Beiträge

„Einfachheit ist der Endpunkt eines langen, beschwerlichen Weges, nicht der Ausgangspunkt.“
Rolf Dobeli

Weiterlesen

„Sie glauben es nicht, wie schwierig es ist, einfach und klar zu sein.
Die Leute fürchten, dass sie als Einfaltspinsel gesehen werden.
In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt.“

Jack Welch, langjähriger CEO von GE

Vor mehreren Jahren bin ich über das Konzept der „Non-Fokusgruppen“ bei einer Recherche gestolpert. Ich glaube, es hat seine Wurzeln in der San Francisco Hippie Bewegung. Ich war auf der Suche nach einfachen Methoden, die es gerade Produktmanagern und Marketingverantwortlichen ermöglichen, andere Blickwinkel einzunehmen, vor allem radikal andere, um bestehende Produktfamilien substantiell weiter zu entwickeln. Weiterlesen

Open Innovation NZZ

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ist schon seit längerer Zeit am Markt – die Erstausgabe war am 12. Januar 1780. Die NZZ am Sonntag gibt es noch nicht so lange (seit 2002), ist aber auch schon bei vielen Lesern zur Tradition geworden. Mit den neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodell Bedrohungen des Internets geht die NZZ natürlich auch Online neue Wege und entwickelt sich laufend weiter. Dabei werden auch die Nutzer einbezogen mit dem Ideenportal der NZZ und zeigt so ein gutes Beispiel aud der Medienwelt.

Im Ideenportal können Nutzer ihre Ideen vorstellen, diskutieren und über die Ideen anderer abstimmen. Ein solches Vorgehen braucht natürlich den Willen zur Transparenz und viele Nutzer, die bereit sind, mitzumachen. Ausserdem eine konkrete Betreuung zur inhaltlichen Pflege und Moderation. Um die Teilnahme zu fördern, schaltet die NZZ Anzeigen auf der Website (siehe Bild). Durch eine aktive Pflege dieser Innovationscommunity und vor allem speziellen Maßnahmen kann die Teilnahme und damit auch Ergebnisse für das Unternehmen gesteigert werden, so dass das gesamte Ideenmanagement des Unternehmens davon profitiert.

auf den Grund schauen Klarheit im Innovationsprozess und Vision

Auf den Grund schauen: definitiv eine der schwierigeren Aufgaben im Innovationsprozess von bestehenden Unternehmen. Besonders in Situationen, in denen das Unternehmen neue Leistungen finden muss aufgrund des Wandels. Das „klare Wasser“ von Startups ist schon lange nicht mehr vorhanden, da vielfach auf eine lange Geschichte zurückgeblickt werden kann. Das liefert zwar Bestandskunden, Legacy-Produkte und Material, auf das man als Zukunftsmanager aufbauen kann.

Aber es trübt auch das Bild auf den Grund bzw. die Basis des Unternehmens:

  • worauf steht der Erfolg,
  • was war die ursprüngliche Vision?

Wenn diese Punkte wieder bekannt sind, können darauf weitere Maßnahmen aufgesetzt werden. Z.B. das Aktualisieren der Unternehmensvision, das Finden von neuen Geschäftsfeldern und Geschäftsmodell Ideen.

Das Bild stammt übrigens von der interaktiven Website der Gewässerschutz Kommission des Bodensees.

GE CEO Jack Welch zum Thema Einfachheit

„Sie glauben es nicht, wie schwierig es ist, einfach und klar zu sein. Die Leute fürchten, dass sie als Einfaltspinsel gesehen werden. In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt.“

Jack Welch, Ex-CEO GE

Einer meiner großen Helden ist der britische Architekt Norman Foster mit seinem Büro, einem Team außergewöhnlicher Designer. Die Bauten des Büros sind keine „einfachen“ Gebäude, im Gegenteil, meist sind sie weit weg davon. Doch ihre Grundprinzipien sind häufig sehr einfach. Und diese Einfachheit ist nicht einfach zu erreichen und erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Disziplin und den Blick auf das Wesentliche. Gerade bei Konzepten für neue Produkte machen wir schnell zwei Fehler:

  • nicht auf das zu lösende Problem fokussieren, sondern in die Lösung verliebt sein
  • zu viele Punkte bzw. Funktionen auf einmal launchen zu wollen

Das Streben nach der Einfachheit ist in beiden Fällen von großer Bedeutung.