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Seit Jahren sind Vorschläge für ökologische Innovationen wie klimaschutzfreundliche Geschäftsmodelle, Produkte und Vorgehensweisen immer ganz oben in meinen Beratungsgesprächen. Häufig kommt ein Unverständnis oder Lächeln, sowie Bedenken. Mittlerweile kommt immer öfter ein „müssen wir vertiefen“. Es setzt sich das Einverständnis langsam durch, dass jede/r von uns etwas zu Klimaschutz beitragen muss. Und da bin ich der Meinung, besser wir tun das als Unternehmen freiwillig und sind Vorreiter, als dass uns der Markt nur zwingt und uns Gestaltungsraum nimmt. 

VW geht voran

Eine besondere Bewegung in diesem Bereich startet VW. Volkswagen will Vorreiter bei der CO2-freien Autoproduktion werden. Mit den neuen elektrischen ID Modellen wird auch eine CO2-neutrale Fertigung und Nutzung angestrebt. Neben einer großen Zahl an Maßnahmen, bedeutet das auch, dass das gesamte Zulieferer Netzwerk CO2 bilanzieren muss und die Produktion entsprechend umstellen muss. Da kommen Herausforderungen gerade auf die zu, die sich bisher noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Eine Klimabilanz für die Produktion ist der erste Schritt. Volkswagen hat die Zeichen der Zeit erkannt und geht voran, begleitet von anderen Autohersteller wie Mercedes und BMW. Im Zusammenspiel mit den Nutzern, ist dies ein weiterer Schritt, die Pariser Klimaziele zu erreichen und schlussendlich die Erde erträglich bewohnbar zu halten.

CO2-neutrale Produktion und Betrieb

Wird das Projekt „CO2-neutrale Produktion und Betrieb“ gleich 100% Erfolge erzielen? Nein natürlich nicht. Es kommt drauf an, sich auf den Weg zu machen. Haltungen durch Information und Vorgaben zu verändern. Andere mitreissen. Veränderungen anzustossen. Nachhaltige Lösungen etablieren. Teilerfolge erreichen. Ein starkes Ziel und Vision haben.




Das Geschäftsmodell der OEMs steht unter Druck, „Mobilität“ wird zunehmend neu definiert: durch neue, auch kombinierte Angebote, durch neue Player, durch neue Nutzeranforderungen. Elektromobilität, Shared Mobility, autonomes Fahren und Digitalisierung sind hier Stichworte von großen Trends, die ihre Spuren hinterlassen. Das alte Prinzip der Autohersteller, Wertschöpfung aus den großen Modellen bzw. den zusätzlichen Ausstattungspaketen zu generieren, gerät immer mehr unter Druck. Dieser Wandel bringt viele, auch große Player, unter zunehmenden Handlungsdruck und hinterlässt auch dort Unsicherheiten und viele Fragen. So müssen neben den OEMs auch viele Zulieferer ihre Geschäftsmodelle in naher Zukunft überdenken. „Global Automotive Supplier Study 2018“, eine aktuelle Studie in der die Unternehmensberatung Roland Berger und die Investmentbank Lazard weltweit rund 650 Zulieferer analysiert haben zeigt, dass der Wandel in der Mobilitätsbranche erhebliche Auswirkungen auf die Automobilzulieferer hat. Felix Mogge, Partner bei Roland Berger, warnt: „Zulieferer müssen sich mit Hochdruck mit dem Wandel befassen, der auf sie zukommt.“ Und erklärt weiter: „Im Moment läuft ihr Geschäft noch gut und diese positive Entwicklung sollten sie jetzt nutzen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.“

„Die derzeit noch positive Marktlage spiegelt sich in Unternehmensbewertungen wieder, die in der Zulieferbranche aktuell immer noch über dem historischen Durchschnitt liegen“, sagt Christof Söndermann, Direktor bei Lazard. „Allerdings sorgt der sich durch die Megatrends abzeichnende Wandel bereits für erhebliche Unsicherheit in nahezu allen Bereichen der Zuliefererindustrie.“

Durch die gleichzeitige Wirkung mehrerer Trends werden die Aufgaben allerdings immer komplexer. Ein zentrales Thema, welches die Zulieferer betrifft sind die Ziele der Elektromobilität (2025 ca. 25% der Neuzulassungen in der EU und fast 50% in China) und ihrem Umbau der Wertschöpfungsketten.

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