Kunststoff ist allgegenwärtig in unserem Leben. In den letzten Jahrzehnten hat sich das vielseitige Material den zentralen Platz in unserer Welt erobert, kaum ein Produkt existiert (derzeit?) ohne. Nach fast ungehemmtem Wachstum wird aber auch die Kehrseite deutlich: z.B. Plastik in den Ozeanen, Mikroplastik im Grundwasser. Auch das Thema Kunststoffrecycling kommt nicht voran. Jedoch wächst das Problem-Bewusstsein und Alternativen bei Verhalten und Rohstoffen entstehen langsam, wie ich in einem Projekt selbst erfahren habe.

Das Öko-Institut in Freiburg, bei dem ich Mitglied bin und früher tätig war, hat zum Thema ein Spendenprojekt gestartet, das sich gezielt an Verbraucher wendet. „Ohne Plastik leben – aber wie!?“ stellt die Frage, wie sich eine konsequente Einschränkung der Kunststoffnutzung auswirkt. Die Forscher gehen einer etwas extremen Frage nach, um Antworten für jeden einzelnen von uns für das tägliche Konsumverhalten zu geben.

Wie die Konstanzerin Susan Rößner in ihrem Leben Plastikmüll vermeidet, zeigt sie anschaulich in ihrem Talk bei der Ideenkonferenz TEDxBodensee, welche wir 2016 in Friedrichshafen veranstaltet haben:

Im aktuellen Spendenprojekt geht ein Expertenteam des Öko-Institut folgenden Fragen nach:

  • Möglichkeiten und Auswirkungen eines Plastikverzichts
  • Gründe für die Kunststoffnutzung
  • Erfahrungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Plastikvermeidung
  • möglicher Einsatz alternativer Materialien
  • vielversprechende Lösungsstrategien mit gesellschaftlichen Gruppen

Ergebnisse des Projektes werden unter anderem im Blog des Öko-Institut als „Zukunftsgeschichten über ein plastikfreies Leben“ veröffentlicht. Unterstützer können auf der Projektwebsite „Ohne Plastik leben – aber wie!?“ online spenden. Dies ist ein Schritt zum verantwortungsvollen Umgang mit einem eigentlich wertvollen und unendlich vielseitigen Material. Denn im Kunststoffbereich ist noch viel Potential für Innovation.

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