Innovative Milieus in der deutschen Unternehmenslandschaft

Armando Garcia Schmidt (Bertelsmann Stiftung) im Gespräch im Smart Innovation Podcast Ep. 83 mit Dr. Klaus Reichert über die neueste Studie „Innovative Milieus  2023, die Innovationsfähigkeit der deutschen Unternehmen in Zeiten des Umbruchs“.

Armando Garcia Schmidt
(c) Armando Garcia Schmidt

In der neuen Studie der Bertelsmann Stiftung wird die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland untersucht und anhand von Innovations-Milieus gegliedert. Darüber unterhält sich Dr. Klaus Reichert mit Armando García Schmidt. Er arbeitet im Programm Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft der Bertelsmann Stiftung. Hier beschäftigt er sich mit der Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstandes und den Chancen und Herausforderungen, die sich für kleine und mittlere Unternehmen aus der doppelten Transformation ergeben.

„Innovative Milieus 2023, die Innovationsfähigkeit der deutschen Unternehmen in Zeiten des Umbruchs“ – Themen dabei sind

  • Technologieführer
  • Disruptive Innovatoren
  • Kooperative Innovatoren
  • Konservative Innovatoren
  • Passive Umsetzer
  • Zufällige Innovatoren
  • Unternehmen ohen Innovationsfokus
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Armando Garcia Schmidt: Bei den hochinnovativen Unternehmen waren das nur 10 Prozent. Ja, also schon ein krasser Unterschied, der nochmal klar verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, dass scheinbar viele Unternehmen so aus dem Innovationsgeschehen rausgehen und diese Gruppe der wenig innovativen Unternehmen größer wird, sondern auch, dass auch tatsächlich irgendwie so ein Spalt aufgeht. Also so ein Unterschied größer wird zwischen Großen oder zwischen Unternehmen, die immer innovativer werden, also immer stärker eigentlich so auf Innovation fokussiert sind und einer scheinbar größer werdenden Gruppe an Unternehmen, die sagt, ich bin da vorsichtig, ich gehe vielleicht komplett raus oder innoviere nur zufällig. Und dann, ich hatte ja vorhin eingangs gesagt, also zwei andere Themen noch, also einmal, was uns Besonders aufgefallen ist. Also wir beschäftigen uns ja auch mit dem Thema der Nachhaltigkeitstransformation und da war für uns spannend zu sehen, dass scheinbar gerade auch da die innovativeren Unternehmen, können wir auch gleich nochmal drüber sprechen, eher aktiv sind als die wenig innovativen Unternehmen. Also die sehr hochinnovativen Unternehmen sagen also in einem sehr viel größeren Umfang als die wenig innovativen Unternehmen, dass sie zum Beispiel Innovationen gezielt einsetzen, um Richtung ökologische Nachhaltigkeit stärker zu werden oder sich dahin zu entwickeln.

Klaus Reichert: Da sehe ich aber auch Nachhaltigkeit, der Klimawandel oder dann Klimaschutzmaßnahmen, sind unglaubliche Innovationstreiber, ja. Da hat jeder Hausaufgaben ohne Ende. 

Armando Garcia Schmidt: Genau, genau. Aber, ja, stimmt, nur wir sagen jetzt, mit Blick auf das andere Ergebnis ist es natürlich besorgniserregend. Also wenn wir jetzt wissen, man muss eigentlich innovationsfähig sein, um diese, also passiv ausgedrückt, diese Nachhaltigkeitstransformation zu bewältigen oder stärker ausgedrückt, um die Chancen zu realisieren, die vielleicht auch darin liegen, neue Wertschöpfungspotenziale sich zu erschließen, wenn man also wirklich hochinnovativ sein muss oder sich zumindest also auch dieser Frage offen stellen muss. Und unsere Umfrage zeigt, dass das eigentlich nur die innovativen oder hochinnovativen Unternehmen tun und die andere Gruppe der Unternehmen, die das gar nicht tun, die wächst aber. Ist das natürlich also weder eine gute Botschaft für die Unternehmen selbst, die sich aus diesem Innovationsgeschehen rausziehen, weil sie vielleicht dann, jetzt böse gesagt, zu Opfern dieser Transformation werden, wenn sie die nicht selber mitgestalten. Und das ist auch kein gutes Signal für den Standort oder für Deutschland als Ganzes, wenn wir auch gesellschaftlich sagen, das ist eine große Herausforderung für uns und dann aber umgekehrt eine immer größer werdende Gruppe von Unternehmen sagt, wir ziehen uns aus dem Innovationsgeschehen zurück und damit eben auch dieses Thema Nachhaltigkeit nicht mehr so stark ist.

Klaus Reichert: Innovation weiterdenken und Zukunft einfach machen. Hallo! Klaus Reichert hier! Ich bin unabhängiger Unternehmensberater und für Innovation und Business Design. Ich begleite engagierte UnternehmerInnen und Führungskräfte sowie ihre Teams mit Smart Innovation auf dem Weg von der Vision zu enkeltauglichen Leistungen. Meine Mission ist es, Unternehmen und seine Menschen kreativer und innovativer zu machen. Ich arbeite remote von Baden-Württemberg aus. Im Smart Innovation Podcast spreche ich mit engagierten und kreativen Menschen über Innovationen, über Innovationsmanagement, Unternehmertum und Verantwortung, gerade im Kontext des Klimawandels. Zuhörer können bei den Liveaufnahmen mitmachen und Fragen stellen, so wird Innovation lebendig und leicht umsetzbar. Die Live-Aufnahmen sind mittwochs, Episoden erscheinen montags. Den Link zu Terminen, Newsletter und dem Transkript finden Sie in den Shownotes. Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre Podcasts hören oder auf klausreichert.de/linkedin. Und denken Sie daran, es gibt kein Ende von Innovation, nur Starts.

Mein Gesprächspartner ist Armando Garcia Schmidt, er arbeitet im Programm Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft der Bertelsmann Stiftung. Hier beschäftigt er sich mit der Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstands und vielen weiteren Themen, nach denen wir ihn jetzt auch gleich befragen werden, da Innovation so ein breites Feld ist. Wir unterhalten uns heute über die neueste Studie der Bertelsmann Stiftung Innovative Milieus 2023, die Innovationsfähigkeit der deutschen Unternehmen in Zeiten des Umbruchs. Ein ganz, ganz spannendes Thema, weil eben verschiedene Ebenen auch miteinander verknüpft werden. Das Konzept der innovativen Milieus zeichnet ein ganzheitliches Bild der Innovationsfähigkeit nach und basiert auf einer Grundlage von einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Unternehmen. Herzlich willkommen, Armando! Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst.

Armando Garcia Schmidt: Hallo Klaus! Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Klaus Reichert: Innovation, wir wissen es alle, ist ein sehr, sehr weites Feld. Was sind denn die Themen, mit denen du dich beschäftigst?

Armando Garcia Schmidt: Das stimmt, das ist ein total weites Feld. Und wir haben hier in der Bertelsmann Stiftung uns auch lange darüber unterhalten, was eigentlich sozusagen das ist, was auch uns, also nicht um mich persönlich, sondern tatsächlich uns hier im Wirtschaftsprogramm der Stiftung eigentlich zu diesem Thema beschäftigen sollte und das sind im Grunde zwei große Felder. Also das ist einmal das Feld, was du gerade, Klaus, schon angesprochen, das der betrieblichen Innovationsfähigkeit. Und darum geht es vor allem auch in der Studie, über die wir ja gleich sprechen werden, denn wir und, ja, auch andere Forschungsinstitute gucken so ein bisschen mit Bedenken auf die Entwicklung der Innovationstätigkeit und Innovationsfähigkeit der deutschen Unternehmenslandschaft. Wir haben den Eindruck und meinen, es auch mit Studien zeigen zu können, dass da einiges sich, ich sage mal vorsichtig, nicht ganz so gut entwickelt, also zum Beispiel Unternehmen sich aus der Innovationstätigkeiten zurückziehen, wobei wir aktuell eigentlich mehr Innovationstätigkeit und Innovationskraft bräuchten. Das ist so die eine Ebene, mit der wir uns beschäftigen, wo wir Studien machen, versuchen auch mal, Akteure aus Unternehmen, aber auch aus der Politik, aus der Wirtschaftsförderung zusammenzubringen zu Diskussionen. Und die zweite Ebene ist nochmal, dass wir für uns gesagt haben, wir glauben wirklich, dass diese Nachhaltigkeitstransformation eigentlich mit die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre sein wird und da auch wieder auf unterschiedlichen Ebenen. Also das kann man durch deklinieren, jetzt haben wir die große Diskussion zum Thema Dekarbonisierung, aber es kommen sicher noch weitere Diskussionen, also zum Beispiel das Thema, wie gehen wir mit den Ressourcen um? Da wird ja jetzt schon diskutiert so unter dem Stichwort und so weiter. Im Nachhaltigkeitssinne aber auch unter dem Gesichtspunkt der Frage, wie machen wir uns auch ein bisschen unabhängiger von spezifischen Abhängigkeiten, die es da gibt? Und das ist ein Thema, das ist, wie gesagt, die zweite Ebene, mit der wir uns hier sehr intensiv beschäftigen, weil wir sagen, das ist einfach etwas, wo wir als Stiftung nochmal einen Mehrwert leisten können, wenn wir den Unternehmen und vielleicht auch dem Staat, der so den Rahmen setzt, der Anreize setzt, nochmal zeigen können, wo man die Dinge auf der einen Seite vielleicht im guten Sinne zusammendenken kann. Also wirklich sozusagen Synergien, diesen berühmten Sweet Spot findet, wo kann Innovationsfähigkeit in den Unternehmen, aber auch in der Forschungslandschaft gestärkt werden, damit diese Nachhaltigkeitstransformation gelingt, damit auch neue Wertschöpfungspotenziale entstehen, das auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite aber auch so ein bisschen gucken, wo sind vielleicht Zielkonflikte, über die man ganz offen sprechen muss? Also das man da nicht so in bestimmte Richtungen rennt, die dann zum Beispiel am Ende die Wettbewerbsfähigkeit, sprich Überlebensfähigkeit der Unternehmen wirklich gefährden.

Klaus Reichert: Was ich da auch echt spannend finde ist, dass ihr verschiedene Ebenen betrachtet und dass ihr das tatsächlich auch, ich finde, glaubwürdig und ernsthaft macht. Also das heißt, ihr geht an diese Themen dran, was gehört zur Innovationsfähigkeit dazu. Das ist zum Teil sehr, sehr pragmatisch eben auch. Auf der anderen Seite schaut ihr eben auch in soziologische Themen rein, Fragestellungen, die eben gar nichts mehr mit zum Beispiel zu tun haben. Und am Ende macht es dann der Mix beziehungsweise die Erkenntnisse aus diesem Mix.

Armando Garcia Schmidt: Das stimmt. An manchen Stellen versuchen wir sogar auch, also wir sind ja auch ein bisschen bekannt dafür, dass wir zum Beispiel so viele Studien machen. Der ehemalige Bundespräsident war mal hier bei einer Veranstaltung in Gütersloh, da sagte der so scherzhaft: „Manchmal habe ich den Eindruck, ich stehe jeden Morgen auf, ich mach das Radio an und dann höre ich, die Bertelsmann Stiftung versucht mich wieder ein Stück klüger zu machen, weil sie irgendeine Studie veröffentlicht hat.“ Das machen wir, das stimmt und das sozusagen auch mit unterschiedlichen Methoden, Instrumenten, Fragestellungen, aber immer sozusagen natürlich so mit dem Versuch, auch dann sozusagen eine positive Wirkung zu erzielen für die Unternehmenslandschaft, aber auch zum Beispiel für eine politische Diskussion, die da die Innovationsfähigkeit wieder stärkt. Und das ist aber nicht alles, was wir machen. Also ihr sitzt ja im Süden des Landes, wir sind zum Beispiel hier bei uns auch in der Region wirklich sozusagen, ich sage mal, so hands on aktiv. Also ich habe gerade zum Beispiel dieses Thema Kreislaufwirtschaft, oder Circle Economy nennen manche das, angesprochen und da glauben wir wirklich, das ist ein sehr spannendes und auch wirklich wichtiges Thema für die Unternehmen. Und da haben wir zum Beispiel hier bei uns in der Region, sind wir da aktiv geworden und haben ein Netzwerk gegründet, das heißt CircularOWL. Also OWL als Abkürzung für Ostwestfalen-Lippe, das ist die Region, der Regierungsbezirk in dem Gütersloh liegt, so nordöstliches Nordrhein-Westfalen, also Bielefeld, Paderborn, Minden, so als größere Zentren. Und da versuchen wir zum Beispiel ganz konkret über Veranstaltungen und mit gemeinsamen Projekten, Unternehmen in Verbindung zu bringen mit den Akteuren in den Kommunen, bei der Wirtschaftsförderung, in den Hochschulen, die es hier, ja, um einfach da ein gemeinsames Arbeiten auch zu ermöglichen und eine Entwicklung in diese Richtung.

Klaus Reichert: Auf dieses Thema kooperative Innovation oder Innovatoren, da gehen wir gleich am besten auch mal noch ein. Lass uns doch kurz darauf eingehen, was die Studie ausmacht, was ihr angesprochen habt, wie ihr vorgegangen seid. Am Anfang stand ja auch eine Frage, wie innovativ ist Deutschland wirklich? Diese Fragen können im Grunde nicht beantwortet werden, finde ich. Man sucht sich dann immer so sein Zielfeld und schaut, dass man es mit einer bestimmten Klammer sozusagen dann beantwortet. Was war denn eure Studie, was habt ihr da erarbeitet, wie seid ihr denn vorgegangen?

Armando Garcia Schmidt: Die Grundfrage, ich gebe dir ganz Recht, die Grundfrage, wie innovativ ist Deutschland, ist natürlich eine mega Frage, die man eigentlich nicht einfach beantworten kann beziehungsweise auf die es wahrscheinlich viele ganz unterschiedliche Antworten geben kann. Nichtsdestotrotz, ich springe jetzt so ein bisschen zurück, ich springe mal zurück ins Jahr 2018, ganz so lange ist das noch nicht her, aber da haben wir uns tatsächlich diese Frage gestellt. Wir haben gesagt, Mensch, es gibt eigentlich viel Forschung zu dieser Frage, also wie innovationsfähig sind die deutschen Unternehmen? Da machen auch andere Institute, die KfW, der Stifterverband, das des ZDB in Mannheim immer mal wieder Studien, ganz viele andere auch tolle Institute gibt es in Deutschland, die immer dazu forschen. Wir hatten so ein bisschen den Eindruck, dass aber vieles, was da gemacht wird, manchmal also auf der einen Seite so etwas eingeengt ist, weil zum Beispiel, also viele der Studien fokussieren alleine auf die Unternehmen, die sowieso forschen. Also die gucken dann, wie verändern sich zum Beispiel die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Unternehmen, die sowieso forschen, andere Studien gucken sich eine spezifische Branche an oder gucken sich eine spezifische Region an. Und wir haben gesagt, Mensch, das sind alles so Ausschnitte, gibt es nicht eine Möglichkeit, tatsächlich auf der einen Seite die ganze deutsche Unternehmenslandschaft, soweit es geht, in den Blick zu nehmen und auf der anderen Seite so ein bisschen mal loszulassen von so klassischen Merkmalen. Also eine Branchenfixierung, auf eine spezifische Branche, das wir sagen, die Chemiebranche ist besonders innovativ, die, weiß nicht, Möbelindustrie ist es nicht oder umgekehrt oder bestimmte Größenklassen uns angucken oder eben Regionen vergleichen, ob wir da nicht wegkommen und ein bisschen, ja, einfach auch da innovativ, also wirklich innovativen Zugriff finden. Wir haben damals, was wir spannend fanden, ich gebe das zu, wir haben so ein bisschen abgekupfert, vielleicht kennen das manche Hörerinnen und Hörer, es gibt die sogenannten Sinus-Milieus, das ist eigentlich ein Marktforschungsinstrument, dass das sogenannte SINUS-Institut entwickelt hat, das fragt immer wieder die deutsche Bevölkerung. Ud vielleicht haben es manche vor Augen, also wir sind ja jetzt im Podcast, ich kann leider kein Bild zeigen, aber vielleicht haben es manche vor Augen. Das ist jetzt, also was dann am Ende dabei rauskommt, das ist so eine Abbildung, eine zweidimensionale Grafik mit einer Y-Achse und einer X-Achse und dann sind da drin in dieser Abbildung eigentlich so, wir nennen das immer Kartoffeln verteilt, also so Kartoffeln oder Blasen, die am Ende, das ist jetzt bei diesen Sinus-Milieus so, die deutsche Gesellschaft abbilden sollen. Und zwar hat man dann eben einmal sozusagen Vertikal, also auf der Y-Achse eigentlich so ein Stück weit die, ja, sozioökonomische Stratifizierung. Also oben ist hohes Einkommen, unten ist niedriges Einkommen und, ich weiß nicht, das ist vielleicht auch nochmal gemittelt mit Bildungsabschlüssen und so weiter. Und auf der Horizontalen, der X-Achse, hat man dann im Grunde sozusagen so die kulturelle Selbstbeschreibung der Menschen, die das Sinus-Milieu ebenso über Tiefeninterviews herausbekommt.

Klaus Reichert: Das ist eine spannende Abbildung, die ihr da gewählt habt, wir werden die auch verlinken in den Shownotes. Die ist sehr, sehr eindrücklich, man versteht sofort, worum es geht. Ich würde sagen, wenn das jetzt in Süddeutschland entstanden wäre, dann hätte das keine Kartoffelform, sondern eher Spätzleform, wäre schwieriger geworden.

Armando Garcia Schmidt: Wahrscheinlich, das stimmt, das stimmt. Also das war im Grunde sozusagen für uns tatsächlich so eine Inspiration. Und unsere Abbildung sieht jetzt am Ende des Tages ähnlich aus, weil wir haben gesagt, Mensch, das wäre doch spannend, einmal also quer zu so etwas wie der Branche oder der Größe der Unternehmen oder der regionalen Verortung, ob die jetzt irgendwo in Süddeutschland oder in Ostdeutschland liegen, mal herauszufinden, ob es so etwas wie typische Innovationsprofile gibt, die eigentlich sozusagen die Unternehmen, also bestimmte Unternehmen ähnlich macht. Also vielleicht ein Unternehmen aus Metall- und Elektrobranche und ein Unternehmen aus der Chemiebranche, die weit auseinanderliegen, die aber, wenn man sich ihr Innovationsprofil anguckt, doch viel ähnlicher sind als vielleicht ein anderes Unternehmen aus der Metallbranche und ein anderes Unternehmen aus der Chemiebranche, die wiederum ganz anders mit dem Thema Innovation umgehen. Und da haben wir eben damals 2018 mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zusammen so ein Konzept entwickelt. Wir haben im Grunde ein Set von über 30 Fragen entwickelt, über die wir oder zu denen wir diese Unternehmen befragen und über die Antworten bilden wir dann eben das Innovationsprofil der Unternehmen ab. Das Spannende am Institut der deutschen Wirtschaft ist, die haben ein, das nennen die selber das Zukunftspanel, das ist eins oder das größte Unternehmenspanel. Also da sind über 1.000 Unternehmen drin, die immer wieder befragt werden zu unterschiedlichen Dingen vom IW. Und wenn man aus dem Zukunftspanel sozusagen dann Antworten bekommt in entsprechender Zahl, dann kann man sagen, das, was da als Antwort zurückkommt, das ist repräsentativ eigentlich für die deutsche Unternehmenslandschaft. Also es ist so ein kleines bisschen Schwergewicht in der Industrie und industrienahen Dienstleistung, aber es ist letztlich dann doch repräsentativ dafür. Wie gesagt, nochmal so ein bisschen, um das bildlich zu machen, ich hoffe, ich spreche bildlich genug, aber wir haben also auf der einen Seite, genau, diese 30 Fragen, wir fragen die Unternehmen. In diesen unterschiedlichen, ja, diese unterschiedlichen Fragen, da geht es um Innovationskultur, die Innovationsorganisation, die Kompetenz, Innovationskompetenz im Unternehmen. Aber auch so Themen wie die Vernetzung, interne Vernetzung der Belegschaft zu Innovationsthemen, aber auch die externe Vernetzung, also mit wem wird draußen sozusagen zusammen innoviert. Zu all diesen Themen stellen wir über 30 Fragen und die Antworten ergeben dann im Grunde sozusagen das Innovationsprofil. Und wir haben damals 2018, als wir dann das Konzept entwickelt haben und 2019 haben wir dann die erste Befragung durchgeführt, gesehen, wenn wir das dann nochmal querziehen zum innovativen Erfolg, also zu dem, was die Unternehmen dann auch ausspucken, sage ich jetzt mal, an Produktinnovation, an Prozessinnovation, an Organisationsinnovation, an Marketinginnovation, wenn wir das dann so querlegen, dann sehen wir, das es eigentlich in Deutschland sieben konsistente Innovations- oder innovative Milieus gibt.

Klaus Reichert: Okay.

Armando Garcia Schmidt: Da sind also zum Beispiel die Technologieführer, das ist eine kleine Gruppe von Unternehmen, die relativ groß sind, relativ industrielastig, die hoch innovativ sind, einen hohen Grad an, ich sage mal, Disziplin vorweisen, was das Innovationsthema angeht, also Innovationsorganisation. Hohe Technologie-Affinität, sagt der Name schon. Daneben gibt es andere Milieus, wie zum Beispiel das der kooperativen Innovatoren, wo wir sehen, die sind nicht ganz so erfolgreich wie die Technologieführer, aber trotzdem immer noch relativ erfolgreich, was den innovativen Output angeht. Die haben aber ein ganz anderes Innovationsprofil. Die haben den Schwerpunkt gar nicht so sehr auf Technologie und Innovationsorganisation im Betrieb, sondern die legen den Schwerpunkt vielmehr auf diese Vernetzungsthemen. Darauf, dass sie zum Beispiel versuchen, die Belegschaft zum Thema Innovation sehr stark in Bewegung zu bringen oder sich mit Kunden, mit Wissenschaft, Startups und so weiter, draußen zu vernetzen. Das sind die kooperativen Innovatoren und dann haben wir so andere Milieus. Wir haben dann immer versucht, auch sprechende Namen dafür zu wählen, wie zum Beispiel die passiven Umsetzer, die eher so ein bisschen hinterherlaufen und gucken, was machen die anderen und dann so vielleicht zufällig innovieren quasi. Die zufälligen Innovatoren gibt es auch noch und es gibt auch eine große Gruppe, und leider auch, muss man jetzt sagen, wir haben die Studie ja zum zweiten Mal gemacht, eine wachsende Gruppe, die Unternehmen ohne Innovationsfokus heißen. Also sieben Milieus, die sich dann auf dieser Grafik quasi verteilen, das kann man sehr schön sehen. Wir haben also 2018 das Konzept entwickelt, 2019 die erste Studie gemacht, wo wir das im Grunde sozusagen einmal grundgelegt haben und entwickelt haben, gesehen haben, dass es diese sieben Milieus gibt. Und jetzt haben wir im vergangenen Jahr gesagt, Mensch, es wäre doch spannend, gerade nach Corona nochmal zu gucken, wie hat sich denn da diese Landschaft entwickelt, diese Milieus, sind die größer geworden sind, die kleiner geworden, wie haben die sich verändert? Und dann haben wir diese Befragung nochmal gemacht und das Ergebnis jetzt präsentiert mit dieser innovativen Milieus-Studie.

Klaus Reichert: Ihr habt das ja auch toll aufbereitet, finde ich. Normalerweise sieht man da immer erst mal ein langes PDF-Dokument. Da will keiner so richtig dran, das ist zu viel Text und dann denkt man sich, was soll ich da überhaupt, wo soll ich anfangen? Ihr habt es aber anders gemacht, ihr habt es so aufbereitet, dass man das entsprechend der  Milieus verstehen kann, ihr habt die wichtigsten Punkte rausgezogen, ihr habt sozusagen auch gleich Handlungsempfehlungen mit abgebildet. Jeder, der ein kleines bisschen ernsthaftes Interesse hat, findet dort eine Antwort. Der kann gleich einsteigen, das dauert ungefähr eine Viertelstunde, bis man sich orientiert hat und die wichtigsten Sachen mal durchgelesen hat. Ich will damit jetzt das Ganze nicht kaputt machen oder klein reden, ich sage nur, ihr habt es so aufbereitet, dass das gut verständlich ist, das scheint euch wichtig gewesen zu sein.

Armando Garcia Schmidt: Ja, das ist so, das ist so. Also es ist kein Geheimnis wirklich, aber die Studie, die dahinter liegt, das ist wirklich ein, ich glaube, fast 80-Seiten-Werk. Und wir haben das bis vor einiger Zeit auch immer so gemacht, dass wir gesagt haben, okay, ist so wie es ist, eben 80 Seiten, das ist die wissenschaftliche Evidenz. Die wird schön gesetzt und dann veröffentlichen wir die und wen das interessiert, der oder die muss das bitte irgendwie lesen. Und wir merken aber mittlerweile, dass einfach vielleicht die Zeit auch ein Stück weit über diesen Ansatz hinweggegangen ist und auch wir da an der Stelle innovativer sein müssen, damit diese Inhalte wirklich einfach ankommen und von den Interessierten wahrgenommen und auch wirklich verdaut werden können, und deswegen haben wir uns da Mühe gegeben. Also wir haben tatsächlich so diese von dir  gerade sehr schön beschriebene Form einer Online-Studie gewählt, haben auch den Text nochmal bearbeitet, also wirklich überarbeitet sehr stark, dafür kondensiert, sage ich mal. Also, ja, gekürzt auch, aber vor allem versucht, die Kernbotschaften zusammen einfach gut rüberzubringen, gut zu berichten, ohne das Wesentliche wegzuschneiden, das haben wir gemacht. Ich glaube auch, ich muss gestehen, es ist gut gelungen, es ist sehr interaktiv, man kann sozusagen lesen wie man will. Das ist auch eben das Neue, dass man nicht wie früher in einem Buch von vorne bis hinten oder so, sondern man kann jetzt ein bisschen stärker selber bestimmen, wo fängt man eigentlich an zu lesen, bei den Ergebnissen oder bei den Handlungsempfehlungen oder guckt man sich nur eins von den sieben Milieus an. Und, ja, wir haben auch versucht, es mit vielen Abbildungen nochmal greifbarer zu machen, damit es auch visuell klarer wird, worum es geht, was die Ergebnisse sind. Nichtsdestotrotz, nur ganz kurz den Punkt noch, die 80 Seiten gibt es trotzdem noch, die wollen wir denen, die wirklich ein tiefergehendes Interesse haben, nicht vorenthalten. Die werden wir jetzt im Herbst als Buch nochmal richtig veröffentlichen, das bei uns im Stiftungsverlag dann erscheint.

Klaus Reichert: Für all diese Sachen werden wir die Links auch in den Shownotes veröffentlichen, sodass man sich es auch gleich anschauen kann. Ich war ganz beeindruckt, es hat mir auch geholfen, meinen eigenen Innovationscheck damit weiterzuentwickeln. Der baut auf den zehn wichtigsten Punkten für Innovationen auf, das geht bei der Vision los und geht dann bis hin zu Leistungen erbringen. Und da ist einfach auch hilfreich, wenn man dann sich auf jemanden anderen noch berufen kann, der glaubwürdig ist, ja, also wie es halt in der Wissenschaft so üblich ist. Also dafür erst mal natürlich vielen Dank! Wenn du das jetzt ganz kurz zusammenfassen müsstest, die Eingangsfrage, die ihr da gestellt habt oder mit dem wir auch angefangen haben, wie innovativ ist Deutschland wirklich? Und ja, ich verhafte dich nicht, wenn du jetzt übertreibst oder untertreibt, aber du hast schon ein bisschen was angesprochen, es gibt Fälle, wo quasi mehr passiert, es gibt Fälle, wo weniger passiert im Vergleich zu eurer früheren Studie. Wie wäre denn so eine relativ kurze Antwort auf diese Frage von deiner Sicht?

Armando Garcia Schmidt: Also ich schicke voraus, unsere Studie ist ja keine international Vergleichende, deswegen kann ich jetzt nicht im Vergleich zum Beispiel sagen, Deutschland ist innovativer als Frankreich oder weniger innovativ als Frankreich oder so. Also was wir machen können, ist jetzt sozusagen im Grunde die Entwicklung zwischen diesen beiden oder in diesem Zeitfenster 2019 und 2022, als wir die zweite Befragung gemacht haben, ins Verhältnis zu setzen. Und da, um jetzt ganz knapp zu antworten auf dich, also wir haben mal versucht, so für uns diese Kernbotschaften zu kondensieren und das sind eigentlich vier Stück. Also das eine ist leider, muss man sagen, immer weniger deutsche Unternehmen sind innovativ. Also wenn man sich unsere Studie anguckt, ist es wirklich so, dass man sagen muss, nur noch jedes fünfte deutsche Unternehmen kann heute eigentlich so als besonders intensiv, also als hochinnovativ bezeichnet werden, jetzt neue Umfrage, jedes fünfte, 2019 war das noch jeder vierte Betrieb. Also wenn man sich jetzt wieder unsere Kartoffelgrafik vorstellt, diese hochinnovativen Milieus, der Technologieführer, destruktive Innovatoren, die werden kleiner, die nehmen ab. Die anderen Milieus, passiver Umsetzer, zufällige Innovatoren, Unternehmen ohne Innovationsfokus, die wachsen alle. Also die sind wirklich in Summe, kann man sogar sagen, also ich will jetzt nicht mit  zu viel Zahlen um mich schmeißen, aber so diese wenig innovativen Unternehmen waren 2019 noch 27 Prozent, jetzt sind das 38 Prozent, werden also sehr viel mehr. Das ist so die eine Botschaft, leider, ja. Also alleine in drei Jahren scheint also die Innovationstätigkeit in der deutschen Unternehmenslandschaft sehr stark abgenommen zu haben. Dann die zweite Botschaft, wir haben ja, wie gesagt, einmal so vor und einmal nach Corona geguckt und scheinbar hat tatsächlich Corona auch eine Rolle gespielt, weil wir da sehen und in der Form vor allem, dass Corona das Ungleichgewicht, was es schon vorher gegeben hat zwischen den stärker innovativen und den weniger innovativen Unternehmen, nochmal verschärft hat. Denn wir haben die Frage gestellt an die Unternehmen, wie sind Sie während der Corona-Pandemie mit den geplanten Innovationsaktivitäten umgegangen? Und geplante Innovationsaktivitäten können ja in dem einen Fall mehr und in dem anderen Fall weniger gewesen sein, aber tatsächlich gibt es da krasse Unterschiede. Zum Beispiel haben 42 Prozent der Unternehmen, die wenig innovativ sind, gesagt, dass sie in der Corona-Zeit ihre geplanten Innovationsaktivitäten abgesagt haben oder verschoben haben. Bei den hochinnovativen Unternehmen waren das nur 10 Prozent. Ja, also schon ein krasser Unterschied, der nochmal klar verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, dass scheinbar viele Unternehmen so aus dem Innovationsgeschehen rausgehen und diese Gruppe der wenig innovativen Unternehmen größer wird, sondern auch, dass auch tatsächlich irgendwie so ein Spalt aufgeht. Also so ein Unterschied größer wird zwischen Großen oder zwischen Unternehmen, die immer innovativer werden, also immer stärker eigentlich so auf Innovation fokussiert sind und einer scheinbar größer werdenden Gruppe an Unternehmen, die sagt, ich bin da vorsichtig, ich gehe vielleicht komplett raus oder innoviere nur zufällig. Und dann, ich hatte ja vorhin eingangs gesagt, also zwei andere Themen noch, also einmal, was uns besonders aufgefallen ist, also wir beschäftigen uns ja auch mit dem Thema der Nachhaltigkeitstransformation und da war für uns spannend zu sehen, dass scheinbar gerade auch da die innovativeren  Unternehmen, können wir auch gleich nochmal drüber sprechen, eher aktiv sind als die wenig innovativen Unternehmen. Also die sehr hochinnovativen Unternehmen sagen also in einem sehr viel größeren Umfang als die wenig innovativen Unternehmen, dass sie zum Beispiel Innovationen gezielt einsetzen, um Richtung ökologische Nachhaltigkeit stärker zu werden oder sich dahin zu entwickeln. 

Klaus Reichert: Da sehe ich aber auch Nachhaltigkeit, der Klimawandel oder dann Klimaschutzmaßnahmen, sind unglaubliche Innovationstreiber, ja. Da hat jeder Hausaufgaben ohne Ende. 

Armando Garcia Schmidt: Genau, genau. Aber, ja, stimmt, nur wir sagen jetzt, mit Blick auf das andere Ergebnis ist es natürlich besorgniserregend. Also wenn wir jetzt wissen, man muss eigentlich innovationsfähig sein, um diese, also passiv ausgedrückt, diese Nachhaltigkeitstransformation zu bewältigen oder stärker ausgedrückt, um die Chancen zu realisieren, die vielleicht auch darin liegen, neue Wertschöpfungspotenziale sich zu erschließen, wenn man also wirklich hochinnovativ sein muss oder sich zumindest also auch dieser Frage offen stellen muss. Und unsere Umfrage zeigt, dass das eigentlich nur die innovativen oder hochinnovativen Unternehmen tun und die andere Gruppe der Unternehmen, die das gar nicht tun, die wächst aber, ist das natürlich also weder eine gute Botschaft für die Unternehmen selbst, die sich aus diesem Innovationsgeschehen rausziehen, weil sie vielleicht dann, jetzt böse gesagt, zu Opfern dieser Transformation werden, wenn sie die nicht selber mitgestalten. Und das ist auch kein gutes Signal für den Standort oder für Deutschland als Ganzes, wenn wir auch gesellschaftlich sagen, das ist eine große Herausforderung für uns und dann aber umgekehrt eine immer größer werdende Gruppe von Unternehmen sagt, wir ziehen uns aus dem Innovationsgeschehen zurück und damit eben auch dieses Thema Nachhaltigkeit nicht mehr so stark ist. 

Klaus Reichert: Man sieht es ja häufig bei Unternehmen, also gerade in mittelständischen Unternehmen, die in der Hand von älteren Menschen sind, das geht dann so ab vielleicht circa 60 los, manchmal sogar früher, dass zum Beispiel nicht mehr investiert wird, weil man in irgendeine Form von Ruhestand schon denkt, Übergabe, Schließung des Unternehmens und so weiter. Jetzt haben wir natürlich in Deutschland auch eine wachsende Zahl an älterwerdenden Menschen, die Unternehmensübergaben nehmen stark zu beziehungsweise die Anzahl der zu übergebenden Unternehmen, die wächst auch sehr stark, man müsste da wahrscheinlich mehr übernehmen, übergeben. Hat das einen Einfluss auf dieses Thema jetzt gerade oder habt ihr das gar nicht untersucht?

Armando Garcia Schmidt: Das haben wir mit dieser Studie tatsächlich nicht untersucht, also wir haben nicht da gefragt nach der Eigentümerstruktur der Unternehmen. Was wir ein bisschen sehen, sind ja so diese Größentypologien. Also wenn man jetzt zum Beispiel guckt, wo sind die größeren Unternehmen, das ist tatsächlich interessanterweise auch bei diesen hochinnovativen Milieus, destruktive Innovatoren, stärker noch bei den Technologieführern, da kann man davon ausgehen, dass das eher größere Aktiengesellschaften sind. Der andere Teil, das ist wahrscheinlich dann der familiengeführte , wo auch tatsächlich also das, was du auch beschrieben hast oder was wir hier in unserer Studie sehen, so einen Trend zum sich rausziehen aus der Innovation. Wir können mit unserer Studie leider, in Anführungszeichen, nicht sagen, ob das jetzt was mit dieser konkreten Eigentümerstruktur oder der Frage einer anstehenden Unternehmensübergabe zu tun hat. Was wir sehen, das ist vielleicht ein interessanter Punkt, ist tatsächlich, dass auch für die Innovationsfähigkeit extrem relevant die Vernetzung und Kooperation ist. Also auch da wieder gerade die hochinnovativen Unternehmen sind, die mit anderen Unternehmen, aber zum Beispiel auch mit Forschung und Wissenschaft und mit Startups zusammenarbeiten. Also nicht nur mit  dem, was naheliegt, also nicht nur mit Kunden und Lieferanten. Und da stellen wir uns zum Beispiel die Frage, warum das nicht mehr auch kleinere zum Beispiel Familienunternehmen machen? Natürlich ist das immer auch mit Anstrengungen verbunden, aber ich glaube schon, dass es Sinn macht, zum Beispiel auch sich mal auf den Weg zu machen und zu gucken, was ist bei mir in der Region an Berufsschulen da? Es gibt ja in Deutschland eigentlich eine tolle Landschaft, wenn wir zum Beispiel Fachhochschulen oder technischen Universitäten, die sehr angewandt forschen und die auch seit langem ja eigentlich das Thema Transfer immer wieder umtreibt. Und ich glaube schon, dass da zum Beispiel auch eigentümergeführte kleinere Familienunternehmen offene Türen einrennen, wenn man sagt, Leute, wir brauchen zum Beispiel bei der Lösung einer spezifisch technischen Anforderungen eine, ja, Unterstützung.

Klaus Reichert: Ja, du, da habe ich auch gleich noch eine Frage, weil das fällt mir immer wieder auf. Jetzt muss ich dazu sagen, mein Hintergrund ist ja, ich bin ja Berater, ich bin Innovationscoach, es wird immer nur von Forschung, Wissenschaft, Lehre oder sowas gesprochen, ja. Mein Verständnis an dieser Stelle ist, dass etwas fehlt. Ich spreche mittlerweile von dem Thema Wissenschaft aus Beratung, Forschung und Lehre und zwar, weil ich glaube, dass diese Beratung einfach zu wenig beachtet wird in solchen Fällen. Das ist nämlich, es gibt sehr viel Beratungsförderung, die man da einsetzen kann. Ihr habt das jetzt auch nicht direkt untersucht, wenn ich das richtig verstanden hab, ihr seid da mehr auf diese Kooperation mit Universität, mit Hochschulen eingegangen.

Armando Garcia Schmidt: Stimmt, stimmt, das haben wir gefragt. Finde ich aber einen total wichtigen und relevanten Punkt, das nehme ich gerne mal mit aus dem Gespräch, weil du natürlich ganz Recht hast, die Berater sind natürlich viel näher an den Unternehmen dran. Also das sehen wir hier auch, das ist ja, glaube ich, auch ein Teil des Problems, dass vielfach die universitäre Forschung zum Beispiel irgendwie, ja, manchmal zwar angewandte, aber dann trotzdem irgendwie auch Grundlagenforschung macht, die dann manchmal näher, oft aber wahrscheinlich auch weiter weg ist von den konkreten unv. #00:33:44-1# 

Klaus Reichert: Die Horizonte sind andere, genau, ja.

Armando Garcia Schmidt: Ganz genau, die Horizonte, die Interessen sind da vielleicht auch andere. Ich habe den Eindruck, also so aus Gesprächen mit Leuten aus gerade Fachhochschulen, technischen Universitäten wissen wir das vielfach, dass die sich da sehr bemühen. Also da gibt es ja auch wachsende Anstrengungen mit diesem Stichwort Transfer, dass die versuchen, gerade zum Beispiel auch mit Unternehmen in ihrer regionalen Umgebung in Kontakt zu kommen, selber so ein bisschen auch zum Motor zu werden für so spezifische Cluster-Bildung, wenn man das so nennen möchte. Aber ja, also um den Punkt zu machen, du hast natürlich ganz Recht, die ja auch starke Beratungslandschaft, die es in Deutschland gibt, die ist ja da und die ist sehr viel unternehmensnäher, ihr müsst ja auch sozusagen auf die Fragen und Herausforderungen der Unternehmen, die sie an euch herantragen, dann direkt reagieren. Und das ist natürlich ein wichtiger Punkt, den wir hier tatsächlich so in dieser Form nicht abgefragt haben. Aber das könnte man durchaus nochmal mitnehmen.

Klaus Reichert: Da hätte ich auch gleich noch eine Frage, habt ihr eigentlich eine Zahl auch abgefragt des FuE-Invests, zum Beispiel auch im Verhältnis zum Umsatz? Dass man mal irgendwie eine Kerngröße hat, vielleicht so ein bisschen nach Branche oder nach euren Milieus und sagen kann, okay, wenn ich im Leader-Bereich sein möchte, im Technologieführerbereich sein möchte, Innovationsführerbereich, muss ich halt 15, 25 Prozent vom Umsatz investieren, zum Beispiel.

Armando Garcia Schmidt: Nein, das haben wir nicht.

Klaus Reichert: Ach, Mist.

Armando Garcia Schmidt: Haben wir nicht. Es gibt ja Zahlen zu den FuE-Ausgaben zum Beispiel. Jetzt mache ich mal Werbung für andere, also vom Stifterverband, die machen tatsächlich in ihrer Innovationserhebung, da können die, glaube ich, immer ganz genau sagen, wie sich auch das Investitionsverhalten an der Stelle verändert hat in den Unternehmen. Allerdings ist es da dann wieder also so, dass sie tatsächlich fokussieren auf die Unternehmen, die eben diese Ausgaben tätigen. Also die wirklich ganz konkret sagen, wir haben hier den Ausgabenposten FuE und das dann auch so abgrenzen können. Das können ja, glaube ich, auch viele kleinere Unternehmen gar nicht. Wir haben das nicht gemacht, wir haben das tatsächlich nicht gemacht, also hätten wir vielleicht tatsächlich auch tun können oder sollen, aber unser Interesse war ja weniger das Geld. Unser Interesse war ja tatsächlich eher, so gesamthaft das Innovationsprofil eben der Unternehmen in den Blick zu nehmen. Also wir haben ja auch Fragen zur Innovationsorganisation. Also wir stellen schon jetzt, wie gesagt, nicht, wie viel gibt ihr aus, aber gibt es eine eigene Abteilung und solche Fragen stellen wir schon. Aber wir wollten eigentlich sozusagen wissen, wie ist eben so diese gesamthafte, ja, Innovationskultur? Könnte man auch sagen, obwohl Kultur dann auch wieder ein Aspekt dieses Profils ist, weil wir ja gesagt haben, vielleicht gibt es ja auch Unternehmen, die eben gar nicht so viel Geld ausgeben für FuE, aber so intelligente Strukturen haben, so eine tolle Kultur, dass sie vom innovativen Erfolg her viel weiter sind und viel besser als andere, die mehr ausgeben, aber sozusagen die PS nicht auf die Straße bringen, um es so zu sagen.

Klaus Reichert: Ich kann das gut nachvollziehen. Also diese Unternehmen sind mir eigentlich auch am liebsten, die dann sagen, Mensch, wir versuchen mal das Lean anzugehen, wir schauen, dass wir tatsächlich so mit Bordmitteln und einfachen Möglichkeiten, es gibt ja auch viel Innovationsförderung und sowas, dann eben Schritte machen. Was aber trotzdem eben häufig kommt, ist sowas wie, ja, wie viel Geld müssen wir denn dafür ausgeben? Weil die Meisten sagen, ja, ja, da können wir doch kein Geld dafür ausgeben oder extra Zeit aufwenden oder sowas. Und dann wäre es schon schön, wenn man so ein paar Zahlen mal, also ich lege dann schon auch immer Zahlen hin, ja, aber wenn man dann halt einfach mehr Absicherung an den Zahlen hätte. Wir verlinken diese andere Studie oder diesen Teil verlinken wir dann auch noch in den Shownotes, sodass man da mal nachgucken kann, ja.

Armando Garcia Schmidt: Ja, ja. Also was wir in unserer Studie zeigen, also wir haben ein paar, also jetzt nicht echte Eurozahlen, aber ein paar Zahlen haben wir insofern schon drin, als das wir natürlich nochmal auch, um zu gucken, ob dieses Konzept der innovativen Milieus wirklich robust ist, ob das wirklich mit der Realität in Beziehung steht, haben wir natürlich geguckt zum Beispiel, wie verhalten sich diese innovativen Milieus zu der Nettoumsatzrendite? Also da können wir zum Beispiel zeigen, also wie gesagt, wir wissen nicht, wie viel die Unternehmen investieren, also wie viel sie jetzt wirklich an Geld ausgeben für Forschung und Entwicklung zum Beispiel, aber was unsere Studie zeigt ist, dass die Milieus, die wir als hochinnovativ bezeichnen in dieser Studie, also sehr viel erfolgreicher sind, was diese Nettoumsatzrendite angeht, als die weniger innovativen Milieus. Also wir haben da zum Beispiel so eine Übersicht, wir haben das einmal so indexiert, also wenn man jetzt sagt, indexierte Netto- oder die nette Umsatzrendite im Jahr 2019, also als wir die erste Studie gemacht haben, die ist 100 Prozent, also da sieht man jetzt auch leider Corona, also hat eine Wirkung erzielt. Also 2022 ist dann der Wert drunter, das sind dann nur 85 Prozent, haben alle Unternehmen insgesamt erreicht. Aber die hochinnovativen Milieus, die liegen drüber, die haben also 108 Prozent erreicht, also die sind jetzt gemessen an dieser Nettoumsatzrendite zwischen 2019 und 2022 gewachsen. Und die weniger innovativen Milieus, die sind noch viel stärker abgeschmiert. Also die ganz niedrig innovativen Milieus, die haben 2022 nur 64 Prozent quasi dieser Nettoumsatzrendite von 2019 noch erreicht, also sind richtig im Vergleich zu 2019 im Grunde abgeschmiert. Und da sagen wir natürlich, das zeigt dann schon, dass, also wie gesagt, das kann ich nicht sagen, die Investition für Innovation, aber ein bewusstes Innovationsmanagement und wo eine bewusste gute Innovationskultur und Innovationsorganisation im Unternehmen wirklich mit wirtschaftlichem Erfolg eng zusammenhängt.

Klaus Reichert: Ja, ja. Also da gibt es ja auch mittlerweile auch weitere Untersuchungen, die mehr oder weniger zeigen, dass auch das Behandeln von diesen ganzen Nachhaltigkeitsthemen zumindest erst mal nicht den Unternehmen schadet in ihrem Unternehmenserfolg und auch vorsichtig gesagt, eben schon sogar positiv sich auswirkt. Also das könnte hier zu Überschneidungen natürlich auch führen, ja.

Armando Garcia Schmidt: Ja, ja, ja, auf jeden Fall. Ich meine, klar ist, Innovation und Innovieren ist ja immer, ich hoffe, du stimmst mir zu, aber ist ja immer risikobehaftet auch. Denn natürlich ist es, ich meine, klar, es gibt viele Unternehmen, die kennen wir ja auch, also gerade unsere viel berühmten Hidden Champions, die oft Weltmarktführer in ganz spezifischen Produktbereichen, Produktmärkten sind, die wissen natürlich, also wir müssen unser Produkt, spezifisches Produkt immer weiterentwickeln und können daran sozusagen sukzessive immer weiter arbeiten und damit natürlich auch perspektivisch weiter erfolgreich sein und uns in diesem Markt behaupten. Nichtsdestotrotz, das ist ja gerade, also wir glauben auch, dass das die Besonderheit dieser Nachhaltigkeitstransformation ist, mit allem, was auch an Unsicherheiten ja aktuell noch in der Welt ist, also gerade zum Beispiel jetzt die Lieferunsicherheit, was die ganzen unterschiedlichen Rohstoffe angeht, et cetera. Wir glauben, dass die Unternehmen schon auch gut daran täten, nochmal stärker ins Risiko zu gehen und nochmal im größeren Umfang. Also wir versuchen auch wirklich neu, im Sinne von Geschäftsmodellinnovation, eine echte Produktinnovation, auch eine Hinterfragung unserer Prozesse und sowas, sich neu aufzustellen, damit sie eben nicht plötzlich irgendwann doch ins Hintertreffen geraten. Und da wir die Hoffnung tatsächlich doch, dass sie auch ins Risiko gehen. Auch wenn manchmal, das muss man ja eben sagen, aber das weiß, glaube ich, auch jeder, der innoviert, die eine oder andere Innovation dann, ja, sie führen ja nicht automatisch immer zum Erfolg. Also man wird auch an der einen oder anderen Stelle investieren, also Geld oder Zeit investieren und dann nicht erfolgreich damit sein.

Klaus Reichert: Ja. Was ich immer spannend finde ist, es gibt wirklich viele Unternehmen, die verstanden haben, dass man natürlich im Produktionsumfeld, Stichwort Lean, extrem investieren muss, um Prozesse zu verbessern und zwar kontinuierlich. Das ist nichts, was man einmal macht. Es geschieht hauptsächlich dann natürlich, wenn man vielleicht was Neues macht oder eine neue Produktreihe einführt oder so, aber eigentlich ist es bei sehr, sehr vielen Unternehmen ganz normal, dass man Lean anwendet, dass man die Produktion laufend verschlankt und verbessert und, und, und, ja, da gibt es viele Dimensionen. Erstaunlich ist aber, das dasselbe Unternehmen, das unter Umständen in dem Produktbereich gar nicht macht. Also das ist so meine Beobachtung, das ist jetzt nur sehr, sehr subjektiv. Aber auf der einen Seite hat sich es eben durchgesetzt, das Wissen, dass es notwendig ist. Auf der anderen Seite, gerade in dem Innovationsmanagebereich scheint es bei den Unternehmen, die eben nicht in solider Position sind, eben wenig ausgeprägt zu sein.

Armando Garcia Schmidt: Also kann ich so bestätigen.

Klaus Reichert: Jetzt kommt eine Frage von der Barbara Schmuker. Könnte man aus der Entwicklung dieser Nettoumsatzrendite sagen aus eurer Beobachtung, dass hochinnovative Unternehmen gegenüber anderen krisenresilienter sind?

Armando Garcia Schmidt: Total, auf jeden Fall, also auf jeden Fall. Also ich sage mal so, also was wir hier jetzt sehen können ist, dass sie auf jeden Fall in der Corona-Krise ganz konkret sich als resilienter erwiesen haben. Jetzt muss man natürlich, wenn man wissenschaftlich redlich, ein bisschen vorsichtig sein und sagen, kann man jetzt nicht automatisch auf andere Krisen übertragen. Aber ich sage mal so, Corona war ja war ja fast der schlimmste anzunehmende Unfall, weil es wirklich vollkommen unerwartet kam. Ich meine, okay, das haben Krisen meistens auch so an. Also ich glaube, ja, ich glaube, das kann man so sagen, das tatsächlich auch ein hochinnovatives Innovationprofil oder ein starkes Innovationsprofil, das Unternehmen resilienter macht. Weil es vielleicht auch einfach gewöhnt ist, sich eben sozusagen immer wieder mit Neuem, auch mit neuen Situationen auseinanderzusetzen und die Frage zu stellen, wie antworten wir auf diese neue Situation, um eben wettbewerbsfähig zu bleiben? Diese neue Situation, egal ob jetzt zum Beispiel über eine Prozessinnovation oder vielleicht auch durch eine neue Neuerung an unseren Produkten, vielleicht auch mal einfach nur durch eine Marketinginnovation, aber auf jeden Fall auf dieses Neue, was da von außen auf uns zukommt, mit dem umzugehen. Während eben Unternehmen, die, ja, eben innovationsavers sind, die sind vielleicht auch an dem Ende jetzt, also böse gesagt, eher träge und sagen, okay, also Neues kommt aus uns selbst heraus jetzt erst mal sowieso wenig. Und wenn dann auch in Form einer Krise was Neues auf uns zukommt, dann fremdeln wir erst mal damit und versuchen, mit dem Bekannten durchzukommen. 

Klaus Reichert: Was ich auch verstanden habe, ist das Thema Geschäftsmodell Innovation ist auch sozusagen ausgeprägter bei den Technologieführern oder den Innovationsführer.

Armando Garcia Schmidt: Total, total, also das ist so, die sind da sehr stark. Also da wird es übrigens auch spannend, wenn man nochmal das dann sozusagen auf dieses Nachhaltigkeitsthema bezieht. Also wir haben ja nochmal ganz konkret gefragt, nutzt Ihr Unternehmen gezielt Innovationen, um ökologischer in den folgenden Bereichen zu werden? Und dann haben wir eben nach Prozessinnovationen, Produktinnovationen und Geschäftsmodellinnovation gefragt und auch da hat man also einen totalen Unterschied. Da haben also 62 Prozent dieser hochinnovativen Milieus gesagt, ja, wir nutzen Geschäftsmodellinnovationen, um eben ökologischer zu werden. 16 Prozent von den nichtinnovativen Unternehmen, also 62 versus 16 Prozent sagen, wir versuchen wirklich, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln oder unser eigenes Aktuelles zu hinterfragen, um nachhaltiger, ökologischer zu werden. Also da spürt man auch, dass da eine viel höhere Beweglichkeit sozusagen vorhanden ist.

Klaus Reichert: Gut zu hören. Also ich finde, das sind schon sehr, sehr gute Nachrichten. Ihr habt diese verschiedenen innovativen Milieus untersucht oder das dann in diese Milieus gegliedert, eure Ergebnisse. Was mir persönlich sehr naheliegt auch aus einem anderen Projekt, sind einfach im Moment diese kooperativen Innovatoren. Kannst du uns da noch ein bisschen was erzählen, was das ausmacht, was da sozusagen die Kompetenzen oder auch vielleicht die Faktoren sind, mit denen die sich beschäftigen? Und vielleicht auch, die Grafik werden wir verlinken, gibt es irgendwelche Handlungsempfehlungen, die euch aufgefallen sind, wie man die aus diesem Follower, aus dem mittleren Feld sozusagen anheben kann in den in den Leader-Bereich rein?

Armando Garcia Schmidt: Ja, also die kooperativen Innovatoren, die sind ja so, also wenn man sich jetzt diese Milieus vorstellt oder diese Kartoffeln, ja, diese Kartoffelgrafik, dann sind die quasi so im mittleren Feld, was tatsächlich so diesen innovativen Erfolg angeht und haben eben tatsächlich so ein Innovationsprofil, was sehr stark auf, das sagt der Name ja schon, so auf Vernetzung, auf Kooperation, Kollaboration, intern aber auch extern zurückgeht. Wir haben so ein bisschen geguckt nochmal auch da, was sind das eigentlich für Unternehmen, die da drin sind? Das sind also diese kooperativen Innovatoren, sind sehr stark dominiert. Oder ich sage mal so, die Schwerpunktbranchen, die da vertreten sind, das sind so unternehmensnahe Dienstleistungen, aber interessanterweise zum Beispiel auch das Baugewerbe, das ist da relativ stark. Also der Anteil vom Baugewerbe ist so um die 9, ich glaube, 10 Prozent in dem Milieu und 27 Prozent so unternehmensnahe Dienstleistungen. In den Unternehmen sind so ungefähr so 160 Beschäftigte, groß, im Schnitt. Das ist also so ungefähr, dass man mal so einen Eindruck hat, was sich da für Unternehmen dahinter verstecken. Und was interessant ist für uns zu sehen, das vielleicht leider, muss man sagen, dieses Milieu doch relativ stark geschrumpft ist. Also es war eigentlich mit die größte Gruppe, meine ich, in der Erstuntersuchung, 25 Prozent aller Unternehmen 2019 haben wir eigentlich zu diesen kooperativen Innovatoren gezählt. 2022, jetzt bei der neuen Untersuchung, waren es nur noch 15 Prozent. Unsere Vermutung ist, dass da viele abgewandert sind, eher zu den, also zu den sogenannten konservativen Innovatoren, die, ja, auch so ein starkes, also so ein mittelstarkes Profil haben, aber eben weniger so auf Kooperation und Austausch, also Förderungen zum Beispiel, fachliche Weiterbildung und so weiter setzen. Denn das ist eigentlich das Kennzeichen. Du fragtest ja, Klaus, was zeichnet eigentlich diese kooperativen Innovatoren aus? Eigentlich zeichnet die wirklich aus vor allem einmal die Kooperation nach innen. Also die haben eine Innovationskultur, wo die wirklich sagen, Teamarbeit und Partizipation unter der Belegschaft zum Thema Innovation ist uns wichtig. Die sehr stark, das ist wirklich ein Kennzeichen, was sehr spannend ist, sehr stark auf fachliche Weiterbildung der Belegschaft setzen und auch auf Förderung des bereichsübergreifenden Austauschs. Also zum Teil, das sind da wahrscheinlich auch kleinere Unternehmen, die eben zum Beispiel keine, du fragtest eben nach FuE-Investition oder FuE-Abteilung, haben die vielleicht zum Teil gar nicht, sondern die sagen, bei uns macht es eben sozusagen wirklich, macht es dieser bereichsübergreifende unternehmensinterne Austausch. Und das ist eigentlich sozusagen das, was wir sozusagen so an diesen, ja, kooperativen Innovatoren so als Besonderheit sehen. Wir können, um es ehrlich zu sagen, nicht 100 Prozent sagen, warum so viele Unternehmen von den kooperativen zu den konservativen Innovatoren gewandert sind. Wir vermuten, dass manche so ein bisschen vorsichtiger geworden sind und auch da eben, wie gesagt, so zurückhaltender geworden sind, was einfach auch diese interne Vernetzung angeht. Du fragtest jetzt so nach den Handlungsempfehlungen, da haben wir so für jedes Milieu so unterschiedliche definiert. Wir haben jetzt so bei den kooperativen Innovatoren gesagt, die könnten auch mal ein bisschen stärker vielleicht, also sie heißen kooperativ vor allem, weil sie, wie gesagt, nach innen hin kooperieren, sie könnten aber, wie auch die anderen Milieus, sehr viel stärker nochmal auch nach außen gehen. Das ist ein Punkt, also wirklich nochmal gucken, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, nochmal über Kunden und Lieferanten hinaus zu schauen, wo sind zum Beispiel bei uns in der Region intelligente Forschungseinrichtungen, mit denen wir zusammenarbeiten können? Wo gibt es aber zum Beispiel auch, darüber haben wir noch gar nicht gesprochen, zum Beispiel vielleicht intelligente Startups, mit denen man irgendwie in Kontakt kommen kann? Das haben wir auch nochmal stark gemacht so im Rahmen von Experimentierräumen oder Reallabor. Es gibt ja mittlerweile auch in vielen Städten, Regionen, so Startup-Centren, sogenannte Accelatoren oder Inkubatoren, wo auch eigentlich die Türen meistens offen sind für Mittelständler.

Klaus Reichert: Du hast auch gerade das Thema Experimentierräume angesprochen. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Bestandteil von einem geförderten, vom Bundesarbeitsministerium geförderten Programm, dem sogenannten INQA-Coaching. Da kann man tatsächlich dann auch vor Ort in seiner Region den passenden Berater oder Berater dann finden und kriegt das Ganze noch zu 80 Prozent gefördert, ja, wenn man da tatsächlich mal loslegen möchte als mittelständisches Unternehmen.

Armando Garcia Schmidt: Ja, ja, ein wichtiger Punkt, finde ich sehr gut. Und ein anderer Punkt übrigens, ich vermute, auch Wasser auf deinen Mühlen als Berater, also ich habe gerade gesagt, also was wir da bei den kooperativen Innovatoren ja sehr stark auch gesehen haben, ich sagte jetzt gerade so, ist so die fachliche Weiterbildung der Belegschaft. Das ist natürlich sehr wichtig. Das finden wir auch gut, das sollen auch die kooperativen Innovator bitte weitermachen. Was wir aber bei fast allen Milieus leider auch sehen und auch bei den kooperativen Innovatoren ist, dass sie wenig zum Beispiel Vermittlung und Fortbildung zu dezidierten Innovationsmethoden in der Belegschaft machen. Kostet natürlich wieder Geld, kostet Zeit. Aber wir glauben, dass das auch ein Weg, wir haben noch gar nicht jetzt über das Thema Fachkräftemangel gesprochen, aber dass da auch ein Weg in die Zukunft gerade für die kleineren Mittelständler ist, die sich eben zum Beispiel keine FuE-Abteilungen jetzt leisten können. Dass man nochmal sehr viel stärker, vielleicht auch mit der Unterstützung von externen Beratern sagt, es ist gut und richtig, wenn unsere vollausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieure sich fachlich weiterbilden in dem Feld, wo sie sowieso schon gut sind. Aber auch diese spezifischen Innovationsmethoden, Tools, wie macht man das, wie bringt man die Leute intern zusammen? Wie kann man auch intern Experimentierräume eröffnen, vielleicht auch Innovationen, die so in den Hinterköpfen der Belegschaft schlummern, heraus kitzeln? Und wir glauben, also da gibt es natürlich, ich sage mal jetzt, auch klassische Managementmethoden, monetäre oder nichtmonetäre Anreizsysteme, die man dann aufsetzen kann.

Klaus Reichert: Ja, aber das ist meistens nicht so wichtig. 

Armando Garcia Schmidt: Aber, genau, ich glaube auch. Also da könnten die Unternehmen wirklich auch, und gerade auch die kooperative Innovatoren, das haben wir gesehen, also da könnten die nochmal viel mehr machen. Das wäre ein echtes Feld, was beackert werden könnte, also wirklich Innovationsmethoden.

Klaus Reichert: Auch zu diesem letzten Punkt eben, das ist etwas, was man tatsächlich als Teil von dem INQA-Coaching trainieren kann, das gibt es tatsächlich als eines dieser Felder, die bearbeitet werden dürfen, sollen, die dann auch gefördert werden. Also danke, dass du es so sagst. Weil, da ist eigentlich Nachhaltigkeit, und zwar das andere nachhaltig sozusagen, das wichtigste Thema, das man tatsächlich lernt, und wenn es nur rudimentär ist, einfach vorzugehen, eine einfache Innovationsmethode sozusagen mal anzuwenden und darauf aufbauend eben Sachen entwickeln zu können, auch wenn ein Berater oder eine Beraterin nicht mit dabei ist, ja, dann erst ist es nachhaltig. Und die Komplexität und die Raffinessen, die kommen so mit der Zeit, das ist dann ja ganz automatisch. Also danke, dass du das so nochmal angesprochen hast. Mir ging es ja auch darum, zu sagen, okay, wie kann ich eben diese kooperativen Innovatoren anheben, weil, ich glaube, das ist ein sehr, sehr sinnvolles Vorgehen. Du hast gesagt, intern ist die Vernetzung da sehr groß. So ein bisschen ein Defizit oder ein Handlungsfeld wäre eben, diese externen Verbindungen, Netzwerke und sowas auszubauen, da helfen sicher auch Cluster und so weiter. Da muss man sich halt einfach auch mal in seiner Gegend umgucken, um zu schauen, wie man sich da am besten ergänzen kann, ja.

Armando Garcia Schmidt: Das stimmt.

Klaus Reichert: Spannender Punkt, finde ich. Jetzt würden diese Handlungsempfehlungen natürlich für andere Innovatorengruppen, Kartoffeln, um in eurem Jargon zu bleiben, die würden anders ausschauen. Ihr habt das aber auch zusammengestellt auf der Webseite, wir verlinken das auch, sodass das quasi jeder für sich dann auch nochmal nachlesen kann. Es ist wirklich sehr greifbar, es sind jetzt nicht unendlich viel, was man da lesen muss, aber es ist immer gleich so kondensiertes Wissen, finde ich. Wir haben über eure Studie gesprochen, wir haben über die Veränderungen gesprochen, die ihr zwischen den beiden Studien sozusagen finden konntet. Ihr macht wahrscheinlich weiter, ihr werdet das wieder machen in ein, zwei, drei, vier Jahren?

Armando Garcia Schmidt: Das stimmt, das haben wir vor, das haben wir vor.

Klaus Reichert: Dann kann man vielleicht auch dieses Thema Corona wieder rausnehmen und wir hoffen, dass es keine anderen großen Krisen in der Zeit dann gibt.

Armando Garcia Schmidt: Richtig, richtig. Richtig, das haben wir vor, die Studie auf jeden Fall zu wiederholen. Richtig, wir hoffen natürlich, dass es keine weiteren Krisen gibt. Spannend wird dann sicher auch nochmal diese Weiterentwicklung des Themas Nachhaltigkeit sein, da werden wir wahrscheinlich nochmal einen Schwerpunkt drauf legen. Und vielleicht auch nochmal spannend zu wissen für die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer des Podcasts, wir überlegen auch gerade, das ist so ein bisschen, da berichte ich jetzt so aus dem Operationsraum sozusagen, wir überlegen gerade, ob es vielleicht auch spannend sein könnte, nochmal auf der Grundlage dieser Studie oder dieses Konzeptes, irgendwie ein interaktives Angebot für Unternehmen zu entwickeln. Also zum Beispiel sowas wie ein Self Assessment Tool, also die Möglichkeit, jetzt nicht  unbedingt 30 Fragen, aber vielleicht über die Beantwortung von einigen Fragen schnell herauszufinden, wo ist eigentlich mein Unternehmen beheimatet oder in was für ein Milieu fällt das und dann zum Beispiel so eine Art von kurzer Handreichung. Also wir werden jetzt nicht euch, Klaus, als Beraterinnen und Berater Konkurrenz machen, das wollen wir nicht, dürfen wir auch nicht als gemeinnützige Institution, aber da so ein bisschen vielleicht so eine, ja, eine Handreichung zu bieten, wohin könnte jetzt eigentlich eine Reise gehen? Was wären jetzt eigentlich die nächsten Schritte, um vielleicht dann doch aus einem Unternehmen, was in diesem Milieu der zufälligen Innovatoren oder der passiven Umsetzer verortet ist, noch ein Unternehmen zu machen, was Richtung konservative Innovatoren oder kooperative Innovatoren oder sogar Technologieführer sich entwickelt?

Klaus Reichert: Ja, ich kann das nur unterstützen, also Konkurrenz, belebt das Geschäft und so weiter. Nein, mir geht es um was anderes, ich glaube, es hat ja auch was mit den Vorgehensweisen zu tun oder mit den Blickrichtungen, die man drauf hat. Ihr habt jetzt diese Milieus als Methode entwickelt, die finde ich persönlich sehr, sehr nachvollziehbar. Decken die alle Themen oder alle Bereiche ab? Nein, genauso wenig wie andere, die so etwas andere Studien machen oder solche Checks schon haben und schon gemacht haben. Deswegen, glaube ich, aber das ist auch nicht wichtig, weil es gibt sehr viele unterschiedliche Anforderungen von den Menschen, die da nach Antworten suchen und auch verschiedene Arten zu denken oder zu, ja, nach Lösungen zu suchen, finde ich und da gibt es kein one size fits all. Also ich habe das bei mir auch gemerkt, ich habe eine Kurzversion des Checks und eine Langversion. Und die Kurzversion, die ist so ein bisschen was, was ihr jetzt gerade ansprecht, aber die hat eine ganz andere Richtung, wie gesagt, es ging um die zehn wichtigen Punkte für Innovation im Unternehmen, die ich definiert habe auf Basis von meinen Recherchen. Und das ist jetzt etwas anderes, was mir gleich hilft, bestimmte Sachen konkret zu lösen. Während bei euch es zum Beispiel auch um eine Einordnung geht, wo ich dann sagen kann, okay, lass uns mal von A nach B zum Beispiel entwickeln. Ja, also insofern ist das alles gut. Und vor allem jemand, der sich wirklich damit beschäftigen will, der wird ja verschiedene von diesen Tests machen, weil er verschiedene Antworten daraus kriegt. Und zwar in relativ kurzer Zeit, das ist ja das Schöne dran.

Armando Garcia Schmidt: Ja, ja.

Klaus Reichert: Ja, also bitte, gerne, gerne, das werden wir auch verlinken im Podcast, wenn es dann so weit ist, weil das bringt dann tatsächlich die interessierten Unternehmer und Unternehmerinnen voran. Also du hast vorhin gesagt, 20 Prozent sind die, die quasi noch als sehr innovativ bezeichnet werden. Ich bin großer Freund von dieser Innovationsdiffusionstheorie, du kennst das. Die ersten zweieinhalb Prozent sind die Innovatoren, dann kommen irgendwie, sagen wir mal einfach so 17,5, das stimmt nicht ganz, also mit den ersten 20 Prozent kannst du arbeiten, die anderen sind einfach nur Follower oder machen gar nichts, bis sie nichts anders können.

Armando Garcia Schmidt: Das stimmt, das stimmt. Das passt ja eigentlich mit unseren Zahlen sogar auch. Aber das stimmt, das stimmt.

Klaus Reichert: Ja, okay. Wenn wir das jetzt noch ganz kurz zusammenfassen könnten und ich weiß, es ist schwierig, aber wir versuchen im Podcast, vom Zuhören ins Machen zu kommen, so ein paar zentrale Handlungsempfehlungen, Erkenntnisse, drei schnelle Tipps für Menschen, die was bewegen wollen. Erster Tipp wäre natürlich, auf eure Webseite gucken und sich da einordnen und nach den Handlungsentwicklungen schauen.

Armando Garcia Schmidt: Klar, ja, also erster Tipp, ja, übernehme ich, der passt. Also auf jeden Fall, ich glaube, unsere Website-OnlineStudie ist da sehr gut, also man kann da wirklich die Handlungsempfehlungen sich sehr schön angucken, auch noch mal durchlesen. Und wir haben es auch da grafisch nochmal aufbereitet, also da kann man wirklich sozusagen für jedes der Milieus drei Handlungsempfehlungen so sich direkt angucken, das ist das eine. Das zweite ist also da, das habe ich jetzt auch schon eben angesprochen, also wir haben wirklich den Eindruck, dass es entscheidend ist, diese Kooperation, Kooperationsfähigkeit, Vernetzung nach außen, also für die Zukunft. Ich habe das vorhin auch gesagt, also so ein Eindruck von uns ist, das jetzt auch so technologisch demnächst das große Thema, also quasi parallel zur Dekarbonisierung, wird dieses Thema der oder der Kreislaufwirtschaft kommen. Und da ist ja, da geht es ja also auch um hochspezifische technologische Fragen, das Schließen von Stoffkreisläufen. Wie kriegt man das hin, dass zum Beispiel bestimmte Materialien wie Metalle, da ist es jetzt sogar einfacher, aber auch Kunststoffe sozusagen immer im Kreislauf gehalten werden? Und da müssen sozusagen wirklich also nicht mehr nur Unternehmen mit sozusagen ihren ersten Kontakten, Lieferanten, alle Lieferanten und den Kunden zusammenarbeiten, sondern im Grunde müssen dann alle die, die so an einer Produktionskette zusammenarbeiten, sich an einen Tisch setzen, gemeinsam innovativ sein, die Dinge entwickeln. Und wir glauben, also auch so hat Deutschland als Standort eigentlich nur eine gute Zukunft, wenn da also die Unternehmen untereinander miteinander arbeiten, also auch sowas wie Cluster stärker werden, die Unternehmen da reingehen, sich auch wirklich so auf Innovationsprozesse gemeinsam mit Mitbewerbern einlassen, soweit es geht. Ich bin mir da auch klar, dass es gefährlich wird, sobald man das vorwettbewerbliche Feld verlässt, da muss man dann immer ein bisschen aufpassen. Aber nichtsdestotrotz, also viele Herausforderungen einfach nicht mehr alleine zu meistern. Dasselbe gilt eben, wie gesagt, für Kooperationspartner, Startups, Kooperationspartner Wissenschaft, Berater, hast du auch gesagt, sich bitte auch da einlassen. Nicht glauben, man kann alles alleine lösen, sondern sich durchaus auch immer mal wieder von außen infrage stellen lassen, Hilfe holen. Also das wäre der andere große Punkt, bitte vernetzen, kooperieren, zusammenarbeiten. Und der dritte Punkt tatsächlich, ja, auch die Augen und Ohren offenhalten, was so diese großen Veränderungsthemen angeht. Also ich glaube, wer heute noch sagt so, Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, das geht mich nichts an, ich halte hier an meinem alten Trott fest und wir produzieren unser Produkt und egal, wie viel CO2 da emittiert wird, der wird keine Zukunft haben. Also ich glaube wirklich, dass da die Unternehmen, es wird auch immer mehr eingefordert werden. Wir haben heute gar nicht über diese anderen großen Themen, die dann noch kommen, neue Berichtserstattungspflichten und so weiter, gesprochen. Aber ich glaube, die Unternehmen sind wirklich gut beraten, wenn die eher früher als später sagen, wir werden selber aktiv, also eröffnen uns, werden innovativ. Beschäftigen uns wirklich mit der Frage, wo stehen wir in 20 Jahren, wie verhalten wir uns zu diesen Fragen der Nachhaltigkeit, vor allem auch dann zum Beispiel der Circular Economy? Wie verhalten wir uns grundsätzlich zum Thema Innovation? Müssen wir vielleicht jetzt, eher früher als später, auch unser Geschäftsmodell vielleicht sogar infrage stellen und da Hand anlegen, das weiterentwickeln? Also da die Aufforderung, tut es jetzt, besser ihr tut es jetzt selber, als ihr steht irgendwann da und dann ist nichts mehr zu retten.

Klaus Reichert: Vielen Dank, Armando, dass du dir heute die Zeit genommen hast für den Podcast.

Armando Garcia Schmidt: Sehr gerne. Es hat mir Spaß gemacht, Klaus, war eine spannende Unterhaltung.

Klaus Reichert: Das war der Smart Innovation Podcast. Er wurde mit einem interessierten Publikum live aufgenommen. Vielen Dank fürs Dabeisein und Zuhören. Diese Episode gibt es auch zum Lesen, der direkte Link ist in den Shownotes. Noch kein Abonnent? Die Show ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen und meine Kontaktdaten sind bei klausreichert.de/podcast, dort gibt es auch eine Übersicht der nächsten Liveaufnahme-Termine. Ich bin Klaus Reichert und das war der Smart Innovation Podcast. 

Über

Dr. Klaus Reichert

Hallo, Klaus Reichert hier. Ich bin unabhängiger Berater und kreativer Business Coach mit Herzblut für Innovation und begleite Unternehmen auf dem Weg von der Vision zu enkeltauglichen Leistungen. Mein Standort ist Baden-Württemberg.

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