David Allen’s „Getting Things Done“ GTD als einfache Methode des Selbstmanagement beschäftigt mich schon seit langem. In einem früheren Post habe ich die Methode kurz erläutert. Eine ganz andere Darstellung hat Sara Bocaneanu gewählt: eine Mindmap. Vielen wird diese Form der „Denkhilfe“ nicht neu sein. Wird Mindmapping doch von vielen als Kreativitätstechnik benutzt, um erstmal Ideen frei fließen zu lassen und dann im Anschluss zu sortieren und priorisieren.

Bewährte Mittel sind dabei Papier&Stift, Metaplanwände&Karten, sowie computerbasierte Tools. Mir sind letztere lieber, ist man alleine oder zu zweit unschlagbar schnell und kann man damit auch in einer Gruppe mit einem Beamer sehr schnell zu Ergebnissen kommen.

Die Liste der Mindmanager Software ist lang, deswegen hier nur eine kurze Auswahl:

  • Mindmanager von Mindjet aus San Francisco, sozusagen das Original als Profi Tool. Gibt es für PC und Mac und ist sicher von den Funktionen her der Mercedes, auch beim Preis, was den Austausch von Maps nicht so ganz einfach macht, da die Software nur vergleichsweise selten installiert ist. Besonders hervorzuheben ist aber bei der PC Version die geniale und dynamische Verbindung von Mindmap und Projekt Gantt Chart.
  • Freemind ist die kostenlose Open Source Alternative überwiegend für den PC.
  • Mindmeister, ein Dienst, der entweder browserbasiert oder per App benutzt wird. Diesen Dienst möchte ich im Folgenden kurz vorstellen.

Mindmeister ist als browserbasierter Dienst ein Webservice und von jedem Browser aus nutzbar. Nach einer kostenlosen Anmeldung (es sind auch kostenpflichtige Versionen möglich), geht’s gleich los. Mindmaps sind mit etwas Übung schnell erstellt. Besonders spannend wird’s, wenn man gemeinsam an einer Map arbeiten will, denn das geht über die „Teilen“ Funktion. Nach akzeptierter Einladung, können mehrere Personen gleichzeitig eine Mindmap erstellen. Möglich sind alle „Standardfunktionen“ einer Mindmap. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit des „Geistesblitz“: Ideen können unkompliziert u.a. per E-Mail gesammelt werden zur späteren Verarbeitung in einer Mindmap – das ist besonders praktisch unterwegs. Wie heute nicht anders zu erwarten: Social Media Funktionen mit Twitter und Facebook Benachrichtigungen sind integriert.

Die browserbasierte Version wird ergänzt durch ein kostenloses iPhone App und ein sehr gut gemachtes kostenpflichtiges iPad App. Die erstellten Maps werden zwischen den Geräten über das Internet synchronisiert.

Fazit: der Funktionsumfang von Mindmeister ist durchaus sehenswert, nicht mit dem Mindmanager zu vergleichen und macht Freemind überflüssig. Eine klare Nutzungsempfehlung!