Wir sprechen häufig von der Etablierung einer Innovationskultur, vor allem wenn wir bei bestehenden Unternehmen über dringend anstehende tiefgreifende Veränderungen in der Produktstruktur oder dem Geschäftsmodell reden. Praktisch auch, wenn ein Umzug oder Neubau ansteht, dann denken wir über die Zukunft der Arbeit nach und wie wir sie im Unternehmen gestalten. Schnell sind Vorstellungen von Kreativräumen, Open Space Ansätzen und Coworking auf der Agenda – „New Work“ verlangt danach.

In guten Unternehmen werden dann die Mitarbeitenden einbezogen und gemeinsam Wege gefunden, die Planungen der Geschäftsleitung zu ergänzen und umzusetzen. Heraus kommen interessante Konzepte und Räumlichkeiten, im Idealfall mit positiven Auswirkungen auf die Firmenkultur.

Doch braucht es einen Neubau für Innovation? Ich weiß, das hört sich nach einer eigenartigen Frage für einen ex-Architekten an. Die kurze Antwort lautet: „nein“. Gerade in einer Zeit, in der wir (idealerweise) gemeinsam mit einer Reihe von Kooperationspartnern, unseren Kunden und einem Netzwerk von Externen unsere Leistungen erbringen, in der wir Standorte und Menschen weltweit miteinander verbinden, verliert das einzelne Gebäude seine Notwendigkeit. Ikonische Gebäude haben weiterhin ihre Strahlkraft, inspirierende Orte für das gemeinsame Arbeiten der Menschen, die zusammen kommen können sind auch wichtig.

Doch es ist nicht mehr das Büro, welches die Beteiligten im Innovationsprozess verwebt. Vielmehr ist es die Motivation und die Einstellung der Beteiligten, die Energie, die sie mitbringen. Natürlich haben nicht alle im Unternehmen und in seinem Netzwerk den gleichen Antrieb. Schon garnicht die Begeisterung für spezielle Themen.

Umso wichtiger ist es, zu „seinem“ Thema die passenden und verstreuten „Einzelnen“ zusammen zu bringen. Es gilt eine Bewegung zu starten! Wie? Eigentlich ganz einfach, sagt Derek Sivers in seinem TED-Talk (3 Min., Abschrift):

Begleitung bei der Bewegung?