Dank künstlicher Intelligenz (KI) können auch Menschen ohne tiefes Programmierverständnis Apps entwickeln. Entscheidend bleibt die Bereitschaft, gerade als Professional, kontinuierlich neues Wissen vor allem informell zu erwerben. Und für Unternehmen dieses Lernen zu fördern und auch ohne Zertifikat respektieren.
Denn: das Ergebnis zählt. Starre Kurse & Diplome brauchen viel Zeit, kosten meist viel Geld und können schnell inhaltlich überholt sein.
Takeaways
- Dank KI können auch Personen ohne Programmierkenntnisse Apps erstellen, wenn sie bereit sind, informell zu lernen.
- Starre Kurse sind oft zeitaufwendig und teuer; das Ergebnis zählt jedoch mehr als ein Zertifikat.
- Ein Beispiel zeigt, dass man in kurzer Zeit eine App entwickeln kann, die als Basis für weitere Entwicklungen dient.
- Digitalisierung erfordert neues Lernen und Experimentieren, was durch informelle Weiterbildung und Online-Ressourcen unterstützt werden kann.
- Zukünftig wird das Programmieren durch natürliche Sprache und Beispiele zugänglicher, was Unternehmen Vorteile verschaffen wird.
Beispiel
Von der Idee bis zum App Store in einer Stunde. Das geht. Ist das Ergebnis perfekt? Nein. Ist es eine Basis für Entwicklungen und Weiterentwicklungen? Ja klar!
Warum schreibe ich das? Wir haben viel zu lernen. Digitalisierung gibt uns viele Möglichkeiten und stellt uns vor neue Aufgaben, auch vor neues Lernen, Experimentieren und vorgehen in für einzelne unbekanntes Terrain. Das neue Wissen kommt nicht einfach so von den Hochschulen in Unternehmen nach. Wir müssen es uns suchen und integrieren. Für mich sieht das auch nach vielfältiger informeller Weiterbildung aus, ganz ohne Diplom aber mit der Unterstützung von zB Youtube, online Communities von Experten und Expertinnen, Reddit.
Das oben genannte Mini Projekt basiert auf kostenlosen Tools, Lernvideos und pay as you go KI Diensten. Einen Tag Installation und Einarbeitung, schon geht es los.
User Story
Das ist die verwendete User Story als Input für den Prompt, in ganz normaler Sprache beschrieben:
„Smarter Kühlschrank & Koch Assistent: Erstelle eine elegante Kochassistent-App in React Native, bei der Nutzer ein Foto ihres offenen Kühlschranks machen können. Die KI soll die sichtbaren Zutaten erkennen und eine scrollbare Liste von Rezeptkarten vorschlagen, die Schwierigkeitsgrad, geschätzte Zubereitungszeit und Kalorienangaben enthalten. Integriere einen Seitenleisten-Filter für Ernährungseinschränkungen (z. B. vegetarisch, keto). Wenn ein Nutzer ein Rezept auswählt, starte einen „Schritt-für-Schritt“-Kochmodus mit großer Schrift und Vorlesefunktion für freihändige Nutzung. Fehlt eine essentielle Zutat, soll sie mit nur einem Klick einer einfachen „Einkaufsliste“-Registerkarte hinzugefügt werden können.“
Video
Und hier das Video, das das Vorgehen Schritt für Schritt zeigt. Der Creator bietet dazu noch eine Reihe weiterer Videos und Hilfen an:
Ausblick
Ich sage nicht, dass damit (2026) eine vollständige kommerzielle Anwendung gleich entsteht. Doch aufbauend auf klaren und fokussierten Grundlagen (die von jedem/jeder formuliert werden können) entstehen heute so Prototypen. In wenigen Jahren ist dass dann die Möglichkeit zu „programmieren“: genau beschreiben, was man will und dann mit normaler Sprache und unter Verwendung von Beispielen Schritt für Schritt anpassen.
Beispiel Maschinenbau
So kann es alltäglich werden, zumindest in Unternehmen. Dabei meine ich zuerst zB Anbieter von Industrie 4.0 aus dem Maschinenbau. Doch ich denke, wir werden schnell die Kunden der Maschinenbauer sehen, die sich hier spezifische Anwendungen bauen. Und hierzu sollten gerade die Anbieter die entsprechenden Schnittstellen und Tools bereitstellen um präsent zu bleiben.

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