleisch werden. CO2-arm produziert, ohne Futter, ohne Abfall, ohne Schlachtung. Nicht pflanzlich erzeugt wie ein Impossible Burger, die Erzeugnisse von Rügenwalder Mühle oder wie bisher von Just. Auf diese Marketing Kampagnen und die Verbraucher Reaktionen bin ich schon gespannt.

Ein aktueller Stand zeigt das Video hdes Wall Street Journal

Kann Fleisch aus dem Labor zum Klimaschutz beitragen?

Hört sich gut an, finde ich. Weltweit sind wir es gewohnt, Fleisch zu essen. Es ist Teil unserer Ernährung, ist Bestandteil unserer Rezepte. Liefert wertvolle Inhaltsstoffe. Aus Klimaschutzsicht essen wir zu viel davon. Tierschützer sind der Meinung, dass wir gar kein Fleisch essen sollten. Es wird viel über Fleisch gesprochen und zu wenig darüber nachgedacht. Denn erstaunlicherweise setzt beim Thema Fleisch schnell der Verstand aus. Vom billigsten Discounter-Hackfleisch, jeden Tag auf dem Tisch, bis zum teuren dry-aged Steak, zubereitet in aufwändigen Kochverfahren inkl. in Folie einschweissen sowie teuren und selten genutzten Geräten wie einem Beefer – schnell wird klar, dass hier etwas nicht mehr ganz im Lot ist.

Weltweit steigende Nachfrage nach Fleisch

Zudem kann die weltweite Nachfrage nach Fleisch eigentlich schon jetzt nicht mehr nachhaltig gedeckt werden. Besonders sichtbar wird das Thema in China, ein Land, in dem immer mehr Menschen in einem mittelständischen Wohlstand ankommen und es normal ist, mehrere Male die Woche ausgiebig Fleisch zu essen.

Ist Labor-Fleisch Fleisch?

Nicht wenig erstaunlich ist es, dass eine der Haupthürden nicht in der technischen Machbarkeit liegt, sondern im regulatorischen Umfeld. Viele Gesetze für den Umgang mit Nahrung und Fleisch sind nicht auf diese neuen Möglichkeiten ausgelegt. Gerade aus Verbraucherschutzgründen ist es bisher üblich, dass im Marketing z.B. vegetarisches Fleisch, nicht „Fleisch“ genannt werden darf. Vorreiter Aleph Farms (im Video) hat als Hightech Startup das Wort „Farm“ im Namen und nennt sich „Meat Growers“. Könnte das zu Verwechslungen führen oder ist das einfach ein Zeichen der Zeit: unsere Nahrung kommt eben nicht mehr nur vom Feld.

Klimabilanz New Meat

Das Fleisch aus dem Labor braucht nur halb soviel Energie und weniger als zehn Prozent Land, Wasser als herkömmliches Fleisch. Zudem entsteht weniger als zehn Prozent CO2 bei der Herstellung. Ich bin gespannt auf die tatsächliche Ökobilanz und vor allem auf den Geschmack.

Es gibt eine Reihe spannender Beispiele für die Digitalisierung des Einzelhandels. Es wird viel experimentiert, der genaue Nutzen ist nicht immer klar, vor allem die Fragen nach Verbindung von Offline und Online wird uns noch einige Zeit begleiten. Die neuen Retail Stores, mit denen Amazon in Seattle experimentiert, haben meiner Ansicht nach nicht genug Zukunft. Die vielen Dokus (siehe auch Video am Ende) zeigen allesamt Produkte in Regalen. Das einzig Neue: beim Reingehen sage ich, wer ich bin. Beim Rausgehen stehe ich nicht an der Kasse an (sofern meine Kreditkarte genug Guthaben vorweist). Das Ganze wird realisiert mit einer Vielzahl von Kameras, die sicher auch in anderen Ländern Datenschutz Fragen aufwerfen.

Warum ist mir das nicht genug Zukunft?

In einer Zeit, in der ich mir essentiell alles an jeden Ort bringen lassen kann, greift das Konzept eines „hübschen“ Lagerhauses vor Ort (=Laden), in dem ich mich selbst bediene, eigentlich zu kurz.

Was wäre für mich hier mehr Zukunft?

Bei einer zunehmenden Vielfalt an (neuen) Produkten, Darreichungsformen, Rezepten, Inhaltsstoffen steht für mich das Entdecken und Beraten an erster Stelle der Aufgaben eines Ladens bzw. „Supermarktes der Zukunft“. In den Videos der Amazon Retails Stores: keine Beratung zu sehen. Wie spannend könnte das Erleben neuer Produkte oder Rezepte sein. Jamie Oliver oder begeisterte Hobbyköche zeigen virtuell die Vorzüge des Produktes. Mediziner und Wissenschaftler erläutern die Vorzüge oder Allergengefahren der Inhaltsstoffe. Gleichzeitig entsteht ein Schub für Content-Autoren mit kreativen neuen Formaten. Oder Vorschläge für Produkte passend zu meinem Ernährungsplan, Einladungen, Gewohnheiten. Im Vordergrund steht Erleben, Entdecken, Gesundheit und Allergiesicherheit. Ein Mix aus Disneyworld, TV-Kochstudio und Ernährungsberatung. Ob ich dann das Produkt gleich mitnehme oder mir liefern lasse, ist dann eigentlich zweitrangig.

Weitere Beispiele im Video

Einblicke in das Amazon Konzept sowie weitere Lösungen für die Digitalisierung des Einzelhandels von Startups und etablierten Unternehmen im Video:

Herausforderung

Vertrauen Beim Thema Vertrauen macht auch Amazon Online keinen guten Job. Beispiel: „Gesponserte Produkte zu diesem Artikel“ zerstören die Glaubwürdigkeit der Amazon Produktvorschläge (=Beratung). Zudem sind Bilder und Produktbeschreibungen häufig mangelhaft. Videos fehlen, Empfehlungen auch fake.

Design hat eine große Bedeutung für das zu entwickelnde Produkt, die weit über „klassische“ Designthemen wie Nutzbarkeit, Formen, Oberflächen und Farben hinaus gehen. So kommen kontinuierlich neue Aufgaben auf Designer und Designerinnen hinzu. Beispielsweise wurde durch Design Thinking die Beliebigkeit aus dem Design Prozess genommen und Designer direkt verbunden mit den (späteren) Nutzern der Produkte oder Dienstleistungen. Design Thinking wurde schnell eine echte Bereicherung des Innovationsprozesses.

Neue Materialien als Herausforderung für Designer

Eine weitere Herausforderung für Designer sind neue neue Materialien. Wir merken zunehmend, dass viele aktuell genutzte Materialien große Auswirkungen auf unseren Lebensraum haben und umweltschädlich sind. Das kann mit der Gewinnung der Rohstoffe zusammenhängen oder spätestens dann offensichtlich werden, wenn es um die Verwertung geht und ein Recycling nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich ist. Viele unserer heutigen Materialien und Produktionsprozesse sind nicht geeignet für die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), die existentiell notwendig ist.

Verantwortung von Designer für Kreislaufwirtschaft

Im Designprozess nimmt die Materialauswahl eine große Bedeutung ein. Diese Auswahl erfolgt häufig noch ohne Kenntnisse der Nutzbarkeit in einem Materialkreislauf. Doch gerade am Anfang des Entwicklungsprozesses werden Entscheidungen getroffen, die langfristige Auswirkungen haben. Dieser Verantwortung müssen sich Designer und Produktmanager bewußt sein. Und sie brauchen dazu Informationen zu den Materialeigenschaften, der ökologischen Auswirkungen, der Verwertbarkeit. Und auch die Möglichkeit, auf die Materialauswahl, idealerweise auf deren Zusammensetzung, Einfluss zu nehmen.

Materialien brauchen Hintergrundwissen und Gemeinschaft

Wer hat schon selbst Materialien entwickelt? Werkstoffkunde ist schwierig. Und doch spielt sie eine entscheidende Rolle bei neuen Produkten. Eine Möglichkeit, sich in die Entwicklung von Materialien einzubringen, ist Materiom, eine Community Research Platform, deren Ziel es ist, über Materialien aufzuklären und gemeinschaftlich neue, alternative Werkstoffe zu erzeugen. Die Ergebnisse werden dann nach dem Open Source Prinzip unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Im Video zeigt die Materiom Gründerin Liz Corbin erste Ergebnisse. Sie stellt das Vorgehen im Rahmen der Circular Economy Innovationskonferenz DIF der Ellen MacArthur Foundation vor.

DIF: Reconnecting designers with their materials (11:04)

Algen als Grundlage für Kunststoffe und Textilfasern

Im Video besonders angetan, hat mir die Nutzung von Algen als Rohstoff für Kunststoffe und Textilien. Ein vorgestelltes Material ist ähnlich dem Ooho Konzept von Skipping Rocks Lab das Wasserflaschen zur Verpackung von Wasser überflüssig macht (Artikel). Das andere war eine Faser auf Algenbasis mit lederartigen Eigenschaften.

Ausblick Material Innovation

Es wird zunehmend notwendig, dass wir als Nutzer aber vor allem als Designer und Produktmanager Kenntnisse über die Materialien unserer Produkte entwickeln. Dies sollte dazu führen, dass wir die Varianten bevorzugen, die mit geringem Energie- und Rohstoffbedarf in ein Materialkreislauf System eingebracht werden können. Solche Material Innovationen können erstmal in gemeinschaftlicher Arbeit entstehen, ähnlich der Open Source Software Community, in der Hoffnung auf neue Ansätze und Konzepte von offenen Menschen. Die Creative Commons Lizenz oder ggf. andere Lizenzmodelle, die eine Monetarisierung der gemeinschaftlichen Erfinderleistung ermöglichen helfen dann, das Material weiter zu entwickeln und zu verbreiten.

Der Jahreswechsel steht an. Pläne für das neue Jahr werden geschmiedet. Gute Vorsätze gefasst. Kurzum: die Jahresvorbereitung hat seinen Höhepunkt erreicht.

Gerade die letzten Tage vor Silvester hinterlassen einen schwebenden Eindruck, es entsteht das Gefühl von Zeitlosigkeit. Ein wirklich guter Moment, mit dem alten Jahr abzuschliessen und für das neue Jahr bereit zu sein. Als Mensch interessiere ich mich für Planung. Für das Leben und für Projekte. So habe ich vor über zehn Jahren den Planerkalender entworfen, der helfen sollte, dem Leben mehr Raum und den Projekten mehr Struktur zu verhelfen. Mit der Zeit wurde daraus eine Jahresvorbereitungsmethode, die über Poster und vor allem das digitale Buch eine große Verbreitung gefunden hat. Der Kalender konnte kostenlos als PDF geladen werden, das Buch hat in seinen verschiedenen Ausprägungen sehr hohe Downloadzahlen erreicht. Noch heute bin ich stolz auf die Hilfe, die dadurch vielen zuteil wurde, ihr Jahr auf eine einfache und unkomplizierte Weise zu planen, Ziele zu finden und eine Vision zu entwickeln. 2016 ist dann der Nachfolger des Planerkalenders, der Kanban-Kalender entstanden, der unter der Creative Commons Lizenz verfügbar ist. Er ist heute in meinen Projekten im Einsatz, vor allem in den Anfangsbereichen, und hilft Teams erste Schritte in Richtung agile Organisation zu machen.

DIY-Coaching in Buchform

Mich freut aber auch, welche Breite das Thema Jahresvorbereitung mittlerweile gefunden hat. Schön, dass so viele der Elemente aufgegriffen wurden, die ich mit angelegt habe. Der Journaling Trend mit seinen vielen Ausprägungen trägt entscheiden zu einem bewußteren Umgang mit Lebenszeit und Energie bei. Manche der Bücher sind sozusagen Life Coaching in Buchform mit DIY-Funktion.

Beispiele sind

Alle haben ihre eigene Ausrichtung, doch im Kern können sie Menschen helfen, ihr Jahr und ihre Tage vorzubereiten und bewußter mit dem wichtigen Thema „Zeit“ umzugehen.

Der Kanban-Kalender kann hier als PDF geladen werden.

Weihnachten steht vor der Tür. Eine Zeit, in der man sich etwas wünschen darf. Ein Riesenwunsch von mir sind bessere Räume für gemeinsame Kreativität und miteinander Arbeiten. Das ist mir als Innovationsberater und ehemaligem Architekt sehr wichtig. Die Stanford d.school ist ein Klasse Beispiel.

Ich sehe viele Besprechungsräume und die sehen meist so aus:  Ein viel großer Tisch steht in der Mitte. Mit eingebauten Steckdosen und Kabel in den Fussboden. Das Konferenztelefon in der Mitte funktioniert nicht richtig. Drumherum meist zu viele und zu sperrige schwere Stühle. Kaum Platz, um drum herum zu gehen. Irgendwo in der Ecke steht ein verwaistes Flipchart, meist fehlt das Papier, die Stifte sind ausgetrocknet. Alte Flips liegen noch irgendwo herum Ein Beamer ohne Lautsprecher. Das Kabel zu kurz, um es einfach zu nutzen. Mehr Equipment wie Kamera, Mikrofone? Fehlanzeige. Häufig ohne natürliches Licht, fast immer ohne Aussicht.

Und natürlich ist das Phänomen nicht auf Besprechungsräume beschränkt. Der „normale“ Arbeitsplatz sieht fast überall immer noch gleich aus: zu große, rechteckige Tische, immobil aufgestellt. Selbst Firmen die sich Agilität auf die Fahnen schreiben, kommen an diesen Punkten nicht weiter. Viele Möbelhersteller sind dabei auch keine Hilfe, traditionelle Konzepte sind weit verbreitet. Die Möbelauswahl kommt bei Neubauprojekte immer zuletzt und wird dann nur den Regeln des Einkaufs unterworfen.

Freude am gemeinsamen Arbeiten, am Austausch, an gemeinsamer Kreativität, kommt dann selten auf. Wie sieht also ein Raum aus, der Kreativität fördert, zu gemeinsamen Arbeiten einlädt? Was macht also gute Räume für kreatives Miteinander aus?

1. Basics

  • Sie bringen Menschen zusammen
  • halten beweglich
  • dienen der Sache

2. Flexibilität im Raum fördert Flexibilität im Kopf

  • Sie haben flexible Konfigurationen
  • Möbel lassen sich leicht verstellen
  • Wände, sofern vorhanden, sind ein Whiteboard
  • Es gibt ausreichend Material zum Ausprobieren und die Firma hat eine Innovationskultur, die deren Nutzung fördert
  • Möbel lassen Bewegung und Austausch zu, laden nicht zum Einschlafen ein
  • Stehtische statt Konferenzplätze

3. Zentrale Bestandteile

  • Das sind meines Erachtens die zentralen Bestandteile. Fast nichts davon hat erst einmal etwas mit besonderen Möbeln zu tun:
  • integriert, leicht erreichbar
  • einfach und kurzfristig verfügbar
  • leicht anpassbare Konfiguration der Einrichtung
  • sauber
  • geeignete Farben
  • angenehmer Klang, z.B. keine Reflektionen
  • gutes Licht
  • Aussicht
  • Material zum Ausprobieren von Ideen wie Lego, Bastelkram, Bauklötze
  • Regeln bzw. Vereinbarungen für die Nutzung

4. Technik ist wichtig, aber nur, wenn sie zusammenbringt

  • Technik unterstützt und funktioniert problemlos
  • Ein oder mehrere Bildschirme sind drahtlos von allen Geräten der Teilnehmenden nutzbar
  • Kamera, Mikrofon und Lautsprecher für den Raum verbinden den Raum mit anderen Räumen, auch am anderen Ende der Welt

5. Klasse Beispiel

Die Räume der Stanford d.school, hier in wenigen Bildern:

6. Unternehmenskultur der Innovation formt diese Räume

Zu Beginn steht die ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema. Jede Organisation hat eigene Bedingungen, jedes Gebäude seine eigenen Herausforderungen. Die gilt es zu berücksichtigen. Aber schon das Thema Regeln oder Vereinbarungen zeigt die Komplexität der Aufgabe. Sind sie doch Teil einer Unternehmenskultur, die auch geformt werden will. Ganz wichtig ist die Zielsetzung der Räume: Begriffe wie Atelier, Werkstatt, (Gründer-) Garage sind meines Erachtens wichtige Ausgangspunkte für Überlegungen. 

7. Investition in Innovation

Und natürlich reden wir nicht einfach nur von einem Raum. Notwendig ist eine gute Auswahl an solchen Räumen und die Integration in den klassischen Arbeitsplatz. Kostet das Geld? Ja, für den Extraraum. Wenn uns Themen wie Innovation und gemeinsames Arbeiten im Team wichtig sind, wir müssen aufhören, uns mit dem subminimalen Standard zufrieden zu geben, der sich die letzten Jahrzehnte verbreitet hat. Räume, die zum gemeinsamen Schaffen einladen, die Freude bei der Nutzung machen, sind eine sinnvolle Investition, die sich rasch auszahlt.

PS: All diese Punkte gelten übrigens auch für alle Bereiche in, um und auf einem Gebäude, inkl. Räume, die „repräsentativ“ sein sollen…

Autonomes Fahren ist eine der zentralen aktuellen Innovationen im Verkehr. Technologien, die hier entwickelt werden, werden auch in andere Bereiche übertragen. In diesem Beispiel auf Fähren.

Die meisten Autofähren fahren regelmäßig zwischen festen Punkten hin und her. Außer zu Reparaturen in der Werft und seltenen besonderen Anlässen verlassen sie diese feste Routine nie. Das macht sie zu einer idealen Plattform für den automatischen Betrieb. Die Prototypen werden noch von Menschen bei ihren zukünftig autonomen Fahrten begleitet. Gedacht ist aber, dass ein Mensch am zentralen Leitstand, zuständig für mehrere Schiffe, bei Problemsituationen eingreifen kann.

Aus der Nutzersicht macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch oder eine Maschine die Fähre steuert. Spannend bleibt, zumindest für eine Übergangszeit, wie viele Menschen auf der emotionalen Ebene einen menschlichen Schiffsführer bevorzugen. Eine echte Herausforderung bleibt sicher auch das Be- und Entladen der Fähre, auch wieder ein weicher Faktor. Wer Bodenseefähren im Sommer kennt, weiß wovon ich schreibe.

Dauer 4:04 Min.

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