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Ein mittelständischer Handwerksbetrieb erfindet sich neu und richtet seine Leistungen auf das Internet aus.

Wie ich die Website von Faust Linoleum zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort begeistert. Die mittelständische Firma bietet hauptsächlich maßgefertigte Tischplatten samt verschieden Gestellvarianten sowie ein Regalbausystem. Mich als ehemaligen Architekten und Designer hat die Website optisch gleich angesprochen. Wahrscheinlich gehöre ich auch zur Zielgruppe der Firma. Ich war auf der Suche nach einer neuen Tischplatte. Bei Google hatte die Firma sich gut platziert und ich war neugierig geworden. Nach einigem Probieren mit dem 3D-Konfigurator und Herumsurfen im Onlineshop habe ich ein kostenloses(!) und sehr hochwertiges Musterset bestellt und auch schnell bekommen. Linoleum ist ein Material, das nicht jedem bekannt ist und dem teilweise noch etwas Altmodisches anhaftet. Das vergisst man bei Faust. Das Familienunternehmen verwendet es für die Oberflächenbeschichtung der Produkte, auf den Sitzflächen der Stühle, geformt als dekorative Schalen.

Was macht die Firma besonders?

Betrachtung im Kurz-Check nach den 10 Kategorien meines smart Innovation Konzepts:

Vision entwerfen

  • Wandlung vom lokalen Handwerksbetrieb, einer Schreinerei, zu einem Spezialisten für Systemmöbel mit materialtypischen Design
  • Ortswechsel

Perspektiven entdecken

  • Onlineshop seit 2005 Jahre

Chancen gestalten

  • kontinuierlicher Ausbau des Betriebes

Lösungen entwickeln

  • eigene Produkte, von Designern besonders entworfen für das Unternehmen
  • Zukauf von Produkten, die das Angebot gut ergänzen
  • Versand weltweit!

Leistungen erbringen

  • 3D-Produktkonfigurator durch den Kunden einfach zu bedienen
  • Individualisierung der Produkte in Form, Größe, Farben und Ausstattung
  • Online Shop
  • Versand weltweit

Kultur anreichern

  • Aufgreifen von Nachhaltigkeit als Thema in der Produktgestaltung, Kommunikation und hoffentlich auch des Betriebes
  • Innovatorenmindset

Management realisieren

  • flache Hierarchien

Ressourcen einsetzen

  • eigene Marken
  • Nutzung von bekannten Marken

Netzwerk ausbauen

  • Zusammenarbeit mit externen Designern
  • Zulieferernetzwerk
  • Integration von ausgewählten Produkten für den Shop
  • Dropshipping der zugekauften Produkte

Brand stärken

  • CI und eigene Marken
  • Gebäude/Architektur
  • Instagramm
  • Musterzusendung
  • Showroom

smart Innovation Beratung

Hier gibt’s weitere Informationen zur smart Innovation Beratung.

Seit kurzer Zeit habe ich ein neues gefördertes Beratungsprodukt, welches für kleine und mittlere innovative Unternehmen (KMU) ideal ist. Ziel des vom Bundesministerium für Arbeit (BMAS) aufgelegten Programmes ist Innovation als ständigen Vorgang bei den Mitarbeitenden zu etablieren und zudem digital Fortschritte zu machen.

Dabei werden aus der Softwarebranche bekannte Vorgehensweisen auf Anforderungen von KMU in klassischen Branchen übertragen und nutzbar gemacht. An einem für das Unternehmen relevanten Thema lernen sowohl die Mitarbeitenden als auch die Geschäftsführung das agile Herangehen an Projekte kennen und die Vorteile für die Umsetzung zu schätzen. So können gleichzeitig neue Verhaltensweisen im Unternehmen etabliert werden und neue digitale Geschäftsmodelle gefunden werden.

Die Förderung dieses Coachingprozesses beträgt 80% für mittelständische Unternehmen, die den KMU-Kriterien entsprechen und gilt für nahezu alle Branchen, hier gibt es Details zum geförderten Innovationscoaching.

Ich habe im September Best Practice Beispiele auf der „Energy4u : Connect Ideas2Business“ Konferenz in Karlsruhe vorgestellt und gutes Feedback bekommen. Ich konnte zudem weitere smarte Tools und Förderungen für Innovation in KMU zeigen.

So bringt Innovationscoaching auch kleine und mittlere Betriebe voran.

Digitalisierung ist ein Riesenthema, auch im mittelständischen Unternehmen. Was da so alles angeboten wird, teilweise Neues, teilweise Althergebrachtes, überfordert viele Unternehmer. In vielen Fällen werden Insellösungen propagiert, mit Features argumentiert, mit nichtssagenden Schlagwörtern kommuniziert. Viele Ansätze sind, da sehr innovativ, noch hochspekulativ und daher auch wenig geeignet für ein KMU. In vielen Fällen fehlt auch schlicht das Verständnis für die Vorteile der Themen bei den Entscheidern.

Für mich fängt die Digitalisierung des Mittelstands mit dem Smartphone des Unternehmers oder der Unternehmerin an: die ideale „Einstiegsdroge“ in die Digitalisierung. Wer gelernt hat, ein Mindset für die produktive Nutzung des Smartphones zu entwickeln, hat mehr als den ersten Schritt getan. Fast jede Unternehmens-Anwendung kann heute auch mit dem Smartphone ortsunabhängig erledigt werden. Als Unternehmer oder Unternehmerin erhält man damit Zeit und Gestaltungsmöglichkeiten. Jedoch haben viele, vor allem Ältere, noch ein „Featurephone“, das sind die Geräte, mit denen Nokia pleite gegangen ist, und sind sogar stolz drauf. Und gerade dieser Stolz verhindert das „Dazulernen“.

Ich bin der Ansicht, dass ein Smartphone, nach meiner Sicht vorzugsweise ein iPhone, das ideale Werkzeug für den Unternehmeralltag ist und dass es dazu dient, auch das Mindset Richtung Digitalisierung zu formen. Ich habe deswegen mein früheres Buch „iPad für Unternehmer“ vor einiger Zeit überarbeitet und auf Smartphones fokussiert.

Es ist ein Praxisbuch mit über 50 App-Empfehlungen. Links zu Infovideos, Detailbeschreibungen und den Apps im App Store informieren ohne langes Suchen und sparen Zeit. Gerade für Entrepreneure und Unternehmer in KMU gibt das Buch wertvolle Hilfestellung und Orientierung beim Aufbau der Organisation und der persönlichen Produktivität.

Reinlesen bei Amazon und iBooks.

In vielen Reden hören wir das Wort „Vision“ vor allem wenn es um Innovation geht. Als Berater und Coach für Smart Innovation fällt mir immer wieder auf, wie häufig man leere Worthülsen hört. Eine Vision kann nur inspirieren und leiten, wenn sie eine echte Bedeutung hat und ernsthaft gemeint ist – ohne die übliche Phrasendrescherei. Die stört nur.

Doch wie kommt man, auch als Startup oder KMU, zu einer starken Vision? Der erste Schritt ist die Bereitschaft dazu. Man braucht viel Offenheit und Energie, um eine Firmenvision zu erarbeiten, die genug Kraft entfalten kann. Ein Mittel dazu ist Visioning, ein Vorgehen, um die passenden Zukunftsbilder zu schaffen und die Orientierung für Entscheidungen zu finden.

Bereit für die Umsetzung? Hier geht es weiter zum Visioning.

Digitalisierung beschäftigt den Mittelstand auf vielen Ebenen. Dazu kommen noch Diskussionen um neue Arbeitsformen (NewWork) und natürlich Themen wie die Zusammenarbeit über Firmengrenzen und Orte hinaus. Auf der ganz praktischen Ebene der Digitalisierung kommt in Gesprächen mit KMU-Geschäftsführern dann schnell die Frage nach Online-Konferenzen auf. Die kurze Antwort möchte ich hier als Best-Practice Beispiel geben als mein persönlicher Favorit:

Software

  • zoom.us ist meines Erachtens die einfachste Online-Konferenz Möglichkeit mit der besten Qualität

Hardware

  • das Gerät, welches am nächsten ist: Smartphone, Laptop, auch mal „klassisches“ Telefon
  • es muss normal sein, die Online Konferenz zu nutzen!
  • für Gruppensituationen in Meetingräumen

Mindset

  • zentral ist: das „Online“ muss gedanklich aus „Online-Konferenz“ verschwinden
  • die Nutzung eines solchen Werkzeuges muss einfach und integriert sein in die täglichen Abläufe

 

Logitech Connect Beispiel

 

Logitech Group Beispiel

Durch eine smarte Kombination existierender Mittelstandsförderprogramme lässt sich das Problem der mangelnden Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland kurzfristig durch den Aufbau von Ladesäulen an mittelständischen Tankstellen stark reduzieren. Es sind dabei nur geringe Aufwände notwendig, da bestehende Infrastruktur genutzt werden kann. Die Finanzierung kann, wie andere Mittelstandsförderungsmaßnahmen in Deutschland und der EU auch, unkompliziert über z.B. ein zinsgünstiges öffentliches Angebot und BAFA-Beratungsförderung geschehen.
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„Bootstrapping“ ist die große Alternative zur Finanzierung von Startups durch externe Partner wie Venture Capital Firmen. Und auch eine valide alternative Projektmethode für mittelständische Unternehmen zum Vordringen in neue Geschäftsfelder.
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