Die Entwicklung einer Innovationskultur im Unternehmen kann auch auf eine bekannte Weise angegangen werden: aktiv und ähnlich wie ein Produkt. Mit einem vertrauten Vorgehen („Produkt Management“) können nicht nur Produkte, sondern auch das Thema „Unternehmenskultur“ entwickelt werden. Wenn es neben den eigentlichen Kundenprodukten auch als gleichwertiges „Produkt“ für Mitarbeitende gesehen wird.
Beide Bereiche können bewusst gestaltet und kontinuierlich verbessert werden. Damit wird Kultur nicht als Nebenprodukt, sondern als wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie behandelt. Innovationskultur entsteht nicht einfach, sondern wird angelegt und kontinuierlich weiter entwickelt.
Kultur als Produktentwicklung
Die Kulturentwicklung folgt Prinzipien der Produktentwicklung: Feedback wird systematisch gesammelt, es gibt eine klare „Feature“-Logik, und Verbesserungen erfolgen iterativ. Im Fokus steht, welche Aspekte der Kultur besonders geschätzt werden und wo die größten Wünsche und Lücken liegen. So entsteht ein strukturierter Prozess, um Kultur aktiv zu formen statt sie passiv entstehen zu lassen.
Rolle des „Culture Code“
Wichtige Aspekte der Innovationskultur, dem Umgang miteinander, unsere Vision, Wissen und Ziele können leicht den Mitarbeitenden zugänglich gemacht werden. Hier hilft Transparenz gerade in den Bereichen, in denen die Fragestellungen schwieriger und kontroverser werden. Wie in der Produkt Entwicklung ist es notwendig, kontinuierlich daran zu arbeiten. Es ist klar, dass auch hier eine regelmäßige Weiterentwicklung notwendig ist. Dies ist sowohl für neue als auch bestehende Mitarbeitende eine wichtige Grundlage für ihre Arbeit und gibt Orientierung.
Vorgehen zur Kultur-Weiterentwicklung
Zur Weiterentwicklung der Kultur ist es sinnvoll, die beliebtesten „Features“ der bestehenden Kultur zu identifizieren, um diese bewusst zu erhalten und zu stärken. Parallel werden die meistgewünschten neuen „Features“ erhoben, die dann priorisiert und gezielt umgesetzt werden können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Kulturveränderungen sowohl wertebasiert als auch mitarbeiterzentriert sind.
Zusammenfassung
- Zwei „Produkte“: Kundenprodukt und Unternehmenskultur für Mitarbeitende
- Kultur wird wie ein Produkt iterativ und datenbasiert weiterentwickelt
- Der öffentlich zugängliche „Culture Code“ ist die zentrale, lebende Dokumentation der Kultur
- Vorgehen: Lieblingsfeatures der Kultur sichern, Wunschfeatures priorisieren und umsetzen
- In den Austausch gehen: herausfordernd gestalten und verbessern

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