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99% aller schlauen Leute arbeiten nicht bei uns.

Warum also nicht die Firmengrenzen verlassen und das eigene Innovationsnetzwerk ausbauen?

Jetzt!

Uber, Lyft, Gett & Co are mobility services, today. They are an „operating system“ for mobility and provide the business model, infrastructure, organization and marketing for professionals to deliver a service, on-demand.

Why stop at driving people around? There is more opportunities to scale this operating system. Such as domestic services at the home, or professional services for SMEs. Even child care or care for the elderly comes to mind.

The ridesharing apps of today are essentially dispatching services and skills.

Unsere Gesellschaften verändern sich so fundamental, da wirkt die Frage nach Merkel oder Schulz leicht lächerlich. Sie passt aber zur Außenwahrnehmung von Deutschland: Verschließen wir uns vor dem Neuen in der Welt?

Quelle: Der Kampf des Alten gegen das Neue: Kolumne von Georg Diez – SPIEGEL ONLINE

do what you can't

man kann es einfach nicht häufig genug sagen – auch wenn es in den Augen mancher erstmal naiv klingt – aber das ist der Ausgangspunkt für disruptive Innovationen

Beispiel VUCA / Vuka

Auch wenn das Wort VUCA oder VUKA eher ein Fachbegriff für Unternehmensberater ist, gibt es sehr reale Beispiele aus dem täglichen Leben. Die Abkürzung „VUCA“ erinnert eher an eine Beschimpfung, wird aber sehr lebendig, wenn man die Begriffe dahinter versteht.

Wir leben in einer Welt die

  • unberechenbarer (volatility)
  • unsicherer (uncertainty)
  • komplexer (complexity)
  • mehrdeutig (ambiguity)

geworden ist.

Der natürlich vorhandene Wandel hat eine neue Qualität und Tiefe bekommen, die es in diesem Umfang, betreibt man eine Rückschau, vielleicht nur alle 50-100 Jahre gibt. Es ist also eine Situation, die weniger einzigartig ist, als wir glauben. Beispiele? Anfang des 20. Jahrhunderts kam das Automobil auf, die Elektrizität und das Telefon. Ausserdem entwickelte sich der Wertpapierhandel. Da wir uns in einer solchen Zeit aber orientieren und entscheiden müssen, bleibt es eine Herausforderung, mit der vor allem Unternehmer umgehen lernen müssen. Mein persönlicher Favorit für Entscheider: Unternehmensplanung weiterhin auf fünf Jahre erstellen, aber mindestens alle zwei Jahre komplett in Frage stellen, besser jährlich.

Ein schönes – und wirklich greifbares – Beispiel auf der Produktseite ist für mich das Bild dieses Blogs, das zeigt, wie wir hin und her gerissen sind als Verbraucher. Die Lösung des Unternehmens, auch wenn es kommunikativ auf der Packung etwas widersprüchlich erscheint: das Produkt für beide Fälle anzubieten, den Standardfall auf den aktuell größeren Markt auszurichten und über die eigene Website Alternativen anzubieten. Den Besuch des ansonsten anonymen Supermarkt Kunden kann das Unternehmen dann gleich dazu nutzen, einen direkten Kontakt auf zu bauen.

Robert Noyce ist „the most important person, most people haven’t heard of.“ Er ist der Erfinder des integrierten Schaltkreises – dem Microchip – zusammen mit Jack Kilby, der zeitgleich eine Lösung fand. Er unterstützte die Entwicklung des Mikroprozessors und hat damit die, wie viele meinen, wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts gemacht. Noyce ist auch der Urheber meines Leitbildes:

„Optimismus ist die essenzielle Zutat für Innovation. Wie sonst kann der Einzelne Wandel der Sicherheit und Abenteuer dem Verharren in der Komfortzone vorziehen?“ (Quelle: Intel Museum)

Er hat die Startup Kultur des Silicon Valley mitbegründet, aus dem von ihm geführten Unternehmen „Fairchild Semiconductors“ gingen hunderte weitere Firmen direkt hervor, die sogenannten „Fairchildren“. Unter anderem auch Intel, das er mit Gordon Moore (und auch Andy Grove) am 18. Juli 1968 gegründet hat. Und damit wurde auch die von ihm mit initiierte Firmenkultur auf einer breiten Basis in die Welt gebracht, die im Kalifornien der Sechziger Jahre sehr gut zur allgemeinen entspannteren Stimmung passte und sich von der strengen und einengenden „Corporate Culture“ der Ostküste befreite.

Die zwei Seiten seines Kündigungsschreibens sagen wahrscheinlich mehr über ihn aus, wie alles andere, was über ihn geschrieben wurde:

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(Quelle)

Er war begeisterter Schwimmer, Skifahrer, Pilot, politisch Aktiver. Und Raucher, was zu seinem frühen Tod mit 62 Jahren am 3. Juni 1990 beigetragen hat. Im Laufe seines Lebens war er ein früher Business Angel und hat seine Aufgabe als Mentor von jungen Unternehmern wie Steve Jobs sehr ernst genommen:

„Bob Noyce took me under his wing,“ Apple Computer founder Steve Jobs explains. „I was young, in my twenties. He was in his early fifties. He tried to give me the lay of the land, give me a perspective that I could only partially understand.“ Jobs continues, „You can’t really understand what is going on now unless you understand what came before.“ (Quelle)

Er hatte die Gabe, Menschen zu ihrem Besten zu inspirieren, sie mit anderen zusammen zu bringen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Entwicklungen erst ermöglichten. Laut seiner Biografin, Leslie Berlin, bestätigen die meisten Menschen, mit denen sie gesprochen hat, seine entspannte Art drücken selbst Jahre später ihre Bewunderung aus für diesen zurückhaltenden und im Grunde bescheidenen Menschen.

Robert Noyce ist auch der Erfinder der flachen Firmenkultur und lebte mit seinem Vorbild bei Fairchild Semiconductor und bei Intel genau das vor, was die vielen nachfolgenden Unternehmen, insbesondere im Silicon Valley, bestimmen und auch heute der Kern von Größen wie Google noch ist: die Wahrnehmung des Unternehmens, dass es sich über seine (fähigsten und engagiertesten) Mitarbeitenden definiert, dass diese die Zukunft der Firma bestimmen und deren Weggehen das Ende einer Firma bedeuten kann.

Sein Management Stil wird mit „Ärmel hochkrempeln“ umschrieben. Er hat zugunsten aller Talente im Unternehmen ein entspanntes Arbeitsumfeld bereits in den 60er Jahren geschaffen und auch selbst auf vermeintliche Statussymbole von Konzernleitenden verzichtet. So konnte jeder Beitrag zum Unternehmen belohnt werden. Dieser entspannten Haltung lag der Willen zum Erfolg zu Grunde, „Kuschelatmosphäre“ um ihrer selbst Willen gab es nicht. Dafür eine Plattform, die Eigeninitiative und Team-Erfolge förderte und belohnte. (Quelle)

„The next good idea comes from anybody in the company. Don’t be encumbered by history. Go off and do something wonderful.“ (Quelle: Intel Museum)

Gefragt, was er tun würde, wenn er „Kaiser“ von den USA wäre, antwortete er „…make sure we are preparing our next generation to flourish in a high-tech age. And that means education of the lowest and the poorest, as well as at the graduate school level.“ (Quelle) Seine Stiftung unterstützt heute Schüler in den „MINT“ Fächern.

Weiterlesen
Artikel von Tom Wolfe
Artikel Silicon Valley before the Startup
The Man behind the Microchip – Biografie
The Intel Trinity – Biografie von Robert Noyce, Gordon Moore, Andy Grove

Weitersehen
Podfather – Robert Noyce and the Rise of Silicon Valley (PBS)
Vortrag von Robert Noyce
Startup der Startups

Quelle Titelbild

Am Montag 9.5.16 hatte ich die Gelegenheit, mein Beratungskonzept vor mittelständischen Unternehmern in Heilbronn vorzustellen. Im Rahmen des SEFEX-Kick-off der Wirtschaftsförderung Heilbronn ging es im Bereich „Expansion“ um die Entwicklung von Produkten bei heutigen Lohnfertigern. Gerade in Baden-Württemberg mit seiner starken Ausrichtung an der Automobilindustrie sind eine große Anzahl Unternehmen ohne eigene Produkte und nur in einer Branche tätig, mit entsprechenden Auswirkungen bei Nachfrageschwankungen des Markets. Das Beratungskonzept Zukunftsmanagement für KMU soll gerade im Bereich „Expansion“ mittelständischen Unternehmen Prioritäten, Ideen und Roadmaps für neue Geschäftsfelder und umsetzbare Projekte liefern.