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Roboter kennen wir normalerweise nur in der Produktion. Sie sind vor allem an schwierigen Stellen im Einsatz, schweissen Karosserien zusammen, lackieren Autos, übernehmen repetitive manuelle Aufgaben. Für die meisten von uns sind sie noch unsichtbar, ein Ding aus einer zukünftigen Welt. Und doch werden sie nach und nach präsenter in unserem Leben. Ein ganz praktisches Beispiel: die zunehmend verbreiteten Mähroboter im Garten.

In vielen Haushalten mit Kindern sind die beiden AI-Spieleroboter Cozmo und Vector verbreitet. Fischertechnik hat Roboter Anwendungen, Boston Dynamic stellt immer wieder spektakuläre akrobatische Roboter vor. Im Weltall wurde gerade Cimon getestet. Die Forschung arbeitet an Pflegerobotern, Startups an Begleitern für alleinlebende Menschen.

Ganz besonders beeindruckt mich aber immer noch die Roboter „Band“ des Neuseeländer Komponisten Nigel Stanford. Natürlich sind sie in diesem Musikvideo

eher althergebrachte Musikautomaten und machen Musik, die der Künstler auch gleich komplett digital erzeugen hätte können. Doch zeigt uns das Video auf eine beeindruckende Art und Weise, dass Roboter Aufgaben übernehmen können, die sonst nur Menschen vorbehalten sind.

Wer Kinder hat, hat wahrscheinlich schon Bekanntschaft mit Cozmo und seinem Nachfolger Vector gemacht. Die beiden kleinen Roboter sind weit mehr als ein Spielzeug. Sie sind eine Roboter Plattform. 

Optisch erinnern der Cozmo Roboter und Vector an WALL-E, dem Pixar/Disney Roboter, der ganz alleine die Erde aufräumt, nachdem sie von den Menschen als unbewohnbar verlassen wurde. Sie sind kleine Planierraupen mit einem „Gesicht“. Sie geben Töne von sich und Vector hört auch zu. Integriert sind Programmierfunktionen, die es ermöglichen, die beiden auch über „normale“ Mensch-Roboter Interaktionen zu steuern. Diese sehr hochwertigen Geräte kommen als Kinderspielzeug ins Haus. Sie bringen aber gerade Kindern das Thema Roboter und Programmieren nahe und machen es auch emotional zugänglich.

Vector im Video

Hier ein Eindruck von Vector im Video:

Die Macher der beiden Roboter sehen mit ihrer Firma Anki eine Vielzahl von Anwendungen, die sie mit ihrer Plattform erfüllen können. Ein digitales Geschäftsmodell könnte das dreidimensionale Vermessen von Häusern sein. „Spielzeug“ war für sie ein guter Start, die junge Firma finanziert sich darüber. Und lernen viel aus den Anwendungen und der Nutzung der Roboter in Haushalten.

Podcast mit den Machern von Cozmo und Vector

Im hörenswerten Podcast der Venture Capital Firma Andreessen Horowitz geben die Gründer Einblicke in ihr Vorgehen.

Die Anki Website zeigt die Features von Cozmo dem Roboter, der mit ca. 150 EUR ein erstaunlich günstiges Hightech Gerät für das Kinderzimmer ist.