Innovative Leistungen kommunizieren mit Jürgen Kroder

In der 56. des Smart ist Jürgen Kroder mein Gesprächspartner. Wir unterhalten uns über Möglichkeiten und Vorgehensweisen zur von innovativen Leistungen.

Jürgen Kroder
(c) Jürgen Kroder

Neue, innovative Produkte gerade im Bereich der Digitalisierung sind in vielen Fällen komplex. Die zugehörige Kommunikation hilft, die Funktionen und Zusammenhänge zu verstehen. Dabei findet sie auf mehreren Ebenen statt und braucht medienspezifisches Wissen. Wir unterhalten uns über die Herausforderungen an das , sowie die Notwendigkeit und Ausprägung einer geeigneten .

Jürgen Kroder ist freier Fachautor und Kommunikationsberater. Er betreibt den Startupwissen Blog und Podcast und ist tätig für Magazine und Unternehmen.

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Wir gehen ab ca. Min. 26:50 im Podcast auf wichtige Punkte für den Start ein.

Transkript

Das Transkript wurde manuell erstellt.

Klaus Reichert: Innovationen weiterdenken und Zukunft einfach machen. Hallo, Klaus Reichert hier, ich bin unabhängiger Unternehmensberater und Business Coach für Innovation und Business Design. Ich begleite engagierte Unternehmer*innen und Führungskräfte, sowie ihre Teams, mit Smart Innovation auf dem Weg von der Vision zu enkeltauglichen Leistungen. Meine Mission ist es, Unternehmen und seine Menschen kreativer und innovativer zu machen. Ich arbeite remote von aus. Im Smart Innovation Podcast spreche ich mit engagierten und kreativen Menschen über Innovationen, , Unternehmertum und Verantwortung, gerade im Kontext des Klimawandels. Zuhörer können bei den Live-Aufnahmen mitmachen und Fragen stellen, so wird Innovation lebendig und leicht umsetzbar. Die Live-Aufnahmen sind mittwochs, Episoden erscheinen montags. Dem Link zu Terminen, Newsletter und dem Transkript finden Sie in den Shownotes. Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre Podcast oder auf klausreichert.de/linkedin. Und denken Sie dran, es gibt kein Ende von Innovation, nur Starts.

Klaus Reichert: Mein Gesprächspartner heute ist Jürgen Kroder, er ist freier Fachautor und Kommunikationsberater und ist tätig für Magazine und Unternehmen. Hallo Jürgen, schön, dass du dir heute die Zeit nimmst für uns.

Jürgen Kroder: Hallo Klaus, vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Es freut mich, da jetzt auch mal in deinem Podcast als Gast zu sein.

Klaus Reichert: Ja, da kommen auch gleich zum Thema, ganz interessant finde ich, dass du neben deiner Tätigkeit als Fachautor auch als Berater selbst ja einen Blog und einen Podcast betreibst. Das heißt, du hast da etwas aufgebaut, was dir hilft natürlich als Experimentierplattform neue Dinge auszuprobieren. Du machst es ja auch immer wieder, du bringst damit Neues heraus, du berichtest darüber Erzähl doch bitte mal darüber, wie bist du dazu gekommen, was ist so das, was du so damit dann auch immer wieder experimentierst?

Jürgen Kroder: Ich glaube, ich hole mal so ganz kurz aus, du hast mich so grob vorgestellt, aber ich möchte, weil  du hattest von dem Blog gerade geredet, das muss man ein bisschen spezifizieren, weil, ich betreibe mehrere Blog und deswegen drösel ich mal ganz grob auf, was ich aktuell so mache. Also ich bin seit über 25 Jahren in der IT- und Medienbranche tätig …

Klaus Reichert: Ach, so alt bist du doch noch gar nicht.

Jürgen Kroder: Ja, nee, also, ja, ich habe mich gut gehalten und geistig vielleicht immer noch irgendwo bei 19 stehengeblieben. Nee, also ich bin schon länger in der in der IT- und Medienzeit, habe noch gelernt oder gesehen, wie die Pixel das Laufen lernten quasi und bin jetzt seit vielen Jahren wieder selbstständig. Das wechsele ich immer mal ab zwischen Selbstständigkeit und Festanstellungen, das finde ich sehr inspirierend, so in beide Welten quasi mal reinzuschauen. Und jetzt seit ein paar Jahren habe ich so mehrere Standbeine, einerseits bin ich Marketing-Strategie-Berater für Soloselbstständige, Startups und kleine mittelständische Unternehmen, nicht für große Unternehmen, das habe ich mir bewusst so als Positionierung festgelegt. Dann die Marketingstrategie, die ich erarbeite, die setze ich häufig auch mit um, entweder komplett, kommt drauf an, wie komplex oder umfangreich dann die im Marketing-Strategie ist oder ich nehme dann  Agenturen andere Dienstleister dazu, um das dann umzusetzen. Dann als zweites Standbein, das hattest du ja schon erwähnt, bin ich Fachautor, das heißt, ich schreibe sehr viele Fachpublikationen. Aber auch im Namen von Unternehmen, oft da dann als Ghostwriter schreibe ich dann für deren Blogs, Online-Magazine, E-Books und Whitepaper und da habe ich so verschiedene Fachgebiete, eben zum Beispiel Digitalisierung, E-Commerce, digitaler Vertrieb, IT-Security, Online-Marketing und Gründer-Business.

Klaus Reichert: Ganz schön breit.

Jürgen Kroder: Ja, einerseits bereit, aber es gehört ja auch alles irgendwie zusammen. Weil, ich finde, als Gründer sollte man sich auf jeden Fall mit Marketing beschäftigen und Kommunikation, ist auch das heutige Thema, aber man sollte sich genauso mit der Digitalisierung beschäftigen. Wenn man sich in der Digitalisierung beschäftigt, darf man auf keinen Fall die IT-Security vernachlässigen und natürlich auch nicht das Online-Marketing zum Beispiel. Also für mich sind das alles so Zahnräder, die ineinander greifen und niemals alleine stehen dürfen. Deswegen bin ich auch zum Beispiel so ein Mensch, der sagt, Marketing ist ja weit, weit mehr als nur Werbung. Also das ist ja klar …

Klaus Reichert: Reklame.

Jürgen Kroder: Genau, Reklame, Prospekte, wie man es noch so kennt. Aber das vergessen viele Leute, also die verstehen gar nicht, dass Marketing viel, viel weiter gefasst ist eigentlich auch per Grunddefinition, aber die meisten Menschen denken, es ist halt eben nur Werbung, Reklame, wie auch immer. Aber nein, Marketing ist was wirklich Umfassendes im Unternehmen, unter anderem auch, dass man bei der Digitalisierung mit steuern kann.

Klaus Reichert: Ja, da wollen wir auch darüber sprechen, auch ein bisschen auch in diese Breite sozusagen gehen. Die Tiefe werden wir natürlich nicht schaffen, aber da kann man sich dann ja später mal mit dir noch in Verbindung setzen. Jetzt hast du Startups angesprochen gerade, du hast auch gesagt, Mensch, du hast dann noch ein weiteres Blog und Podcast, an dem du arbeitest, das ist das StartUpWissen.biz.

Jürgen Kroder: Genau, richtig, ist einer von verschiedenen Blogs, die ich betreibe, eigentlich auch mein Wichtigster. Und ich sage immer der Blog, nicht das Blog. Das sagt auch jeder anders, aber vollkommen Ordnung, es gilt beides sogar, laut Duden sogar müsste beides gelten. Und StartUp.biz ist mittlerweile, ja, wirklich kein Blog mehr im klassischen Sinne, es ist eigentlich schon richtiges Online-Magazin. Weil, Blog hat ja oft mit was Persönlichem zu tun oder etwas, was dann Unternehmen so betreiben und dann, ja, so eine Mischung aus persönlichen Aspekten ist und dann ein bisschen Online-Magazin. Und StartUp ist jetzt eigentlich schon dem Blogstatus entwichen, kann man sagen und ein richtig großes Magazin geworden. Aber, klar, ich nenne es auch gerne Blog, weil es einfach noch so ein bisschen nach Underground klingt und weil es eigentlich eine one-Man-Show ist, auch wenn es groß wirkt, sage ich mal, aber größtenteils, die Textes sind von mir und neben dem eigentlichen Blog, also den Texten, gibt es eben auch den StartUpWissen-Podcast.

Klaus Reichert: Wir werden auf beides verlinken in den Shownotes, sodass man da auch rein hören kann und das man sehen kann, was du da machst. Für dich ist es ja auch so eine Art Experimentierplattform, wo du Neues ausprobieren kannst, wo du über Neues schreiben kannst, was du dann noch kennen gelernt hast. Wie findest du sowas raus, wie kommst du auf diese Themen?

Jürgen Kroder: Da gibt es mehrere Ansätze, also wie gesagt, ich betreibe noch nebenher noch in anderen großen Blog, nämlich auf meiner Seite juergenkroder.com, gibt es auch einen Blog und da gibt es auch eine Sektion Podcast zum Beispiel. Und ich habe für die verschiedenen Bereiche, die ich mache als Selbstständiger, habe ich quasi verschiedene Hüte auf und dementsprechend kann ich dann auch zuordnen, ah, die Idee oder diese Textidee, die ist eher was für das StartUpWissen und die ist dann halt eher was für meinen Jürgen-Kroder-Blog. Und natürlich vermischt sich das auch gerne mal, StartUpWissen ist halt dann eben sehr große Brand, ich würde auch behaupten, der ist bekannter als ich selbst, ist auch okay so. Und da habe ich eben ganz verschiedene Zielgruppen und auch Zielrichtungen, in die ich gehe. Und wie komme ich zu den Themen, da gibt es verschiedene Ansätze. Einerseits habe ich eine ganz, ganz große lange, lange Liste und die wird immer länger mit einfachen Themen, über die ich mal noch schreiben möchte und da geht es eben um reine Gründerthemen. Denn das muss man dazu sagen, bei StartUpWissen steht im Fokus, ein Thema nicht umfassend ausufernd zu erklären, wie jetzt bei Wikipedia zum Beispiel, sondern es geht darum, Wissen für Startup-Gründer oder Startup-Inhaber oder Startup-Mitarbeiter und auch, in Anführungszeichen, ganz normale Mittelständler und Selbständige, Wissen zu transportieren und das möglichst kurz und kompakt und leicht verständlich. Und wenn dann jemand sich zu dem Thema informiert hat, dann kann er gerne noch irgendwo ein Webinar sich anschauen, ein dickes Buch kaufen oder eine Fortbildung gehen. Also ich möchte die Leute möglichst schnell aufschlauen und da habe ich natürlich eine ganz, ganz lange Liste mit Themen und Fachbegriffen, die ich erklären möchte oder einfach auch Ratgeber weitergeben möchte für Themen, die für Gründer und Selbstständige wichtig sind.

Klaus Reichert: Für dich ist das in jedem Fall etwas in, deiner Wahrnehmung auch, in deiner Arbeit, du sagst, Startup-Gründung, also etwas, was vielleicht noch nicht so gefestigt ist, aber sehr flexibel sein kann und mittelständisches Unternehmen, das vielleicht gefestigter ist, aber eben insgesamt schon auch sehr flexibel agieren kann, das ist quasi für dich ein Thema oder die sind an ähnlichen Themen interessiert?

Jürgen Kroder: Genau. Weil, es gibt viele Themen, die sind natürlich schon speziell für Gründer, weil nämlich Gründer sich mit anderen Themen teilweise auseinandersetzen müssen, wie jemand, der ein Unternehmen leitet, das schon seit 20 Jahren etabliert ist. Aber es gibt auch übergreifende Themen, zum Beispiel Personalführung oder Marketing-Themen und solche Geschichten und da ist es am Ende fast egal, ob man jetzt so ein junger wilder Gründer ist oder vielleicht ein Startup mit 15 Mitarbeitern oder ein mittelständisches Unternehmen mit 50 oder 100 Mitarbeitern oder noch mehr, weil es halt einfach grundlegende Dinge gibt, die sind für beide genauso spannend, genauso wichtig und können auch dann ähnlich erklärt werden.

Klaus Reichert: Ich finde ja auch, dass es da sehr viele Überlappungen gibt, also vor allem auch, eine Gründung ist irgendwann ja keine Gründung mehr, sondern ist ein Unternehmen im Idealfall geworden und ist dann halt ein junges Unternehmen, aber ist dann schon eben auch ein KMU, ein mittelständisches Unternehmen irgendwann geworden. Jetzt haben wir es da häufig aber auch, gerade bei neuen Unternehmen oder bei Technologie-Startups, Software-, Internet-Startups, ja auch mit sehr komplexen Themen zu tun, die das ans Laufen bringen. Das ist nicht einfach so, hier drücken und dann ist gut, sondern da gibt es einfach Dinge, die man erklären muss. Das heißt also auch, die Bedeutung der Kommunikation an sich und der Wahrnehmung am Markt, vielleicht auch eben die Marke wird da immer wichtiger. Wie siehst du das denn, wann fängt das denn eigentlich an mit dem kommunizieren, wenn ich was Neues anfange, sagen wir mal, ein neues Produkt auf den Markt bringe oder vielleicht auch als Gründer starte?

Jürgen Kroder: Da gibt es den alten Spruch, man kann nicht kommunizieren. Genau, also das heißt, sobald ich hier die erste Idee habe für einen Startup, es sei auch mal dahingestellt, was ist denn ein Startup, da gibt es auch viele sehr nebulöse Definitionen daraus, aber sagen wir erst mal, ich will was gründen und das ist dann gleich ein Startup. Sobald ich mit meinen Freunden bei einem Bierchen über meine erste Idee, mein erstes Konzept rede, kommuniziere ich ja schon vor einem kleinen Kreis und vielleicht auch nicht so richtig nach irgendeinem Styleguide oder so, aber ich rede ja schon darüber. Das heißt, Kommunikation gibt es eigentlich immer und eigentlich machst du auch ab der ersten Sekunde, sobald du mit jemandem darüber redest, eine Visitenkarte machst, eine Webseite aufsetzt und so weiter, machst du auch schon Marketing. Da haben wir ja vorhin darüber geredet, Marketing ist halt mehr als die aktive Bewerbung, sondern Marketing, um jetzt mal so ein bisschen so Grundwissen rüberzugeben, besteht ja aus den vier P, Price, Product, Place und Promotion. Und Promotion, also die Bewerbung ist ja das, was viele als Marketing ansehen, aber es gibt ja noch viele Dinge drum herum, eben zum Beispiel auch die Kommunikation, das alleinige Drüber reden, ich habe eine tolle Idee und ich werde mal die Sache gründen und so weiter und so fort, das ist ja auch schon Kommunikation und damit dann auch Marketing.

Klaus Reichert: Sobald ich anfange, drüber zu reden und das sollte ich relativ früh auch machen beziehungsweise ich mache es ja eigentlich automatisch, sollte das einer gewissen Strategie folgen oder sollte es irgendwie ein bisschen mehr sein, als nur den Mund aufmachen und plappern.

Jürgen Kroder: Ja, definitiv, also man sollte alles, was mit Business zu tun hat, vielleicht auch im Privatleben, immer mit einer Strategie machen. Eine Strategie heißt, man hat einen großen Plan und der Plan wurde man niedergeschrieben oder definiert und auch anhand von Zielen und diese Ziele sind dann vielleicht auch noch mit Beträgen oder mit Kennzahlen verknüpft, so mal ganz klassisch, was ja eine Strategie ist. Und bei Gründern ist es oft so, die haben eine tolle Idee und haben irgendwie so Angst davor, die Idee könnte ihnen jemand klauen und deswegen reden die da nicht richtig offen über ihr Startup-Konzept oder  über ihre Gründung, wie auch immer. Und ich habe das schon bei Kunden von mir gehabt, die haben jahrelang im stillen Kämmerlein ein tolles Produkt entwickelt, haben aber jetzt aktiv kein Marketing betrieben, sondern haben gedacht, oh Gott, das dürfen wir bloß nicht kommunizieren, das muss jetzt geheim bleiben, damit es ja keiner kopiert. Haben dann jahrelang entwickelt und dann waren die irgendwann fertig und dann haben die ziemlich engagiert und meinten, so Junge, jetzt mach mal kurz Marketing und dann starten wir voll durch.

Klaus Reichert: Dann verkauft sich das von selber.

Jürgen Kroder: Genau, weil die ganze Welt halt auf unsere Idee, über die wir bislang nicht geredet haben, haben die Welt total gewartet. Und das ist wirklich ein ganz, ganz großer Fehler. Das heißt ja auch, wie ich es ja vorhin schon meinte, mit der Kommunikation sollte man frühestmöglich natürlich starten und auch mit dem Marketing, aber klar komplett durchdacht, was sage ich wann, wo und wie natürlich.

Klaus Reichert: Du hast jetzt gerade das eingeleitet mit Startup, aber das bezieht sich sofort auch auf Entwicklungsabteilungen von kleineren Unternehmen, die in vielen Fällen eigentlich genau so reagieren, dass sie nicht darüber reden, noch nicht mal in ihrem Netzwerk, mit dem Sie vielleicht sogar ein NDA haben, eine Geheimhaltungsvereinbarung, einfach weil sie Angst haben, man könnte ihnen da etwas wegnehmen. Also natürlich muss man bis zu einem bestimmten Punkt, muss man aufpassen, ja, vor allem wenn es so vielleicht auch um Patente geht, dann muss man schon gucken, was man nach außen gibt und was nicht, aber so im Normalfall, in vielen Fällen haben wir keine Patente im Spiel, da müssen wir gucken, dass wir rechtzeitig viele Menschen mitnehmen, auch, um unser Produkt besser entwickeln zu können, oder? Wenn wir schon früher kommunizieren, zumindest mit manchen strategisch das auch natürlich machen, hat es den Vorteil, dass wir da auch irgendwie ein Feedback zurückbekommen?

Jürgen Kroder: Auf jeden Fall. Und ich kann ja verstehen, wenn jemand eine tolle Idee hat und daraus ein tolles Konzept entwickelt, das erst mal nicht will, dass es kopiert wird, aber sind wir doch mal ehrlich, die meisten Ideen gibt es wahrscheinlich schon millionenfach oder gab es schon Millionenfach, aber es hat bislang noch keiner umgesetzt oder die, die es umgesetzt haben, ja, die waren damit nicht erfolgreich, deswegen gibt es ja dann dieses Konzept noch nicht auf dem Markt. Es ist ja immer so, was macht ein Unternehmen aus, vielleicht eine gute Ideen, ein gutes Produkt, aber dann würde ich die Umsetzung, das, was man daraus ein Business macht, mit dem man Geld verdienen kann, das ist ja eigentlich die große Kunst. Und dann ist ja eben da nicht mehr die Idee das Große, sondern, ich glaube, Edinson hat das mal gesagt, ein Business besteht aus einem Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration. Und genau darum geht es ja auch, eben das wirklich zu erfüllen, was man als Idee hat. Und dementsprechend sollte man möglichst, finde ich jetzt, früh möglich darüber kommunizieren oder viel reden. Und wie du es schon sagst, wenn man eben ein größeres Unternehmen ist, dann lass uns doch erst mal intern darüber kommunizieren, also intern wirklich in der Firma, aber auch im eigenen Netzwerk, mit Geschäftspartnern, meinetwegen mit NDA, weil, daraus wird dann eben eine Ideen noch besser, daran wird gefeilt, das Konzept kann besser verändert werden. Man kann ja auch schon so erste Studien machen oder Erhebung machen, kommt denn meine Idee wirklich an, ist sie denn wirklich so geil, wie ich sie mir vorstelle oder ist sie vielleicht doch nicht so toll? Ja und dadurch entsteht ja auch ein kompletter Prozess dann.

Klaus Reichert: Man sieht das dann ja auch an dem Feedback, was zurückkommt, kann damit dann auch was anfangen, kann das einbauen. Wenn man das jetzt ein bisschen strategischer macht, ist das tatsächlich etwas, was so wie ein Turbo eigentlich sogar wirkt. Deswegen ist das ja auch so ein wichtiger Punkt, Kommunikationsmarke in meinem , weil das einfach dazugehört.

Ich kann die tollsten Sachen haben, wenn sie keinen Namen haben, wenn ich nicht darüber rede, dann ist es schon vorbei. Das heißt also, früh kommunizieren ist wichtig, das Ganze strategischer angehen, mit einem Plan, ist wichtig, da eine gewisse Vorstellung zumindest, am Anfang wird man das noch nicht so fix haben, aber es ist schon auch wichtig, um vor allem auch komplexe Dinge komplexe neue innovative Produkte eben dann anderen zugänglich machen zu können und den Mehrwert auch zeigen zu können.

Jürgen Kroder: Genau. Und weil du jetzt gerade eben auch den Begriff innovativ erwähnt hast, logischerweise hier bei diesen Podcast …

Klaus Reichert: Ja, sorry. 

Jürgen Kroder: Nein, nein, ist vollkommen in Ordnung, aber genau das ist eine Sache, die ich ansprechen wollte, wenn man kommuniziert, sollte man immer versuchen, gerade mit Leuten, die mit einem Produkt, mit einer Idee, einem Konzept noch nicht in Kontakt kamen, das natürlich aus einer anderen Perspektive zu beleuchten. Du redest nicht darüber, wie innovativ, nachhaltig, agil oder sonst was ein Produkt ist, also in Features reden, so PR-Sprit, sondern rede bitte über die Lösung. Weil, wie heißt es so schön, keiner will den Hammer kaufen, sondern jeder will eine Nagel in die Wand schlagen oder ein Bild aufhängen, also versucht ein Produkt nicht über Features und tolle klingende Adjektive und was wird sich innovativ zu verkaufen, sondern versucht den Leuten zu erklären, was ist denn die Lösung, das Nutzenversprechen von deinem Produkt oder deinem Konzept.

Klaus Reichert: Und das möglichst einfach auch bei hoher Komplexität.

Jürgen Kroder: Genau.

Klaus Reichert: Da haben wir jetzt tatsächlich ja auch verschiedene Ebenen, über die wir sprechen, ja. Das eine ist erst mal, ja, jemand anderes muss das zum Beispiel entdecken, was es als Neues gibt, aber dann muss er es im nächsten Schritt auch verstehen und dann, ja, zumindest die wichtigsten Punkte. Und dann gibt es sicher nochmal ein, zwei Ebenen dahinter, die wichtig sind, zum Beispiel zur Meisterschaft kommen, nicht einfach nur etwas in die Hand nehmen und das schon nutzen können. Was siehst denn du da für so Ebenen, die in dieser Kommunikation oder vielleicht auf dem Kennenlernweg dann sind, an die man denken müsste?

Jürgen Kroder: Auf jeden Fall, was ist denn so meine Kern-Message? Man kann ja, wenn man kommuniziert, sagen wir so rum, gibt es ja verschiedene Zielgruppen, es gibt ja nicht nur die eine Zielgruppe. Also ich kommunizieren über mein neues innovatives Projekt oder Produkt oder was auch immer, dann, wen spreche ich damit an? Naja, irgendwann die Endkunden, die das kaufen sollen, mieten sollen, wie auch immer und in Anspruch nehmen sollen, wenn es eine Dienstleistung ist. Aber du musst ja auch intern schon darüber kommunizierten, um das Projekt vielleicht durchzubringen, ein Budget zu kriegen, du musst mit Geschäftspartnern drüber reden. Du musst aber vielleicht auch, wenn du da eine Firma drum herum aufbaust oder die interne Abteilung aufbaust, musst du ja auch aus dem Gesichtspunkt der HR-Abteilung, also der Personalabteilung über das Projekt oder das Produkt reden. Das sind ja alles verschiedene Zielgruppen, du solltest versuchen, auch wenn jede Zielgruppe anders angesprochen wird oder werden sollte, solltest du so einen großen Überbau finden, ich nenne es mal Slogan. Zum Beispiel, wenn man jetzt an die Automobilwirtschaft denkt, Audi hatte, ich glaube, mal Vorsprung durch Technik. Das sagt irgendwie so alles und nichts aus, aber man wusste schon, um was es geht, eben Vorsprung, Technik, ja, dann Automobiltechnik wahrscheinlich dann auch, also damit konnte jeder irgendwas anfangen und du konntest in alle Richtungen mit dem Slogan was erarbeiten. 

Klaus Reichert: Du meinst, damit hat man tatsächlich auch mobilisiert, Energie intern im Unternehmen sozusagen freigesetzt.

Jürgen Kroder: Genau. Und dann eben halt auch, dass alle wissen, also du bist ja vielleicht anfangs auch, wenn du der Projektleiter bist, so der einzige, der darüber kommuniziert, aber wenn dein Team wächst, sollte jeder wissen, was ist in der Spirit, die Message hinter deinem Projekt, hinter deinem Produkte, wie auch immer. Und wo jeder im Kopf, der hört, Vorsprung durch Technik, dann kann jeder was damit anfangen und kann in einer gewissen Art und Weise kommunizieren. Wenn man aber nicht weiß, für was steht denn eigentlich das Produkt, also was hat es für Features, aber was hat es auch für eine Lösung, was bringt es dem Endkunden vielleicht dann später mal, dann wird es schwer, so einheitlich zu kommunizieren.

Klaus Reichert: Und ich habe damit auch so eine Priorität mal vorgegeben. Vorsprung durch Technik heißt jetzt nicht, dass es hässlich ist, aber es ist nicht Vorsprung der Ästhetik zum Beispiel, oder zumindest, es geht dann eher um eine technikgetriebene Ästhetik in dem Falle.

Jürgen Kroder: Genau, das eine schließt ja nicht das andere aus. Aber es ist so, also du kannst natürlich auch ein tolles technisches Projekt oder Produkt, wie zum Beispiel so ein Audi, der war damals ja auch hübsch oder die Autos waren damals hübsch, und das eine schließt das andere nicht aus, aber es stand eben die Technik im Vordergrund.

Klaus Reichert: Jetzt haben wir gerade schon immer wieder auch gewechselt zwischen B2B, B2C, ich denke mir, häufig spielt es eigentlich gar keinen großen Unterschied. Natürlich werde ich für B2B-Produkt jetzt nicht die große riesen Kampagne auf YouTube machen, wo ich versuche, einfach Millionen auf einmal zu erreichen und brutale Streuverluste zu haben, so wie im Fernsehen, aber eigentlich habe ich doch auch bei einem B2B-Produkt im Grunde Dinge, die ich ansprechen muss, Emotionen zum Beispiel, dich hervorrufen muss, Informationen, die ich vermitteln muss. Gibt es da für dich noch große Unterschiede dann zwischen B2B- und B2C-Kommunikation bei so neuen Sachen?

Jürgen Kroder: Ja, nein, also natürlich gibt es Unterschiede, aber das sind dann eher Feinheiten. Aber ich denke, wir sollten alle mal aufhören in diesen Schubladen B2C, B2B und was weiß ich, was es da draußen noch alles gibt, zu denken. Es gibt einen Autor, den Brian Kramer, der sagt immer, lass uns von Age to Age, also Human-to-Human-Kommunikation reden, weil, darum geht es ja auch. Es ist ja auch alles viel fließender geworden und das ist auch, finde ich, so ein Problem von vielen Vermarktungsstrategien und auch vielen Produkten, die es so gibt, wenn man sagt, hier, so ein B2C-Online-Shop zum Beispiel, der ist total fancy, spricht die Menschen an. So ein Amazon, das versteht jeder, das findet jeder toll und das kann man alles digital machen, aber wenn es ein B2B-Shop ist, ja, dann muss der irgendwie dröge sein, da müssen da langweilige Diskussionszeichnungen sein, dann kann der Kaufprozesse auch ruhig umständlich sein, weil, das ist ja was Geschäftliches,  das darf keinen Spaß machen, da sitzen ja eigentlich nur Roboter, die gelangweilt sind und da irgendwo hin klicken. Nee, Quatsch, überall sitzen Menschen, Menschen, die was verkaufen wollen und Menschen, die was konsumieren wollen. Also lass uns doch auch gleich von Mensch zu Mensch kommunizieren und auch Produkte entwickeln, die am Ende Menschen Spaß machen.

Klaus Reichert: Guter Punkt, ja. Welches medienspezifisches oder kommunikationsspezifisches Wissen brauche ich denn idealerweise im Unternehmen, um über die Dinge, über die wir gerade gesprochen haben, wenigstens einigermaßen diese Dinge in den Griff zu bekommen?

Jürgen Kroder: Am Ende kommt es ja auch darauf an, über welche Kanäle du kommunizieren willst und da hat es natürlich auch mit deiner Zielgruppe zu tun. Also wenn du ein digitales oder ein Online-Produkt produziert oder entwickelst, dann solltest du natürlich auch die Klaviatur des Online-Marketings oder der Online-Kommunikation beherrschen. Besonders, wenn du dann auch Zielgruppen natürlich ansprichst, die in spezielle Richtungen affin sind. Also wenn du eine junge Zielgruppe hast, dann kommen wir natürlich schnell zu Social Media und TicTok und ähnliche Geschichten, sofern das Sinn macht, aber so tendenziell schon eher. Und da sind wir dann doch wieder bei B2B, also bei Geschäftsprodukten, das sind wir halt dann bei LinkedIn und auf LinkedIn kommuniziert man anders als auf Facebook, TicTok oder Instagram zum Beispiel.

Klaus Reichert: Okay, also das heißt, man braucht einfach natürlich eine Vorstellung, wo man kommunizieren möchte. Aber man muss dann ein gewisses Basiswissen mitbringen, damit man auch richtig mit den verschiedenen Partnern sprechen kann, damit die einen auch verstehen und das Richtige dann tatsächlich wieder fachlich umsetzen können, wenn es um die Kommunikation geht.

Jürgen Kroder: Genau, du musst am Ende wissen, wer ist deine Zielgruppe und wie sind deren Touchpoints, heißt es im Marketing-Sprech. Also an welchen Punkten erreichst du die, was nutzen die denn für Kanäle und Medien zum Beispiel? Hier ist ein gutes Beispiel, wir reden im Podcast, das ist jetzt für deine Zielgruppe wahrscheinlich ein relevanter Kanal, ein relevanter Touchpoint und vielleicht informieren die sich aber zusätzlich auf Webseiten. Aber es kann trotzdem sein, dass sie auch noch klassisch, weiß ich, über die FAZ oder die Wirtschaftswoche reden. Also auch da wieder, bloß weil deine Zielgruppe das eine macht, musst du andere nicht unbedingt ausschließen, weil, der moderne Mensch, der ist halt nicht geradlinig und nutzt nur diesen einen Kanal, der liest nur FAZ und das war es irgendwie. Nee, Quatsch, ein FAZ-Leser hört auch auf seinen Autofahrten einen Podcast und schaut vielleicht abends was auf YouTube an.

Klaus Reichert: Interessanter Punkt, den du ansprichst, kann nicht alles abdecken, gerade als kleines Unternehmen kann ich das nicht machen, ich habe aber trotzdem irgendwas spannendes Neues, was ich raus bringen möchte. Was würde das jetzt für meine Kommunikationsstrategie bedeuten? Ich muss ja sicher irgendwie auch mal priorisieren, ich muss mir irgendwas raussuchen, worauf ich mich fixiere oder fokussiere. Wie siehst du das, wie sie dann so eine einfachste Kommunikationsstrategie aus?

Jürgen Kroder: Da sagst du was Wichtiges. Weil, viele machen den Fehler, die sehen, welche Möglichkeiten und Kanäle sie zum Beispiel haben, um ihr Marketing oder Kommunikationsmaßnahmen umzusetzen und dann kommunizieren und machen sie ganz, ganz wild und viel. Also die eröffnen 20 Social Media Accounts auf allen möglichen großen Plattformen, sie machen Blog-Beiträge, Podcasts, YouTube-Schnipsel, machen Gastbeiträge in Fachpublikationen und so weiter. Ja, das kann man machen, wenn es denn Sinn macht und zur Zielgruppe passt und wenn man eben die Ressourcen dafür hat. Aber in der Regel hat man das ja nicht als Startup, kleines Unternehmen oder eine kleine Einheit in einem großen Unternehmen, das jetzt gerade eben mal eine Innovation kommunizieren will. Und da geht es darum, erst mal zu gucken, was ist denn aus eurer Sicht, man weiß es ja am Anfang vielleicht noch nicht genau, der relevanteste Kanal? Also wo werde ich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit meine Zielgruppe antreffen und was kann ich von diesen verschiedenen Kanälen überhaupt umsetzen? Also wenn ich sage, hier, meine Zielgruppe ist jetzt total aktiv auf YouTube, ja, das ist schön und gut, aber ich kann kein YouTube-Video produzieren, weil, ich habe davon keine Ahnung, ich habe niemanden, den ich vor die Kamera stellen kann, ich habe das Equipment nicht, ich kann nicht toll schneiden und so weiter, dann könntest du nur was ganz schlecht auf YouTube bringen und vielleicht könntest du nicht mal regelmäßig was auf YouTube bringen, das ist dann auch wieder schlecht. Dann sagst du, okay, YouTube wäre zwar schön gewesen, da ist unsere Zielgruppe auf jeden Fall, aber was gibt es denn noch für einen Kanal zwei, drei, vier, womit könnte ich denn anfangen, möglichst einfach? Denn das weißt du auch und das sagst ja auch auf deinen Podcast, lass uns einfach mal schnell anfangen oder iterativ fortgehen, experimentieren, Zahlen erheben und dann schauen, ob meine Annahme wirklich eintrifft.

Klaus Reichert: Genauso auch wie sonst im richtigen Leben, einfach mal anfangen und dann mal gucken, was passiert und dann entsprechend nachsteuern und umsteuern.

Jürgen Kroder: So ist es. Und auf jeden Fall auch dann, wenn man dann kommuniziert, das hatten wir ja vorher schon, mit dem Vorsprung durch Technik, wie will ich denn kommunizieren? Also zum Beispiel ein probates Mittel ist ja oft, dass eine Webseite aufgesetzt wird und da gibt es vielleicht einen Blog dazu und solche Geschichten, Online ist einfach unglaublich wichtig und auch die Homepage, wie man es immer noch so schön sagt, ohne die geht es halt einfach gar nicht. Und da ist es halt auch so, nicht einfach nur irgend so eine Homepage Online stellen mit ein paar schönen Bildchen und ein paar tollen Slogans und ein bisschen Marketing-Blubbblubb. Nee, auch da musst du wissen, wie du kommuniziert. Und wie machst auf dich aufmerksam, weil, darum geht es ja auch, du kannst ja auch nicht gleich hier was verkaufen, sondern du musst ja erst mal so die Emotionen aufladen, das Produkt vielleicht einführen, Leute ranschaffen, die sich dafür interessieren und so weiter. Und überlege dir, wie du kommunizieren willst auf deiner Webseite, redest du nur über dein Produkt oder versuchst du es hinten rum eben, Image und eine Positionierung aufzuladen.

Klaus Reichert: Jürgen, du weißt ja, hier im Podcast ist wichtig, dass man vom Zuhören ins Machen kommen kann. Jetzt gibt es da immer viele Dinge, die man tun kann, aber man muss irgendwo mal anfangen. Was wären denn so deine Topptipps für einen Unternehmer oder Unternehmerin, der oder die ein neues Produkt oder Dienstleistung zumindest erst mal als Konzept schon hat, das am besten zu kommunizieren, vielleicht sogar, bevor es überhaupt komplett entwickelt ist?

Jürgen Kroder: Auf jeden Fall rechtzeitig damit anfangen. Und dann, wenn man anfängt zu kommunizieren, Schritt für Schritt viele Dinge zu machen, nicht gleich das ganz große Rad drehen wollen, das ist viel zu aufwendig, dafür hast du keine Zeit, kein Budget, wie auch immer. Und dann solltest du festlegen, mit welchen wenigen Kanälen du anfängst, zum Beispiel in dem du sagst, ich mache erst einen Blog, so, Punkt. Der bringt Traffic, der ist gut für SEO, dann erweitere ich das vielleicht noch über einen Facebook-Kanal oder über Gastbeiträge über einen Podcast, wie auch immer, aber immer Schritt für Schritt machen und jeden Kanal bestmöglich natürlich auch zu machen, sodass er natürlich auch dann wirklich was bringt. Weil, 50 halbgare Sachen bringt halt 50 mal gar nichts oder relativ wenig. Dann musst du dich auch mal in deine Zielgruppen rein versetzen, wen will ich jetzt wirklich ansprechen und wie ticken denn diese Zielgruppen? Also im Marketing redet man dann oft von den Personas, die man erstellt, also spezifische Personen innerhalb einer Zielgruppe. Da habe ich dann zum Beispiel eine Persona, die nennen ich Klaus und der Klaus hat für mich gewisse Eigenschaften und Charaktereigenschaften und dann gibt es noch eine Persona Susi und die Susi ist anders als der Klaus. Und wenn ich dann einen Blogbeitrag schreibe, einen Instagram-Post plane oder ähnliches mache, denke ich mal drüber nach, für wen ist das hier? Das ist jetzt für Klaus, nee, das ist für Susi. Ah ja, für Susie, die redet so und so, also muss ich da so und so zum Beispiel mein Instagram-Post verfassen und der Klaus, der möchte eben anders dann angesprochen werden. Also immer mit einem Bild im Kopf, wissen, was man denn tut und warum man es tut und für wen man es natürlich auch tut, ja.

Klaus Reichert: Sehr hilfreich, vielen Dank.

Jürgen Kroder: Ganz wichtig ist, das habe ich auch vorhin angesprochen, setzt euch Kennzahlen. Da gibt es ja Smart, hat ja vielleicht jeder schon gehört, wenn es um Kennzahlen geht und das sollte man nicht einfach nur so hinnehmen, sondern wirklich sich auch Kennzahlen setzen, also was möchte ich denn erreichen mit meinen Marketing und Kommunikationsmitteln oder Maßnahmen? Und die sollten natürlich dann erreichbar sein und natürlich auch zeitlich terminiert sein. Und das, wenn man sich solche Kennzahlen raus sucht, sage ich immer, bitte achtet darauf, dass ihr nicht zu viele sogenannte Vanity Metrics dabei habt. Das sind also Metricen, die der eigenen Eitelkeit schmeicheln. So eine Vanity Metric zum Beispiel eine sehr beliebte unbekannte ist, wenn ich einen Blog oder eine Webseite betreibe, dann schauen hat alle auf den Traffic als auf die Pageimpressions. Ja, das ist schön zu sehen, wie Leute auf meine Webseite gehen, auf meinem Blog gehen, aber nicht nur danach sollte es gehen, weil es können sich auch viele Leute, die überhaupt nicht zu deiner Zielgruppe passen, auf deine Webseite verirren, weil du vielleicht über Google irgendwelche Keywords hast und die Leute über gewisse Keywords bei dir landen, aber gar nicht zu deiner Zielgruppe gehören. Oder das du jetzt 10.000 Likes auf irgendeinen Facebook-Post kriegst, weil du da ein lustiges Bild von einer Katze postest. Ja, das ist schön, dass du 10.000 Likes bekommen hast, aber was bringt dir jetzt so ein Katzenbild mit 10.000 Likes für dein Business, für dein Produkt, für deine Produktkommunikation, gar nix. Also setzt euch Metricen, Kennzahlen, die euch was bringen und überprüft die auch immer wieder.

Klaus Reichert: Wunderbar, Jürgen. Herzlichen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast und dass du dabei warst, beim Smart Innovation Podcast.

Jürgen Kroder: Ja, vielen, vielen Dank und vielen Dank an alle Zuhörer. Und dir Klaus noch viel Erfolg mit deinem Podcast, ich liebe ihn und ich höre ihn wirklich sehr, sehr gern.

Klaus Reichert: Das war der Smart Innovation Podcast, er wurde mit einem interessierten Publikum live aufgenommen. Vielen Dank fürs dabei sein und zuhören. Diese Episode gibt es auch zum lesen, der direkte Link ist in den Shownotes. Noch kein Abonnent? Die Show ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen und meine Kontaktdaten sind bei klausreichert.de/podcast, dort gibt es auch eine Übersicht der nächsten Liveaufnahme-Termine. Ich bin Klaus Reichert und das war der Smart Innovation Podcast.

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