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Wenn es 4 Schritte braucht, beschrieben mit 8 Punkt Schrift, einen QR-Code, die Installation einer App und einen Aufsteller mit zwei Seiten in DIN A5 Größe, dann glaubt die Zielgruppe nicht, dass es „einfach“ ist.

Nur die wenigsten hören gerne zu, wenn trockene Zahlenkolonnen vorgetragen werden oder eine Präsentation nur aufzählend Fakten aufzeigt. Selbst diejenigen mit dem größten Konzentrationsvermögen schalten schnell ab und können hinterher nichts vom Gehörten weitergeben. Abgesehen davon, dürfte es mit Präsentationen, die nur auf Fakten fixiert sind, höchst schwierig sein, Begeisterung und Emotionen bei den Zuhörern zu wecken. Diese sind jedoch notwendig, damit die Inhalte haften bleiben und idealerweise auch mit anderen geteilt werden. Jedoch Geschichten hört jeder gerne. Happy- Ends sind bei den Romantischeren beliebt, spannende Plots halten Krimileser wach bis früh am Morgen. Gute Geschichten folgen bestimmten Regeln und brechen sie gleich wieder. Gute Geschichten ziehen einen großen Kreis von Menschen in ihren Bann. Gut erzählte Geschichten enthalten starke Figuren. Und das (US-amerikanische) Fernsehen schafft es, mit Serien Geschichten über Monate und Jahre zu erzählen und die Spannung via „Cliffhanger“ auch über Saisonpausen hinweg zu halten.

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Diese Landing Page der MS Europa 2 ist außergewöhnlich gut gemacht. Wer genau hinschaut, spätestens aber bei der Eingabe seiner Kontaktdaten, wird feststellen, dass man eine lange Latte an Adelstiteln und akademischen Titeln eingeben kann. Weil die MS Europa eben nur Interessenten hat, die diese Felder füllen können? Oder weil die Reederei einen besonderen Eindruck erwecken möchte? Positionierung ist alles :)

Wer’s ausprobieren will, hier der Link.

Eine Besprechung der Biografie des Erfinders des Guerilla-Marketings, des Discountladens und ersten LOHAS der 1950er.

Zu sagen, „Gottlieb Duttweiler hat die Migros gegründet und aufgebaut“ ist die Untertreibung des Jahres, da sein Lebenswerk so umfassend ist, wie die Biographie zu seinem 50. Todestag von Curt Riess eindrücklich verdeutlicht. Neben einem Einblick in die Persönlichkeit und dem Schaffen dieses Mannes ist es auch gleichzeitig ein Lehrstück in neue Marketing- und Vertriebsmethoden im frühen 20. Jahrhundert und gibt einen Blick auf die Struktur des Schweizer Handels dieser Zeit. Im Rückblick wird aber auch ein Bild von einer Branche gezeigt, dem Einzelhandel, die zu kleinteilig war, die die Bedürfnisse der Kunden nicht mehr „bediente“, deren Konzept nicht mehr zur zunehmenden Warenvielfalt passte. Mit den immensen Umbrüchen des ersten Weltkrieges und den folgenden 20er Jahren kam auch der Zwang nach praktischen Verpackungen, günstigeren Preisen, die in einer durch Absprachen und Seilschaften geformten Welt des kleinen Einzel- und des mächtigen Großhandels natürlich auf Widerstand stieß. Kurzum, das Geschäftsmodell des Krämerladens hatte sich überlebt, den Akteuren war das nur noch nicht klar. Außer einem: Gottlieb Duttweiler. Er hatte Ideen, die ihm naturgemäß den Einzel- und den Großhandel zum Gegner machten, indem er den einen stark veränderte und den anderen ausschaltete.

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Monsterbacke von Ehrmann ist so ein Produkt, dass man mit einem breiten Grinsen in den Einkaufswagen legt und sich darauf freut, das neue Produkt zu probieren. Monsterbacke ist neu und man muss dem Produktmanagement attestieren, dass es seinen Job gut gemacht hat. Ich musste sofort an die Produktmatrix denken, scheint es doch ein sehr gut geplantes Produkt zu sein.

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Es gibt sicher eine Menge Menschen, die nicht wissen, wovon ich hier gerade schreibe. Alle anderen sollten die Vorteile der Portionspackungen von Knorr aus der Schweiz sofort erkennen. Diese Art der Packung hat normalerweise immer zu wenig :) Inhalt, beim Öffnen kleckert es und ein Teil des Inhalts bleibt immer in der Packung. Ganz anders die Knorr Packung. „Das haben wir immer so gemacht“ ist hier einem „was können wir besser machen?“ gewichen und dabei kam eine echte und erkennbar wahrnehmbare Verbesserung heraus.

Klar, wer aus dem Südwesten kommt, braucht Spätzle, am liebsten jeden Tag. Kleines Problem: frische Spätzle machen etwas mehr Aufwand als Miracoli. Grösstes Problem: ein guter Teig klebt sehr gut und man braucht viel Zeit zum Spülen. Bei einer Heute üblichen Miniportion für ein bis zwei Portionen ein erheblicher Aufwand. Sterben also Spätzle aus?
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