Gestern habe ich zwei Astronauten erlebt. Einer war ursprünglich Militärpilot. Der andere Wissenschaftler. Beide waren im Weltall. Und kamen verändert zurück. Sie haben ihre Missionen erfüllt, ihre Arbeit gemacht. Dabei haben sie aber auch den ultimativen Change-Prozess durchgemacht. Die Reise ins Weltall scheint tiefgreifend zu verändern.

Bill Anders, der Astronaut, der „Earthrise“, das wohl berühmteste Bild der Erde aus dem Weltall aufgenommen hat, sagte sinngemäß:

„Wir flogen hin, um den Mond zu entdecken. Aber was wir gefunden haben, ist unsere Erde.“

Bill Anders

Space-Tourismus wird ein „Ding“ werden. Nicht, dass man eine Weltraum Mission einfach mit einer normalen Reise gleichsetzen kann. Auch hier gibt es nicht die Silver Bullet, die einfache Lösung: Zwei Stunden im All, zwei Tage, werden beeindruckend sein, reichen aber nicht für den Change. Alle Astronauten haben sich meist Jahre vorbereitet auf den Einsatz, auf ihre Aufgaben im Weltall. So ist die verändernde Reise ins All der Höhepunkt einer langen Entwicklung, die schon viel früher begonnen hat. Die ultimative Gelegenheit zu lernen und zur Entwicklung. Siegmund Jähn hat gestern für mich die beste Lehre gezogen:

„Wir sind als Menschheit eigentlich sehr rückschrittlich, dass wir die großen Aufgaben immer noch zu wenig gemeinsam lösen.“

Siegmund Jähn

Machen wir (wieder) mehr gemeinsam. Große Themen wie die WTO, EU, UN Nachhaltigkeitsziele drängen sich auf. Aber auch gemeinsame Innovationsprojekte. Die Aufgaben werden komplexer, wir brauchen den Zusammenhalt. Zu idealistisch? Mir egal, ich habe es von einem gehört, der im Weltall war und den ultimativen Change-Prozess selbst erlebt hat.