Gebäude können Arbeit, Menschen und Zukunft verbinden

Entscheidend ist, dass ein Gebäude gut funktioniert, Menschen einlädt, gemeinsam zu arbeiten und Raum für Leistungen jenseits des Tagesgeschäfts und für Innovation schafft.

270 Park Ave Foster

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Manchmal holt mich meine Vergangenheit als Architekt ein. Mit Begeisterung für schöne Lösungen. Dazu gehört für mich natürlich eine minimalistisch moderne Ästhetik. Viel wichtiger: es gehört auch dazu, dass ein Gebäude gut funktioniert, Menschen einlädt, zusammen ihre Arbeit zu machen. Und es gehören Möglichkeiten dazu, etwas über das Tagesgeschäft hinaus leisten zu können. Innovation stattfinden zu lassen.

Ein Gebäude, das Architektur prägt

Architektur, wie sie etwa im neuen Gebäude 270 Park Ave in New York City vom Architekturbüro Foster und Partner sichtbar wird, ist weit mehr als die Kunst, beeindruckende Bauten zu entwerfen. Sie prägt, wie wir arbeiten, einander begegnen und unsere Zukunft gestalten – besonders in modernen Arbeitswelten. 270 Park Ave zeigt, wie zeitgenössische Architektur, inspiriert von Vordenkern Le Corbusier, zu einem aktiven Mitgestalter von Unternehmenskultur werden kann. Entscheidend ist dabei, Architektur als gemeinschaftlichen Prozess zu verstehen, in dem Gestaltung, Funktion und Partizipation zusammenwirken. So entstehen Räume, die Arbeit erleichtern, Begegnung fördern und eine zukunftsfähige, menschzentrierte Arbeitswelt ermöglichen. Auch als Gegenentwurf des häufig vereinzelnden Home Office.

Ich bin Norman Foster Fan der ersten Stunde, mein Lieblingsgebäude war eine Art leichte Strandhütte, die er, zusammen mit seiner Frau und Richard Rogers, entworfen hat. Die Foster Architekturfirma hat mich auf den Weg gebracht, den Fokus auf Energie in Gebäuden zu legen und ist schlussendlich der Auslöser für meine Doktorarbeit gewesen. Und es hat mir gezeigt, wie Kreativarbeit, hier in Form von Architekturleistungen, auch kommerziell organisiert werden kann für Top Ergebnisse.

Ganz neu eröffnet ist 270 Park Ave. das Hauptquartier von JP Morgan. Ein Gebäude in der Tradition der New York Wolkenkratzer, das ausschaut, als wäre es schon immer da gewesen. Und doch kann man es nicht übersehen. 270 Park Ave. bringt den Travertin zurück. Ein zeitloses Material, das Ruhe und entspannte Eleganz ausstrahlt. Mit dem richtigen Licht, schafft der Stein eine helle, freundliche Atmosphäre für die Menschen, die in das Gebäude kommen, warten oder zu ihrem Arbeitsplatz gehen.

Inspiriert durch moderne Klassiker

Um zusammen zu kommen, nimmt der Wolkenkratzer die Ideen LeCorbusier’s aus der Unite d’Habitation (Marseille, Berlin und andere) auf, „Stadt, Plätze und Strassen“ in höheren Geschossen zu etablieren. Nicht einfach Büros, sondern Orte der Begegnung, Plätze, Cafés, Restaurants. Der Platz zum Austausch über einen Kaffee mit einem Kollegen oder Kollegin. Ein anderes Konzept LeCorbusiers, das aufgegriffen wurde: das im Grunde freie Erdgeschoss. In diesem Fall ohne Garten aber mit der klassischen Moderne der Berliner Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe.

Im Video sind einige öffentliche Bereiche gut zu sehen und es werden auch spezielle technische Themen besprochen – wie gewohnt von der Architekturfirma Foster. Doch was nicht gezeigt wird sind die Arbeitsräume. Die Büros, Die Meetingräume, die Teeküchen. Die Flure dazwischen. Die Räume in denen die Menschen sich überwiegend aufhalten. Interagieren, gemeinsam etwas erreichen. Denn das macht Architektur gerade aus: gute Möglichkeiten für das Leben und Arbeiten zu schaffen. Es gibt Gebäude, die müssen auch nach aussen etwas darstellen. Wichtig ist aber, wie sie die Tätigkeiten im Inneren unterstützt, ermöglicht und fördert.

Beteiligung?

Es kam eine Vielzahl Beteiligter zu Wort bei der Erläuterung des Designprozesses. Nicht erwähnt wurde, inwieweit Menschen aus dem Unternehmen integriert wurden, beteiligt waren an der Entwicklung ihres zukünftigen Umfeldes. Viele (nicht nur große) Unternehmen schaffen vor und während Bauprojekten eine Umgebung, in der Mitarbeitende mitmachen können. Mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen, wie ich selbst schon als Berater erlebt habe.

Insgesamt zeigt sich, dass Architektur dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie als gemeinschaftlicher Prozess verstanden wird, der Menschen, ihre Bedürfnisse und ihre Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellt. Indem wir Räume gestalten, die Identifikation stiften, Austausch fördern und Flexibilität zulassen, schaffen wir nicht nur funktionale Arbeitsumgebungen, sondern lebenswerte Orte, in denen etwas stattfinden kann, was weit über das Tagesgeschäft hinaus gehen kann und gemeinsame Innovation ermöglicht. So trägt Architektur maßgeblich dazu bei, eine zukunftsfähige, menschzentrierte Arbeitswelt und deren Ergebnisse zu formen, in der sich Individuen wie Gemeinschaften gleichermaßen weiterentwickeln können.

Videotour 270 Park Ave.

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