Die NOW Studie „Klimafreundliche Pkw in Deutschland: Herstellerbefragung zu Absatzprognosen und Technologietrends 2025“ zeigt, warum E-Mobilität zum Massengeschäft wird.
In die Zukunft schauen geht nicht. Versuchen kann man es aber. Insbesondere bei einem methodischen Vorgehen in Verbindung mit denjenigen, die diese Zukunft maßgeblich mitgestalten: die Autohersteller. Sie teilen ihre Prognosen und Planzahlen – also worauf sie selbst ihr Vorgehen aufbauen und deren Ergebnisse als öffentliche Studie vorliegen.
Die NOW GmbH hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr im Sommer 2025 zum dritten Mal kartellrechtskonforme „Cleanroom-Gespräche“ mit führenden Pkw-Herstellern geführt. Befragt wurden Hersteller, die zusammen über 80 % des Pkw-Absatzes und über 90 % der E-Pkw-Absätze in Deutschland repräsentieren. Ziel war es Markt- und Technologietrends der Elektromobilität zu erheben und die Bedarfsplanung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur zu unterstützen.
Auf Basis der Herstellerprognosen erwartet die NOW bis 2030 rund 8 Mio. batterieelektrische Fahrzeuge und 2,4 Mio. Plug-in-Hybride im Bestand. Der Absatz 2030 soll bei ca. 1,8 Mio. BEV und 0,2 Mio. PHEV liegen (etwa 70 % Elektroanteil), bei einem durchschnittlichen BEV-Absatzwachstum von 24 % pro Jahr zwischen 2026 und 2030.
Zugleich werden mehr Modelle, größere nutzbare Batteriekapazitäten, steigende Reichweiten, zunehmende HPC-Schnellladefähigkeit (auch in kleineren Segmenten) sowie eine breite Verbreitung bidirektionalen Ladens (V2X) bis 2030 erwartet.
Dies zeigt ein klares strategisches Bekenntnis der Industrie zur Elektrifizierung und zum Übergang in den Massenmarkt nach 2030.
Elektromobilität 2030 auf Basis der Herstellerbefragung:
- Marktprognosen 2030: Solides Wachstum
- Technologische Entwicklungen: Mehr Reichweite, Schnellladen und bidirektionales Laden
- Klares Bekenntnis zur Elektrifizierung
Dass diese Studie nicht alle Player einbezieht, sondern einen Fokus auf den deutschen Raum hat, ist sicher etwas unbefriedigend. Lässt es doch zu viele Fragen offen. Doch es ist gerade für die deutsche Politik und Wirtschaft ein wichtiges Mittel. Und auch Journalisten dürfte diese Studie helfen, einen klaren Blick auf die Industrie und den entwickelnden Markt zu bekommen.

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