Julia Kovar-Mühlhausen über Klimaschutz Innovation durch CO2-Kompensation für Unternehmen

In dieser Episode des Smart Innovation Podcast ist Julia Kovar-Mühlhausen meine Gesprächspartnerin. Wir unterhalten uns über Klimaschutz: Innovation durch CO2-Kompensation für Unternehmen.

Klimaschutz Maßnahmen sind wichtige Innovationstreiber für Unternehmen. Die Kompensation von CO2-Emissionen ist dabei ein wichtiges Mittel, die Entwicklung hin zur Klimaneutralität voran zu treiben. Mit der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg wurde eine Institution geschaffen, die Unternehmen, Kommunen und Menschen auf diesem Weg begleitet & Klimaschutzprojekte initiieren wird. Die Stiftung fördert Forschung und Entwicklung sowie Bildungsprojekte im Bereich Klimaschutz. Außerdem können das Land, Kommunen, Unternehmen und alle Bürgerinnen und Bürger über Kompensationszahlungen ihre CO2-Emissionen ausgleichen und so klimaneutral werden. Die Klimaschutzstiftung ist eine Unterstiftung der BW Stiftung, eine der größten Stiftungen Deutschlands, die seit dem Jahr 2000 eine Mrd. € in Baden-Württemberg investiert hat.

Julia Kovar-Mühlhausen

Über

Julia Kovar-Mühlhausen leitet seit Februar 2021 die neue Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg und verantwortet den Aufbau, die strategische Positionierung und Ausrichtung der Stiftung. Nebenberuflich ist die Mutter einer Tochter Dozentin für Unternehmenskommunikation an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und tritt als Speakerin auf. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen MBA in Communication Management.

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Die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg berät Unternehmen beim Einstieg in das Thema CO2-Reduktion und Kompensation. Eine wichtige Hilfe auf dem Weg: Visioning.

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Transkript

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Julia Kovar-Mühlhausen: Dann wird für Unternehmen die Frage sein, wie kann ich da auch meinen finanziellen Aufwand, den ich eben habe für Kompensation aktuell, einfach reduzieren in den kommenden Jahren. Und das, denke ich, führt zwangsläufig zu Innovation und zu einem notwendigen Umdenken.

Willkommen beim Smart Innovation Podcast! Mein Name ist Klaus Reichert. Ich bin Unternehmensberater und Businesscoach für Innovationen. Von Baden-Württemberg aus begleite ich zukunftsorientierte Unternehmer und Unternehmerinnen sowie ihre Teams remote. Im Smart Innovation Podcast spreche ich mit engagierten und kreativen Menschen über Innovationen, über Innovationsmanagement, Unternehmertum und Verantwortung, gerade im Kontext des Klimawandels. Es geht um innovative, agile Organisationen mit Vision, Dynamik und Energie, sowie den passenden Vorgehensweisen Neues auch enkeltauglich zu entwerfen. Ebenso geht es um wechselnde aktuelle Themen wie neue Geschäftsmodelle, nachhaltige Produkte und digitale Dienstleistungen. Bei den Live-Aufnahmen haben die Teilnehmenden Gelegenheit sich einzubringen, Fragen zu stellen und mitzureden. Neue Episoden erscheinen dann zum Wochenende. Die aktuellen Termine und alle bisherigen Folgen sind auf klausreichert.de/podcast. In jeder Folge gibt es ein kurzzeitig verfügbares Angebot. So wird Innovation für die Teilnehmenden lebendig und gleich umsetzbar. Der direkte Link zur Episode ist in den Shownotes. Dort gibt es auch weiterführende Informationen, Videos und ein Transkript.

Klaus Reichert: Es geht heute im Smart Innovation Podcast um das Thema Klimaschutz, Innovationen durch CO2-Kompensation für Unternehmen. Meine Gesprächspartnerin ist Julia Kovar-Mühlhausen. Julia Kovar-Mühlhausen leitet seit Februar 2021 die neue Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg und verantwortet den Aufbau, die strategische Positionierung und die Ausrichtung der Stiftung. Mit dieser Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg wurde eine Institution geschaffen, die Unternehmen, Kommunen und Menschen auf dem Weg begleitet, Klimaschutzprojekte zu initiieren. Die Stiftung fördert Forschung, Entwicklung sowie Bildungsprojekte im Bereich Klimaschutz. Außerdem können das Land, Kommunen, Unternehmen und alle Bürgerinnen und Bürger über Kompensationszahlungen ihre CO2-Emissionen ausgleichen und so klimaneutral werden. Die Klimaschutzstiftung ist eine Unterstiftung der BW Stiftung, eine der größten Stiftungen Deutschlands, die es seit dem Jahr 2000 gibt und bislang 1 Milliarde Euro in Baden-Württemberg investiert hat. Herzlich willkommen, Julia!

Julia Kovar-Mühlhausen: Hallo, vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

Klaus Reichert: Julia, ich freue mich, dass du dabei bist. Und zwar, du bist ja jetzt die Leiterin der neuen Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg, das heißt also, wir reden da von einem ganz, ganz frischen Projekt. Und bevor wir eintauchen in das Thema CO2-Kompensation mit all seinen Tiefen und Spezifika, sollten wir doch ganz kurz erläutern, was diese Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg denn eigentlich ist.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja, gerne! Du hast ja viel schon gesagt gerade in deiner Einleitung. Wir sind noch sehr jung, uns gibt’s seit dem 1. Januar diesen Jahres. Das Land hatte in den vergangenen zwei Jahren die Idee, eben vorwiegend für das Thema CO2-Kompensation – womit das zu tun hat, kann ich gleich noch erklären – eine eigene Institution ins Leben zu rufen. Und so sind wir entstanden. Dann hatten wir eben überlegt, wie macht man das denn am besten? Und dann kam die Baden-Württemberg Stiftung ins Spiel, die schon 20 Jahre alt ist, gemeinnützig und eine der größten Stiftungen Deutschlands und eben eine große Rolle hier in Baden-Württemberg spielt. Und dann hat man geschaut, ob man nicht aus der Klimaschutzstiftung ein ähnliches Konstrukt eben auch vor allem gemeinnützig und als Tochter des Landes bauen kann. Und so sind wir entstanden jetzt als Tochter der Baden-Württemberg Stiftung. Warum Tochter? Weil das eben letzten Endes viel effizienter ist, weil wir den ganzen Verwaltungsapparat der BW Stiftung mitnutzen können und wir uns eben in der Klimaschutzstiftung wirklich nur auf das konzentrieren können, was wir tun, nämlich Klimaschutz. Und wir brauchen keinen Overhead mehr, denn den stellt uns die BW Stiftung.

Klaus Reichert: Hört sich nach einem wirklich schlauen Vorgehen an. Das ist ja recht weit verbreitet im Stiftungsumfeld. In jedem Falle habt ihr dadurch die Möglichkeit, euch auf das Thema zu fokussieren. Ihr seid da jetzt noch ziemlich neu, ihr habt natürlich schon viel vorgedacht, das ist ja ganz klar. Was mich interessieren würde, ist, warum machst du speziell bei dem Thema mit? Was reizt dich an dem Thema Klimaschutz?

Julia Kovar-Mühlhausen: Mich reizt eigentlich alles daran. Ich meine, letzten Endes war das eine persönliche Entscheidung von mir sozusagen, weg aus meiner Rolle als Kommunikatorin, rein in eine ganz für mich auch relativ neue fachliche Position zu gehen und mich jetzt um dieses Thema zu kümmern. Aber ich glaube, die Frage ist ja relativ leicht beantwortet. Ich denke, wenn uns das Thema Klimaschutz jetzt nichts angeht, wann sollte es uns dann was angehen? Also sozusagen, wir wissen alle mittlerweile, die nächsten fünf bis maximal zehn Jahre sind entscheidend. Wenn es aus meiner Sicht sozusagen zwei Megathemen, wenn man das überhaupt so nennen kann, weltweit gibt, dann ist das Klimaschutz und das andere ist vielleicht noch Digitalisierung. Und ich weiß nicht, also ich glaube, man kann ja fast nicht sagen, dass man sich dafür nicht interessiert. Ich bin jemand, die es ganz gerne mag, jeden Tag auch was Neues hinzu zu lernen und das tue ich jetzt seit einem guten halben Jahr und das finde ich einfach so toll. Und natürlich spornt mich super an, dass man damit in Baden-Württemberg und vielleicht auch darüber hinaus noch wahnsinnig viel bewegen kann, weil ich jeden Tag sehe, wie viel Potenzial in dem liegt, was ich tue. Und ich glaube, was Besseres gibt’s ja fast gar nicht.

Klaus Reichert: Das Thema ist ja eigentlich nicht wirklich ein neues, es hat halt nur sehr, sehr lange auch gedauert, bis es in der Gesellschaft ankommt, bis es wahrgenommen wird, bis es tatsächlich auch gespürt wird, die Auswirkungen, um dann tatsächlich auch was zu tun. Das ist ja auch etwas, worüber wir uns heute unterhalten wollen, die Möglichkeiten, die sozusagen aus der Bedrohung heraus entstehen. Das ist auch etwas, was mich dann häufig antreibt, zu sagen, Mensch, wie kann ich die Chance in dem Ganzen nutzen für Innovationen im Unternehmen. Bevor wir da einsteigen, sollten wir wahrscheinlich kurz drüber sprechen, worüber wir denn eigentlich sprechen, was das Thema zum Beispiel CO2-Kompensation bedeutet, wie ihr das angeht, was ihr da vorhabt. Kannst du es kurz in wenigen Worten erläutern bitte?

Julia Kovar-Mühlhausen: Ich kann’s versuchen zumindest, denn es ist natürlich ein sehr komplexes Thema, vielleicht gar nicht, aber unbedingt auf den ersten Blick so komplex. CO2-Kompensation ist ja erst mal nichts anderes als Ausgleich, also Kompensation bedeutet Ausgleich. Warum machen wir das? Weil wir uns zum einen in Baden-Württemberg befinden. Baden-Württemberg hat seit kurzem das ehrgeizigste Klimaschutzziel aller Bundesländer, nämlich Klimaneutralität bis ins Jahr 2040. Die Landesverwaltung selbst, zu der wir auch gehören, hat ein noch ehrgeizigeres Ziel, nämlich zehn Jahre früher bis 2030. Gibt’s auch in keinem anderen Bundesland. Und wir befinden uns natürlich in der Bundesrepublik, die jetzt selbst auch sozusagen angestoßen durch die Fridays for Future Bewegung und andere jetzt auch ein ehrgeiziges Klimaschutzziel verfolgt. Aber ganz wichtig ist, wir befinden uns innerhalb der EU. Und die EU hat das Ziel, bis ins Jahr 2050 erster klimaneutraler Kontinent zu werden. Gibt’s übrigens auch noch keinen anderen Kontinent, der sich dieses Ziel gesetzt hat. Also müssen wir uns fragen, wie schaffen wir das denn? Das bedeutet Einsparungen global gesehen von 7,6 % CO2 weniger emittieren jedes Jahr. Und das ist wahnsinnig viel. Also wir sprechen hier von einigen Megatonnen Einsparungen jedes Jahr. Und bedeutet: Man muss jeden Hebel, den wir zur Verfügung haben, in Bewegung setzen, um das überhaupt erreichen zu können. Und Kompensation ist eben ein Hebel, wo mir ganz, ganz wichtig ist, dazu zu sagen und auch zu verstehen, dass das natürlich überhaupt nicht und niemals der einzige Hebel sein darf. Also das darf nicht sein. Es muss auch der letzte Hebel innerhalb einer Kette von Wirkmechanismen sein. Aber was man eben bei Kompensation wissen muss, das wirkt sofort und unmittelbar und es ist ein Instrument, das wir jetzt zur Verfügung haben. Es gibt eben noch viele Instrumente, vor allem, wenn wir darauf gucken, CO2 sofort zu vermeiden und erheblich zu reduzieren, die in dem Maße noch nicht da sind oder einfach nicht so schnell verfügbar oder nicht so schnell umsetzbar. Für diesen Zeitraum, also wir reden beim Thema Kompensation vielleicht noch von 20 bis 25 Jahren, wo das überhaupt ein Instrument, Mittel der Wahl sein kann, da können wir eben direkt hin fassen, wir können es direkt nutzen. Und die Projekte, zu denen ich auch gerne gleich noch ein bisschen was erzählen kann, finden eben aktuell vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern im globalen Süden statt. Wir sozusagen zielen damit auf Gebiete, auf Regionen der Erde ab, die mit am meisten vom Klimawandel betroffen sind und die durch Kompensation auch unmittelbar am meisten profitieren können. Also das ist sozusagen so eine Kette von positiven Effekten, die man damit in Gang setzt und die wir anbieten jetzt – du hast es gesagt – für Unternehmen, aber auch für Städte und Kommunen, für die das auch ein Thema ist, die eben sozusagen in diesem (unv. #00:11:31.9# Klang?) in Baden-Württemberg, in Europa jetzt alle gefragt sind, auch in den nächsten 20, 25 Jahren klimaneutral zu werden. Aber auch für Bürgerinnen und Bürger, das heißt auch du, wenn du zum Beispiel drüber nachdenkst, deine Urlaubsfahrt mit dem Auto nach Italien oder wohin auch immer …

Klaus Reichert: Wir fahren elektrisch.

Julia Kovar-Mühlhausen: …, ja, dann noch besser. Aber auch da haben wir Emissionen, aber egal. Also darüber nachzudenken, das zu kompensieren, auch dafür sind wir da. Sozusagen jeder, jede, der oder die möchte, kann ab sofort dafür zu uns kommen.

Klaus Reichert: Das heißt also: Was ich nicht geschafft habe zu reduzieren oder zu vermeiden an CO2-Emissionen, ich bleibe jetzt gerade mal beim Unternehmen oder auch bei der Kommune, durch meine Produktion zum Beispiel, das kann ich dann über ein Produkt, das ihr habt, kompensieren, sodass ich am Ende eine Art Klimaneutralität erreichen kann. Und vor allem durch das Thema Kompensation, das ja trotzdem verbunden ist mit CO2-Emissionen dann an anderer Stelle dafür sorgt, dass dann dort kein CO2 mehr emittiert wird, durch zum Beispiel Projekte, auf die wir gleich auch noch eingehen werden.

Julia Kovar-Mühlhausen: Genau! Was bei uns wichtig ist zu wissen, das betonen wir auch immer, ich spreche mit ganz vielen Unternehmen oder auch Branchenverbänden oder IHKs oder was auch immer, ich sag immer, Unternehmen, die keine Anstrengungen unternehmen wollen und jetzt sozusagen als erstes Mittel der Wahl zur Kompensation greifen möchten, weil sie halt denken, dass Klimaneutralität jetzt ganz in ist, die sollen bitte woanders hingehen. Die haben auf dem freien Markt ganz, ganz viele Anbieter zur Auswahl, die sie nicht nach ihrem Hintergrund fragen werden und die dort kompensieren können. Und das sollen sie dann tun. Bei uns funktioniert das ein bisschen anders. Ich frag jeden, der zu uns kommt: Habt ihr denn einen Überblick über eure CO2-Bilanz und wie seid ihr zu diesem Überblick gekommen? Gibt es Mechanismen, anhand derer ihr überhaupt bilanziert? Dann kommt da entweder ein Ja, wir wissen es schon genau, oder wir machen uns gerade auf dem Weg, wir machen das mit einem Gutachter gemeinsam, wir haben intern, weiß ich nicht, eine Stelle, die sich damit beschäftigt oder so, und wir nähern uns einer CO2-Bilanzierung an. Dann sag ich schon mal: Gut, okay. Und habt ihr da Potenziale abgeleitet? Das sind also Fragen, die wir stellen und die ich auch beantwortet haben möchte, bevor es sozusagen zum Mittel der Wahl der Kompensation bei uns kommt. Weil, wie gesagt, das ist eben nur ein ergänzendes Instrument und wir würden uns als Landesinstitution damit schwertun, wenn wir das Gefühl hätten, jemand will sich damit letztendlich reinwaschen. Man spricht ja da so oft auch von Greenwashing. Das ist eben das, was wir nicht möchten. Wir sagen, für die Restemissionen, das ist so ein wichtiger Begriff, also die Restemissionen, die bleiben, ist Kompensation ein gutes Mittel der Wahl. Mit dem Begriff der Klimaneutralität bin ich auch immer sehr vorsichtig, weil damit sehr, sehr stark um sich geworfen wird in der letzten Zeit. Auch wenn man mal so in die Werbung schaut in letzter Zeit, da ist irgendwie so gefühlt jedes fünfte Produkt langsam klimaneutral. Und man muss sich natürlich schon fragen, wie sowas zustande kommt? Ich glaube, in dieser inflationären Art und Weise, wie das jetzt mittlerweile gebraucht wird, ist das wahrscheinlich seriös nicht unbedingt immer belegbar. Also ich bin damit vorsichtig, ich kann aber auch sagen, dass ich bis jetzt die Erfahrung gemacht habe, die Unternehmen, die zu uns kommen, meinen es ernst. Weil ich glaube einfach, die, die das weniger tun oder da auch von einem seriösen Ansatz nicht überzeugt sind, die kommen wahrscheinlich auch nicht zu einer Landesinstitution und kompensieren mit uns. Die gehen dann woanders hin.

Klaus Reichert: Ich kann das auch gut verstehen. Also ich habe vor kurzem Sprudel gekauft, der war klimaneutral. Da hab ich’s noch einigermaßen geglaubt. Da wusste ich, dass die viele Solar-Paneele zum Beispiel haben und, und, und. Auch aus dem Ländle, ne. Und ich selbst sage das bei mir, dass ich klimaneutrale Beratung anbiete, ich mache aber klimaneutral in Anführungszeichen und versuche es dann auch kurz zu erläutern, weil es natürlich tatsächlich ein bisschen schwierig als Begriff mittlerweile wird. Nichtsdestotrotz ist es ganz gut, wenn man darüber sich die Gedanken macht, um dann eben diesen Einstieg zu finden in den Schritten, die du gerade angesprochen hast. Was ich aber auch verstanden habe, ist, dass bei euch Qualität im Vordergrund steckt. Also es gibt ja unterschiedlichste Stufen der Kompensation, auch unterschiedliche Qualitätsmerkmale oder Stufen und Zertifizierungen, die dahinterstecken. Bevor wird darauf eingehen, sollten wir vielleicht auch mal gucken, was denn so Projekte sind, die damit gefördert werden, damit man es sich einfach ein bisschen besser vorstellen kann.

Julia Kovar-Mühlhausen: Genau! Also aktuell haben wir Projekte im Angebot, wie gesagt, in Entwicklungs- und Schwellenländern, die wir gemeinsam mit Partnern anbieten, die zum Beispiel über einen gängigen Ansatz in der Kompensation arbeiten wie dem Austausch einer stark veralteten Technologie, die sehr, sehr viel Brennholz verbraucht, mit einer, ich sag jetzt mal, technologisch fortgeschrittenen, hochwertigen Technologie, über die entweder kein Brennholz mehr vor Ort lokal verbraucht wird oder sehr, sehr viel weniger, nur noch ein Bruchteil davon. Ich gebe ein Beispiel: In sehr, sehr vielen Ländern des afrikanischen Kontinents wird immer noch sehr traditionell gekocht, nämlich auf ganz offenen, sehr, sehr großen Feuerstellen. Da wird wahnsinnig viel Brennholz vor Ort verbraucht, oftmals in Regionen, die noch ursprünglichen Regenwald haben, der dafür abgeholzt wird. Was eine Kette unglücklicher Umstände nach sich zieht, nämlich zum Beispiel, dass Populationen bedrohter Arten dadurch aussterben, weil ihnen einfach der Lebensraum verloren geht, Wasser zu Neige geht, weil Erosion entsteht und so weiter. Also ganz viele unglückliche Zusammenhänge. Das verhindert man dadurch, indem der lokalen Bevölkerung zum Beispiel solarbetriebene Kocher angeboten werden, die die Bevölkerung vor Ort im Übrigen kaufen muss. Also die werden nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, weil man über sozusagen dieses Instrument des Kaufes und auch Finanzierung über Mikrokredite sicherstellt, dass das auch wirklich benutzt wird. Und diese Kocher werden zum Beispiel solarbetrieben, sind aber oft einfach auch so effizient tongebrannt und viel, viel kleiner und komprimierter als diese großen offenen Feuerstellen, dass man eben kaum mehr Holz zum Betreiben braucht. Diesen Effekt sozusagen, dieses Einsparen des Holzes, weniger Abholzen des Waldes vor Ort, übersetzt man dann in einen Effekt auf die Einsparung von CO2. Solche Projekte laufen auch erstmal über Jahre an, bevor man überhaupt – man spricht dann von Zertifikaten – diese Zertifikate generiert, die du dann zum Beispiel oder eben ein Unternehmen am Ende kaufen kann, um diese Projekte zu unterstützen. Also das ist ein Wirkmechanismus, wie das funktioniert. Andere Projekte, die wir jetzt nicht im Angebot haben, aber das sagt eben vielen Leuten was, ist Aufforstung. Also es werden einfach Wälder aufgeforstet, dadurch mehr CO2 gebunden und darüber dann Zertifikate verkauft. Da gibt’s ganz, ganz unterschiedliche Ansätze letzten Endes. Woran wir uns orientieren, ist immer der höchstmögliche Standard. Und einer dieser Standards nennt sich Goldstandard, der auf dem internationalen Markt sehr gängig ist und sehr wichtig ist. Und die Projekte, die wir anbieten, sind Goldstandard-zertifiziert. Darüber stellen wir sicher, dass die Projekte nachhaltig sind, langfristig sind, dass die jährlich geprüft werden und dass sie – ganz wichtig – in den Ländern zusätzlich entstanden sind. Weil das ist ein Problemfeld, sage ich jetzt mal, innerhalb der Kompensation, wenn sozusagen Projekte vor Ort schon umgesetzt worden sind. Also da sind zum Beispiel Solaranlagen auf Dächer gepflanzt worden, die sind ohnehin da, und dann werden daraus noch Zertifikate generiert und verkauft. Da kann man sich ausmalen, dass einfach die Kompensation eigentlich umsonst ist und sich so auch nicht nennen dürfte. Das ist etwas, was der Goldstandard verhindert. Und genau an dem orientieren wir uns.

Klaus Reichert: Wir hatten da ja auch schon eine Episode im Gespräch mit dem Rainer Grießhammer vom Öko-Institut – ich werde den auch verlinken dann auf der Episoden-Webseite – wo er auf dieses Thema etwas genauer noch eingeht. Das heißt also, man kommt zu euch, hat schon möglichst viel gemacht oder ist auf einem guten Weg. Ihr helft mit sehr hilfreichen Angeboten dann bei der CO2-Kompensation. Diese findet im Moment woanders statt, also nicht in Baden-Württemberg. Das sind Projekte, die woanders stattfinden. Schlussendlich ist es egal, die Welt ist sozusagen, ist dieselbe Luft überall. Habt ihr das auch vor, dass ihr dann auch zum Beispiel Projekte in Deutschland oder in Baden-Württemberg dann damit fördert?

Julia Kovar-Mühlhausen: Haben wir vor. Ja. Und ich hoffe auch, dass das möglichst zügig der Fall sein wird. Da gibt’s aber Hürden auf dem hiesigen Markt, das muss man wissen. Ich will da auch gar nicht zu tief einsteigen, aber nur so vielleicht kurz für den Hintergrund, wieso es in Deutschland bislang so gut wie keine zertifizierten oder standardisierten Projekte gibt. Wir hatten bis Ende letzten Jahres die Gültigkeit des Kyoto-Protokolls, also sozusagen des ersten globalen großen Klimaschutzabkommens. Das wurde jetzt abgelöst vom Pariser Klimaschutzabkommen. Und noch unter Kyoto waren im Prinzip nur die Industrieländer Mitglieder in diesem Kyoto-Protokoll. Entwicklungs- und Schwellenländer waren ausgenommen. Deshalb konnten Kompensations-Projekte ohne Probleme in diesen Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden. Die haben unter Kyoto keine Rolle gespielt. Bedeutet: Wenn jetzt also Deutschland oder ein deutsches Unternehmen sich aus einem Projekt in Uganda Zertifikate zur Kompensation gekauft hat, durfte Deutschland oder sich dieses Unternehmen das in die Bilanz reinschreiben. Uganda war sozusagen raus, weil es hatte kein Klimaschutzziel. Jetzt unter Paris hat sich das alles geändert, jetzt müssen alle Länder dieser Erde berücksichtigt werden. Alle sozusagen sind mal per se im Pariser Klimaschutzabkommen mit drin. Und sozusagen dieses Thema Kyoto-Protokoll erklärt, wieso es da seither in Deutschland keine Bestrebungen gab. Weil man hat natürlich diese Kompensations-Projekte quasi ausschließlich in Entwicklungs- und Schwellenländern gemacht, weil die eben nicht unters Kyoto-Protokoll gefallen sind. Jetzt haben wir eine völlig unterschiedliche, andere Grundlage seit diesem Jahr. Bedeutet: Jetzt kommt auch langsam ins Spiel zu schauen: Was kann man denn eigentlich in Deutschland machen, was kann man in der EU machen? Es wird aber daraus rauslaufen, darauf deuten alle Zeichen, dass wir zwar hierzulande was machen können, es aber weiterhin nicht Kompensation nennen dürfen, weil die EU sich alles, was man hierzulande macht, in ihr EU-Budget rechnen wird, also sozusagen ihre eigenen Klimaschutzziele. Bedeutet: Wenn du jetzt hier ein Moor wieder vernässt oder einen Wald aufforstest und damit CO2 bindest, wird das in die EU-Bilanz geschlagen. Aber: Was wir vorhaben eben ist, Projekte in unser Portfolio mit aufzunehmen, vorwiegend in Baden-Württemberg natürlich, die vielversprechend sind. Das können sein, Wieder-Vernässung von Mooren. Großes Potenzial, allerdings in Baden-Württemberg im Vergleich relativ wenig Fläche. Das kann sein Humusaufbau auf Ackerflächen. Ein großes, wie soll ich sagen, interessantes Anreizsystem für Landwirte, die auch zu leiden haben unter dem Klimawandel auf der einen Seite und wo jeder sagt, Landwirte, macht auch mal was zum Thema Klimaschutz. Die haben zum Beispiel die Möglichkeit ihre Ackerflächen nicht ein halbes Jahr brachliegen zu lassen, sondern so zu bepflanzen, dass die immer begrünt sind. Ergo: Da wird mehr CO2 gebunden. Es wird Humus aufgebaut. Also sozusagen der Boden wird fruchtbarer und Böden binden unheimlich viel CO2, wissen wir heute. Hat man vor ein paar Jahre noch nicht gewusst. Das sind also Potenziale, die wir gerne mit heben wollen und mit anbieten wollen in Baden-Württemberg. Aber ich gehe davon aus, dass die Kompensation, also die eigentliche Kompensation, der Erwerb von Zertifikaten, weiterhin eher im globalen Süden stattfinden wird. Und das, was man hier in Baden-Württemberg macht, dient dem Engagement von Unternehmen on top. Also das machen dann Unternehmen, die sagen: Wir wollen aber gerne noch zusätzlich was machen. Wir wollen mit unserem Engagement darüber hinausgehen, wir wollen noch mehr machen. Und da haben wir vor, dann sozusagen ein Mischmodell zwischen Zertifikaten, Engagement in Entwicklungsländern und Engagement in Baden-Württemberg anzubieten. Das wäre unser Ziel.

Klaus Reichert: Das hört sich ja spannend an. Ihr habt jetzt vor kurzem erst angefangen, das wird sich natürlich noch weiterentwickeln, da bin ich auch schon sehr darauf gespannt. Was mir jetzt auch als Frage kam, ist: Ihr nehmt natürlich auch, wenn jetzt ein Unternehmen oder eine Kommune nicht aus Baden-Württemberg kommt, arbeitet ihr ja trotzdem mit denen zusammen, oder?

Julia Kovar-Mühlhausen: Natürlich! Zu uns kann jeder kommen. Wir freuen uns über alle ernsthaft am Klimaschutz interessierten Unternehmen.

Klaus Reichert: Verstanden! Also das finde ich auch eine gute Sache. Weil wahrscheinlich werden ja auch in anderen Bundesländern solche Sachen mit der Zeit mal auftauchen. Aber wenn ihr jetzt da vorne dran seid, dann werdet ihr sicher auch eben Unternehmen aus anderen Ländern dann mitbekommen.

Julia Kovar-Mühlhausen: Es wäre wünschenswert, wäre schön. Ja.

Klaus Reichert: Ja. Also es wird ja immer mehr, es wird ja immer mehr zum Thema. Habt ihr so ein Wunschprofil, also wenn du sagst, Mensch, Kommune, Unternehmen, mit wem würdet ihr denn so am liebsten zusammenarbeiten? Gibt’s da bestimmte Größen zum Beispiel oder bestimmte Branchen?

Julia Kovar-Mühlhausen: Ach, das ist schwierig zu sagen. Ich glaube, eigentlich nicht. Ich denke dann eher andersrum vielleicht, wer passt vielleicht besonders gut zu uns. Oder zu wem passen wir am besten, würde ich mich vielleicht fragen. Das sind wahrscheinlich schon – das sehe ich jetzt auch schon – KMU, also vorwiegend mittelständische Unternehmen, die stark in der Region verwurzelt sind, die einen großen Bezug zu Baden-Württemberg haben, die ihre Arbeitsplätze hier haben. Die sagen, wir schätzen das erst mal, mit einer Landeseinrichtung, die top seriös ist, zusammenzuarbeiten. Und eben noch mit einer Einrichtung, die eben auch hier ansässig ist. Da komme ich vielleicht noch zu einem Punkt, den ich noch nicht erwähnt habe. Was man bei uns auch noch dazu wissen muss, ist: Wenn man bei uns kompensiert, behalten wir einen kleinen Teil ein, der sozusagen bei der Klimaschutzstiftung verbleibt und den wir – das ist auch jetzt schon so – zu 100 % gemeinnützig in Baden-Württemberg einsetzen. Also entweder für unsere Bildungsprojekte im Land, für unsere Forschungsprojekte im Land, alles immer klimaschutzbezogen, können aber in Zukunft auch andere Vorhaben noch hinzukommen. Das ist eigentlich ein Punkt, der die Unternehmen hier eben am meisten interessiert. Dass die halt sagen, aha, okay, so ein Angebot bietet mir jetzt eben kein anderer. Ich kann bei niemand anderem kompensieren und ein Teil schon jetzt sozusagen verbleibt in Baden-Württemberg absolut gemeinnützig. Deshalb denke ich, es sind halt die Unternehmen, die einen regionalen Bezug haben vorwiegend. Und es sind auch wahrscheinlich eher die KMU als die ganz, ganz Großen. Weil die ganz, ganz Großen aus meiner Erfahrung einfach schon andere Modelle und Mechanismen haben, um zu kompensieren, teilweise eigene Zertifikate generieren, wie auch immer. Also sozusagen die große Breite der ganz interessanten KMU, das sind, glaube ich, eigentlich die, zu denen wir gut passen, die zu uns gut passen.

Klaus Reichert: Das Ganze ist ja auch freiwillig. Da gibt’s im Moment noch keinen Zwang dazu. Das Thema ist im ständigen Fluss, auch was das Thema Zertifikate und sowas angeht. Siehst du das, wann es zum Beispiel zu einer Art Mainstream-Sache wird, wann zum Beispiel auch der Kapitalmarkt regelrecht danach fragen wird, wann vielleicht Investoren darauf bestehen werden, dass sowas dann tatsächlich passiert? Ist sowas schon absehbar, dass wir vom Freiwilligen ins jetzt vielleicht nicht gezwungene, aber quasi genudgte Verhalten kommen?

Julia Kovar-Mühlhausen: Ich glaube, das dauert überhaupt nicht mehr lange, wenn das nicht sogar teilweise schon da ist. Wir haben einfach von Großunternehmen wie Daimler zum Beispiel durch das Lieferkettengesetz, was schon in Kraft ist, sehen wir schon jetzt, dass einfach der Druck auf Lieferanten immens wächst, natürlich auch in puncto Nachhaltigkeit. Und da wird sicherlich – und das wird nicht mehr lange dauern – irgendwann die Frage kommen: Wie sieht’s mit eurer CO2-Bilanzierung aus? Könnt ihr mir Klimaneutralität anbieten? Und dann wird es natürlich eng für diejenigen, die bis dahin nichts gemacht haben und vielleicht noch nicht mal eine Übersicht über ihre CO2-Bilanz haben. Also von daher, ich denke nicht, dass man sozusagen den verpflichtenden Markt, den es ja global und auch in der EU gesehen schon gibt, erweitern wird, das sehe ich nicht. Aber ich glaube, der Druck wächst einfach sozusagen per se über das, was ich gerade beschrieben habe, aber auch über den Kapitalmarkt. Da gibt’s ein ganz berühmtes Zitat von Larry Fink, CEO von BlackRock, aus dem Jahr 2018, der gesagt hat: In fünf Jahren werden wir sehen, dass jedes Unternehmen am Kapitalmarkt nach seinen Klimaschutzzielen gefragt werden wird. Und klar, ich meine, jetzt der Kapitalmarkt, das ist natürlich absolut gesehen sozusagen auch nur ein kleiner Teil aller Unternehmen. Bloß wenn der dann in seiner Lieferkette sozusagen runterdelegiert und das Ganze weitergibt, dann betrifft das dann eben am Ende doch einen Großteil. Also von daher, ich glaube, je schneller man sich mit dem Thema beschäftigt, desto besser.

Klaus Reichert: Und BlackRock, die können rechnen, die wissen, was da auf sie zukommt. Wenn die das sagen, dann ist da schon ziemlich Power dahinter, ums mal platt zu sagen, als ich glaube größter Investmentfonds der Welt.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja.

Klaus Reichert: Jetzt ist das auch nicht ganz so einfach immer, vor allem, wenn man es zum ersten Mal macht. Es gibt dann viele Schritte, die auf einen zukommen. Vermittelt ihr auch Know-how, um einem Unternehmen oder einer Kommune, vielleicht eben auch einer kleineren Kommune, dabei zu helfen, zum Beispiel mit dem Thema CO2-Bilanzierung zu starten oder auch Kompensation dann richtig einzusetzen?

Julia Kovar-Mühlhausen: Wir vermitteln an Partner, die das tun. Es gibt im Land eigentlich schon ein sehr, sehr starkes Netzwerk, gerade für Städte, Gemeinden, Kommunen, das sind die Energie-Agenturen. Und da gibt es die Landesenergieagentur, die machen genau das, die beraten die Kommunen dabei, die unterstützen bei der Erstellung von CO2-Bilanzierung, die fördern auch teilweise und so weiter. Was ich jetzt für Unternehmen sagen kann, ich glaube, das wird auch ganz interessant werden. Das Umweltministerium Baden-Württemberg wird da ein Förderprogramm auflegen für diejenigen Unternehmen, die sich da gerne auf den Weg machen möchten, aber Finanzierungsprobleme haben. Die können sich in Kürze, es hieß ab September, da auf ein neues Programm bewerben. Und die werden dann nicht nur finanziell darin unterstützt, sondern auch von einer Landestochter an die Hand genommen sozusagen, um die Bilanzierung zu erstellen. Also das wird ein relativ umfangreiches Programm werden, was ich sehr gut finde, weil wir natürlich genau diese Fragen auch immer bekommen. Sollte es Unternehmen geben, die jetzt nicht diesen Weg wählen oder gehen möchten oder warum auch immer, dann haben wir auch andere Partner noch, an die wir verweisen. Aber das wäre ein möglicher Weg. Was ich aktuell so ein bisschen sehe, ist, dass es da aber natürlich trotzdem noch Lücken gibt. Also es gibt auch andere öffentliche Institutionen, die so ein bisschen durch die Förderraster fallen. Es gibt Kulturinstitutionen, für die das immer mehr ein Thema wird, weil – wurde mir jetzt schon von Museen und auch Theatern gesagt – die Besucherinnen und Besucher fragen immer mehr danach: Seid ihr eigentlich klimaneutral? Habt ihr euch eigentlich bei dieser Ausstellung mal Gedanken über X, Y, Z gemacht? Also auch da steigt sozusagen der Druck. Kulturinstitutionen haben aber überhaupt keine Mittel dafür und da fehlt auch das Know-how. Und ich könnte mir vorstellen, dass wir da von unserer Seite aus vielleicht mit den Einnahmen, die wir aus der Kompensation erzielen, auch einen Fördertopf machen in Zukunft, um genau sowas abzufedern.

Klaus Reichert: Mir sind gerade noch Hochschulen eingefallen, die haben ja eigentlich auch das Problem, dass sie eigentlich keine Mittel für sowas haben, aber doch durchaus Emittenten sind, durch die vielen Gebäude, durch die vielen Dienstreisen, die es unter Umständen auch gibt. Oder auch, wenn man es mal weiter betrachtet, durch Anreisen von Studierenden, die, wenn wir jetzt Karlsruhe nehmen, das sind – was haben wir da – vielleicht 25.000 Studierende, die regelmäßig auch nach Karlsruhe kommen und wieder weggehen. Spannende Themen.

Julia, ich würde gerne noch mal gucken, ob uns noch ein Beispiel einfällt für, was das Thema CO2-Kompensation an Innovationen zum Beispiel bei einem Unternehmen oder bei einer Kommune auslösen könnte. Also was wir ja haben, ist erstmal, wir fangen an, das Thema CO2 als einen Platzhalter erstmal zu nehmen natürlich für andere Dinge als Repräsentant für etwas und dem quasi auch einen Titel oder eine Präsenz im Unternehmen zu geben und vor allem auch Kosten damit verbinden. Das heißt also, das sind sicher auch Anreize, die dann helfen, etwas im Unternehmen zu lösen, sei es auf vielleicht einer prozessualen Ebene, vielleicht aber auch auf einer Produktebene. Fällt dir da irgendwas ein, wo du sagst, Mensch, das ist schon so relativ beliebt bei den Unternehmen, mit denen du sprichst?

Julia Kovar-Mühlhausen: Ich glaube, dass einfach dieser Punkt, dass CO2-Kompensation sozusagen das Saldo aufdeckt, wo ich noch etwas tun muss, der beste Anreiz ist, um Innovationen anzugehen. Aber letzten Endes machen Unternehmen das völlig unterschiedlich, auch nach dem, wie sie aufgestellt sind. Wenn ich wahnsinnig viele Produktionsanlagen habe, werde ich mir natürlich überlegen, was ich da tun kann. Ein ganz, ganz wichtiger Hebel, was wir eigentlich so, sage ich jetzt mal, im Querschnitt bei allen sehen, ist einfach die Umstellung des Strombedarfs auf erneuerbare Energien. Das ist das, worüber die meisten sofort wahnsinnig viel einsparen können. Aber ja, sozusagen ein Saldo würde einfach aktuell immer bleiben und dann wird für Unternehmen die Frage sein: Wie kann ich da auch meinen finanziellen Aufwand, den ich eben habe für Kompensation, aktuell einfach reduzieren in den kommenden Jahren? Und das, denke ich, führt zwangsläufig zu Innovationen und zu einem notwendigen Umdenken.

Klaus Reichert: Also auch Dinge, über die wir heute vielleicht noch gar nicht reden, an die wir gar nicht denken, weil es einfach dann aufkommt. Das ist ja das Tolle an der Zukunft, es passieren immer wieder Dinge, die uns komplett überraschen, wo wir nie drauf gekommen wären.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja, aber ich glaube halt letzten Endes auch, dass es das Sprechen darüber ist. Ich denke einfach, Kompensation eröffnet eben den Weg zu Klimaneutralität oder ähnlichem, wie auch immer man es nennen mag, und das eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, das zu kommunizieren und darüber zu sprechen. Das führt dazu letzten Endes, dass sich ein Unternehmen auch kontinuierlich darin beweisen muss und auch zeigen muss über den Zeitverlauf, dass die Kompensation eben nicht immer in selber Höhe bestehen bleibt, sondern dass es sich verbessert. Also ich glaube, das ist halt letzten Endes dann auch das Sprechen drüber, das Kommunizieren, der Druck von außen, der entsteht, das Zusammenarbeiten vielleicht auch mit anderen im Netzwerk, was zu Synergien führt, und das Thema Reputation, was eben ganz stark ist. Weil je glaubwürdiger ich das unternehme – und das bedeutet eben auch, mit zunehmend dann immer weniger Kompensation – desto mehr wird mir auch vertraut und desto mehr werde ich auch in der Lage sein, Innovationen überhaupt voranzubringen, weil meine Geschäftsgrundlage bestehen bleibt. Also so denke ich, hängt einfach alles in einem logischen Kreislauf zusammen.

Klaus Reichert: Der Einstieg ist wahrscheinlich das Wichtige an dieser Stelle, das in den Kopf rein zu bekommen. Und da kommen wir auch zu einem wichtigen Punkt für den Podcast hier, vom Zuhören zum Mitmachen zu kommen. Was sind denn so erste Schritte, nächste Schritte, wie kann ein Unternehmen starten mit dem Thema, wenn sie jetzt zum Beispiel mit euch zusammenarbeiten, zu euch kommen? Was ist da der Einstieg?

Julia Kovar-Mühlhausen: Eigentlich unterschiedlich. Ein Unternehmen kann sich des Themas annehmen und eine Bilanzierung angehen. Da gibt’s eine gängige Vorgehensweise. Das kann jeder mal zum Einstieg sozusagen einfach googlen, das nennt sich das Greenhouse Gas Protocol. Das ist eine weltweit verabschiedete sozusagen Leitlinie, nach der Unternehmen bilanzieren können. Ist aufgeteilt nach Scope 1, 2 und 3. Bedeutet erstmal die direkten Emissionen, was emittiere ich denn direkt, zu bilanzieren. Mir dann anzuschauen, was habe ich denn indirekt? Also zum Beispiel, was verbraucht denn meine Fahrzeugflotte, die da draußen unterwegs ist? Und dann Scope 3 ist das Schwierigste: Wie sieht meine Lieferkette aus? Was machen eigentlich meine ganzen Lieferanten und so weiter, die da dranhängen? Und ich glaube, sozusagen damit mal zu starten, um vielleicht zumindest mal einen groben Überblick zu bekommen und meine Potenziale aufzudecken. Weil viele sagen dann nämlich: Ich hatte vorher überhaupt keine Ahnung, dass ich in den und den Kennzahlen so schlecht bin. Also ich glaube, das ist ein erster Start, so kann man starten. Dann kann man zu uns kommen. Man kann es aber auch umdrehen sozusagen, wenn man jetzt gar nicht weiß, wie man anfängt. Dann sucht man mal das Gespräch mit uns. Wir beraten, wir vermitteln weiter, wir schauen, ob Kompensation überhaupt schon das Mittel der Wahl ist oder vielleicht erst in einem halben Jahr, Jahr, wenn das Unternehmen weiter ist. Also gerne einfach ins Gespräch kommen und auf uns zukommen oder mal auf unserer Website umsehen. Da haben wir auch die anderen Initiativen auf Landesseite vorgestellt und verlinkt. Also keine Scheu.

Klaus Reichert: Toll! Das heißt, ihr helft dann tatsächlich auch zu starten, selbst wenn es im ersten Schritt noch nicht auf CO2-Kompensation rauslaufen sollte. Wir werden die ganzen Links und auch ein Transkript von dieser Episode auf der Episoden-Webseite veröffentlichen. Der Link dazu ist dann in den Shownotes. Was ihr jetzt aktuell am Laufen habt, ist ja die Klimawette. Kannst du dazu noch was sagen bitte?

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja, sehr gerne. Die Klimawette ist eine bundesweite Aktion, die schon länger eigentlich läuft und die das Ziel hat, bis zur nächsten Klimakonferenz in Glasgow, die ist Anfang November, 1 Million Tonnen CO2 einzusparen, und zwar in ganz Deutschland. Wir wurden angesprochen, ob wir da nicht mitmachen möchten. Da haben wir gesagt: Klar, da machen wir mit und unterstützen als Klimaschutzstiftung die Klimawette. Und ich habe mich dann gefragt: Mensch, wieso gibt’s eigentlich noch keine Wette für Baden-Württemberg? Da haben wir gedacht: Das kann eigentlich nicht sein, dass es da keine gibt. Und deshalb haben wir als erstes Bundesland sozusagen für Baden-Württemberg ein eigenes Wett-Ziel ausgerufen und müssen jetzt bis Anfang November 165.000 Tonnen CO2 einsparen in Baden-Württemberg. Und das bedeutet: Wir brauchen ganz viele Städte und Kommunen, die sich an diesem Ziel beteiligen, sonst schaffen wir das nämlich nicht. Mich freut aber sehr, dass Stuttgart die Wette jetzt auch angenommen hat als Landeshauptstadt. Die sind dabei und die machen natürlich einen beträchtlichen Anteil schon mal aus an diesen 165.000 Tonnen. Aber auch Karlsruhe ist dabei, Backnang ist dabei, Singen ist dabei, also es kommen jetzt immer mehr, Tübingen, es kommen immer mehr Städte dazu. Aber wir rufen einfach auf: Schaut euch mal die Website an, dieklimawette.de. Jeder kann seinen Teil dazu leisten, dass das Wett-Ziel erreicht wird. Was eine super Sache wäre und was mich für Baden-Württemberg auch stolz machen würde. Ich bin gespannt, ob wir es schaffen. Ich kann dazu derzeit noch nichts sagen, das ist noch relativ offen. Wenn wir es verlieren, haben wir auch was draus gelernt. Aber einfach mal umschauen auf dieklimawette.de, da ist alles erklärt, auch wie sich jeder einzelne sozusagen daran beteiligen kann.

Klaus Reichert: Das hört sich doch nach einer ganz spannenden Sache auch an, vor allem, um das Thema dann mal zu starten, unkompliziert zu starten.

Ich frage mich gerade, ob ich alles schon gefragt habe. Habe ich denn was vergessen?

Julia Kovar-Mühlhausen: Aus meiner Sicht nicht. Ich finde, das war doch ein ganz rundes Gespräch. Ich weiß jetzt nicht, wie es mit Fragen aussieht. Wahrscheinlich hast du die schon aufgegriffen. Aber ich fand‘s toll und ich hoffe, das ging natürlich dem Publikum auch so.

Klaus Reichert: Ich glaube schon. Ich gehe mal noch die Fragen durch, die wir hier haben. Die Barbara (unv. #00:44:06.5# Schmucker?) fragt: Wie stellt ihr sicher, dass die Maßnahmen zur Kompensation auch wirklich effektiv sind? Gibt es da eine Art Qualitätssicherung über die zum Beispiel Goldstandard-Zertifizierung hinaus, die ihr betreibt?

Julia Kovar-Mühlhausen: Von unserer Seite aus nicht. Es gibt über den Goldstandard hinausgehende Zertifizierungen, die unsere Partner haben. Das kommt ganz dann auf die Projekte an und auf das Projektdesign. Also da gibt es teilweise dann auch noch darüberhinausgehende Standards, die verfolgt werden. Aber letzten Endes wird das über diese Standards sichergestellt. Und das sind letzten Endes die höchsten, im Markt darüber hinausgehen ist letzten Endes aktuell gar nicht möglich.

Klaus Reichert: Noch eine Frage von der Barbara Schmucker: Wie klimaneutral seid ihr denn selbst?

Julia Kovar-Mühlhausen: Leider noch nicht, muss man auch sagen. Aber wir haben uns jetzt ganz neu der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg angeschlossen. Das ist sozusagen eine Nachhaltigkeitsstrategie, der man sich anschließen kann als Unternehmen oder beziehungsweise wir auch als Stiftung. Und das beinhaltet auch, wenn man das möchte, das ist freiwillig, wir machen es aber, eine CO2-Bilanzierung nach den verschiedenen Scopes, so wie ich das vorhin erklärt habe. Das gehen wir jetzt an, bilanzieren und werden dann natürlich auch selbst unsere Restemissionen kompensieren. Man muss aber wissen, bei uns als Stiftung ist es zum Glück relativ gering, weil wir schon in einem nachhaltigen, mit Solarstrom betriebenen Gebäude sitzen, zum Glück. Aber dennoch gibt’s bei uns auch Restemissionen und die müssen wir ausgleichen. Bei uns ist eigentlich viel spannender, was passiert in unseren Stiftungsprojekten. Wir haben zum Beispiel eines der größten Stipendien-Programme deutschlandweit, das Baden-Württemberg Stipendium. Da wird jedes Jahr, jetzt nicht in Corona-Zeiten, aber normalerweise von den Studierenden um die Welt geflogen, weil die kommen nicht anders natürlich in die Länder, wo sie dann studieren. Und da arbeiten wir gerade an einem Konzept, wie wir zum Beispiel diese ganzen Flüge auch kompensieren können, möglicherweise auch in einem eigenen Projekt. Das wird alles noch kommen.

Klaus Reichert: Also ihr vergesst das Thema nicht. Ihr produziert jetzt keine Autos zum Beispiel, also gibt’s natürlich auch wenig Energieverbrauch zum Beispiel. Verstanden! Aber bei euch zieht sich das durch das komplette Handeln durch.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja, ich finde, sonst wären wir ja auch nicht glaubwürdig.

Klaus Reichert: Ja.

Julia Kovar-Mühlhausen: Also das muss man schon machen. Man muss da natürlich auch bei sich selber anfangen, das ist ja ganz klar.

Klaus Reichert: Du hast gerade WIN-Charta erwähnt. Hier ist meine WIN-Charta-Urkunde, noch unterschrieben von Franz Untersteller. Das kann ich nur empfehlen, das mitzumachen. Es ist ein Weg, den man beschreitet. Ich kann es nur empfehlen, diesen Weg zu gehen. Und das ist ein schöner Einstieg, finde ich auch, bin ich bei dir.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ja.

Klaus Reichert: Wir haben noch eine Frage von (unv. #00:47:23.7# Bernhard Schleich?): Wie kann die Stiftung Bürger erreichen, die sich wenig für Klimaschutz interessieren, weil sie denken, das betrifft sie nicht oder nicht mehr?

Julia Kovar-Mühlhausen: Hm! Schwierige Frage natürlich. Weil, ich meine, es gibt halt letzten Endes so wie bei Corona auch Menschen, die man eben nicht erreicht. Also ich glaube, das wäre wahrscheinlich vermessen zu sagen, wir erreichen alle und schaffen das. Man muss aber einfach, glaube ich, das Thema über viel, viel mehr Kanäle anbieten, als das aktuell noch der Fall ist. Ich gebe mal ein Beispiel. Wenn Sie aktuell die staatlichen Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg besuchen, zum Beispiel das Schloss in Ludwigsburg, das „Blühende Barock“, das Schloss in Heidelberg, das machen aktuell 3 Millionen Besuche pro Jahr – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, 3 Millionen – dann haben Sie kein Angebot, dass wenn Sie als Besucher da hingefahren sind, vielleicht sogar mit dem Flugzeug angereist sind nach Baden-Württemberg, weil sie hier irgendwie eine Reise durchs Land machen, das zu kompensieren. Und sowas muss man ändern. Ich glaube, das sind Schritte, die ganz niedrigschwellig sind, aber gut funktionieren. Weil wenn Sie eben anfangen, in allen Ticket-Shops, die es gibt, wo Sie online ein Ticket kaufen, gleich mit anzubieten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu zahlen, der ist vielleicht auch pauschal, also so einfach wie möglich, dann erreichen Sie, glaube ich, Menschen damit. Letzten Endes zwingen, das zu tun, können wir natürlich niemanden. Aber wir müssen da, glaube ich, einfach noch ganz, ganz viel anbieten. Deshalb arbeiten wir auch gerade an digitalen Lösungen, wie wir das umsetzen können. Wir wollen nächstes Jahr in einen Pilot gehen mit dem Landesmuseum Stuttgart, wir sind in Gesprächen mit der Bundesgartenschau. Also ich glaube, da gibt’s einfach wahnsinnig viele Ansatzpunkte, sowas ganz niedrigschwellig zu machen. Was vielleicht auch noch interessant ist, es wird eine App geben, die wir gerade mit dem Digitalministerium zusammen entwickeln, eine CO2 App, die sich jeder runterladen kann, jeder dann in der App seinen CO2-Fußabdruck berechnen kann und wenn man möchte, dann auch kompensieren kann. Da geht’s aber nicht vorrangig ums Kompensieren, sondern eher ums Erfassen, ums Bewusstmachen, ums Reduzieren des Fußabdrucks. Ich glaube, mit solchen einfachen Mitteln und Wegen auch im Digitalen müssen wir das immer mehr versuchen.

Klaus Reichert: Also man muss seine Zahlen auch kennen, seinen Stromverbrauch, ein bisschen einschätzen auch, wie die Ernährung zum Beispiel funktioniert, Verkehr und all diese Dinge, und dann die Auswirkung daraus so nach und nach dann auch mit Zahlen versehen.

Julia Kovar-Mühlhausen: Genau! Ich denke, kennen und dann kann ich was verbessern. Solange ich dieses Thema nur sozusagen von der Metaebene aus betrachte, ist es halt schwierig zu greifen.

Klaus Reichert: Vielen Dank, Julia, dass du dir heute die Zeit genommen hast, dass du dabei bist bei dem Smart Innovation Podcast. Danke für das Gespräch heute.

Julia Kovar-Mühlhausen: Ich habe zu danken.

Das war der Smart Innovation Podcast. Er wurde mit einem interessierten Publikum live aufgenommen. Vielen Dank fürs Dabeisein und Zuhören! Diese Episode gibt es auch zum Lesen. Der direkte Link ist in den Shownotes. Noch kein Abonnent? Die Show ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen zum Podcast und meine Kontaktdaten sind bei klausreichert.de/podcast. Dort gibt es auch eine Übersicht der nächsten Liveaufnahme-Termine. Ich bin Klaus Reichert und das war der Smart Innovation Podcast.

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Klaus Reichert

Klaus Reichert

Mit dem Innovationscoaching begleite ich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ernsthaft eine nachhaltige Zukunft für ihr Unternehmen, seine Menschen & Leistungen zu entwerfen & umzusetzen – kreativ, gemeinsam, smart - Kontakt

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Dr. Klaus Reichert

Unabhängiger, kreativer & konstruktiver Vision zu Innovation Coach / ex-Architekt/Pilot/Tech-Gründer / Calder/Giacometti/Technik-Museum Fan

Über 25 Jahre Erfahrung in der kreativen Innovationsberatung, bei digitalen und realen Innovationsprojekten. 89+ Projekte als Coach, Unternehmensberater, Beirat und Interim Manager in den Bereichen Telco, Technologie, Digital, Software, Produktion, Pharma, Bau. Beratene Unternehmen zwischen 228.000 und 1 MA. Praxisnahe & geförderte Leistungen für mittelständische Unternehmen.

Als Innovation Coach bin ich unabhängiger externer Gesprächspartner mit Impulsen und dem oftmals so wichtigen erfahrenen Blick von außen.