Ein Nachteil der weit verbreiteten Produktivitätsmethode „Getting Things Done“ (GTD) von David Allen: das „Warum“ der zu erledigenden Aufgaben wird nur marginal thematisiert. Es gibt in GTD zwar das Konzept der „Flughöhen“. David Allen geht aber nicht darauf ein, wie diese zusammenhängen und oder diese erarbeitet werden, es fehlt der die Anleitung zum Umgang damit.

Doch spätestens mit Simon Sineks TEDx-Talk „why“ ist das Thema des „Warum“ die zentrale Frage. Sie lenkt die Priorisierung von Projekten, von Aufgaben, ist zentrale Frage bei der Erarbeitung von Geschäftsmodellen, besonders im Bereich von Social Entrepreneurship. Warum? Die Beantwortung der Frage nach dem „Warum“ baut Identität im Kern und stärkt unsere Vorhaben von innen heraus. Ohne Inhalt arbeitet man einfach nur Aufgaben ab, ohne Kontext ist ein Produkt einfach nur ein weiteres Ding in der Welt. Ohne das „Warum“ ist ein Unternehmen einfach eine weitere Organisation, welche beliebig austauschbar ist.

Visioning hilft, diese Zukunftsbilder zu schaffen und Orientierung für Entscheidungen auf den verschiedenen „Flughöhen“ zu geben. Im Zentrum steht das „Warum“ und „Wohin“. Letzteres liegt weit genug in der Zukunft, dass es ständiger Ansporn ist. Das Erstaunliche am Visioning ist die Wirkung sowohl nach innen auf die Mitarbeitenden und Partner, als auch nach aussen auf Kunden, potentielle Mitarbeitende und Partner. Vorausgesetzt, man nimmt das Thema ernst und versteht die Langfristigkeit des damit eingegangenen Commitments.