Will.i.am sieht in Künstlicher Intelligenz einen starken digitalen Wandel der Musikindustrie und betont, dass der Wert von Live-Performance steigt. Gleichzeitig warnt er vor Risiken für digitale Identitäten und fordert klare Schutzregeln, bleibt aber hinsichtlich technischer Lösungen optimistisch.
Als Professor an der Universität unterrichtet Will.i.am mittlerweile auch den Bau von AI-Agenten: Er bringt seinen Studierenden bei, wie sie ihre eigene KI entwickeln können – vergleichbar mit einem persönlichen digitalen Assistenten. Seiner Meinung nach wird ein eigener Agent in Zukunft ähnlich unverzichtbar sein wie ein Bankkonto oder eine E-Mail-Adresse.
Will.i.am, Musiker, Innovator und inzwischen Professor an der Arizona State University, spricht über die gegenwärtigen Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) in der Musikindustrie. Er hat im Laufe seiner Karriere stets am technologischen Puls der Zeit gearbeitet und beobachtet nun intensiv die Veränderungen, die KI in die Welt der Musik bringt.
Will.i.am betrachtet die aktuelle Qualität vieler KI-generierter Songs kritisch. Er beschreibt sie als das „Schlechteste, das es je geben wird“, ist aber überzeugt, dass sich die Technologie ständig weiterentwickelt und sich schon bald von promptgesteuerten zu promptlosen Systemen entwickeln wird. Diese Entwicklung erinnert ihn daran, wie in den 1970er Jahren bereits neue Technologien die Musiklandschaft veränderten: Damals waren es die Sampler, durch die Musik neu arrangiert und das Sampling – eine der Grundlagen des Hip-Hops – geboren wurde. Will.i.am selbst hat in seiner Karriere viel gesampelt und sieht daher Parallelen zur heutigen KI-Entwicklung. Er warnt davor, einfach alles als „Diebstahl“ abzutun, denn in der Kultur wurde schon immer auf Bestehendem aufgebaut, sei es in der Musik oder in der Literatur.
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„Will.i.am on AI’s impact on music: The AI that we’re concerned about isn’t here yet“

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