Projektstart Virtuelle OEM Heilbronn-Franken (Transformotive)

Smart Gespräch mit Erik Bannwarth und Stephan Hirth zum Projektstart Virtuelle vom Automotive Netzwerk Transformotive Heilbronn-Franken.

Im Rahmen des Projekts „Virtuelle OEM“ werden interessierte Unternehmen, Freiberufler und Hochschulen aus den Transformotive Regionen Heilbronn, , und MainTauber bei dem Aufbau eines gemeinsamen Produkt- und Serviceangebots in einer virtuellen Organisation unterstützt. Aufbauend auf bestehenden und sich ergänzenden Einzelleistungen der beteiligten Unternehmen sollen so Komplettpakete am Markt angeboten werden können. Dazu gehören eine gemeinsame Produktentwicklung, Vermarktung, Vertrieb, Leistungs- und Serviceerbringung nach dem bewährten Modell von Weingärtnergenossenschaften.

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Stephan Hirth: Das man dann wirklich aus mehreren einzelnen Unternehmen unter Berücksichtigung deren Fähigkeiten, deren Grundlagen, dann eine übergeordnete Firma praktisch erstellt. Ähnlich wie man es von einer Winzergenossenschaft oder von einer Kellerei oder sowas als Genossenschaften kennt, es gibt ja für Genossenschaften schon einige Beispiele. Aber in der Industrie selber, in der Produktion selber hat man das bisher sehr selten. Und das ist so unser Ziel, wo wir sagen, wir möchten gern in einem Verbund im Prinzip eine Produktion starten von einem Produkt, was nachher auch dann zukunftsfähig tragbar ist, um es vielleicht knapp zu beschreiben.

Erik Bannwarth: Grundsätzlich geht es eben auch darum, Firmen, Unternehmen die Chance zu bieten, die vielleicht in gewissen Segmenten sehr gut sind und in anderen schlecht, die Möglichkeit zu geben, wenn sie es nicht schaffen alleine, wie schon gesagt, ein  eigenes Produkt oder einen eigenen Service zu entwickeln, durch die Kompetenzen von anderen Unternehmen, die vielleicht in der gleichen Branche sind und in anderen Branchen, das ist in dem Fall egal, im Zusammenschluss es dann eben schaffen, ihre Expertise zusammenzubringen und dadurch dann gemeinsam die wirtschaftliche Stärke zusammen zu kriegen, dass sie das Produkt oder diese Dienstleistungen auf den Markt bringen können. Ich vergleiche es auch immer gern mit dem Aspekt der Competition. Das heißt, sei es, wenn jetzt zum Beispiel viele Metallbauer zusammen sind, die eigentlich untereinander konkurrieren, das aber beiseitelassen, um in der Zusammenarbeit dann eben die eigene Region zu stärken und nicht sich gegenseitig runterzuziehen, sondern zu schauen, dass sie zusammen vielleicht dann mit anderen Big Playern oder anderen tollen OEMs, von denen wir vielleicht noch nichts wissen, konkurrieren können, konkurrenzfähig bleiben.

Klaus Reichert: Innovationen weiterdenken und Zukunft einfach machen. Hallo! Klaus Reichert hier! Ich bin unabhängiger Unternehmensberater und für Innovation und Business Design. Ich begleite engagierte Unternehmer: innen und Führungskräfte sowie ihre Teams mit Smart Innovation auf dem Weg von der Vision zu enkeltauglichen Leistungen. Meine Mission ist es, Unternehmen und seine Menschen kreativer und innovativer zu machen. Ich arbeite remote von aus. Im Smart Innovation Podcast spreche ich mit engagierten und kreativen Menschen über Innovationen, über , und Verantwortung, gerade im Kontext des Klimawandels. Zuhörer können bei den Liveaufnahmen mitmachen und Fragen stellen, so wird Innovation lebendig und leicht umsetzbar. Die Live-Aufnahmen sind mittwochs, Episoden erscheinen montags. Den Link zu Terminen, Newsletter und dem Transkript finden Sie in den Show Notes. Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre Podcasts oder auf klausreichert.de/linkedin. Und denken Sie daran, es gibt kein Ende von Innovation, nur Starts.  

Klaus Reichert: Meine Gesprächspartner heute sind Erik Bannwarth und Stephan Hirth, beide sind Projektmanager beim Netzwerk Transformmotive Heilbronn-Franken. Hallo, willkommen ihr beiden, schön, dass ihr heute mit dabei seid.

Stephan Hirth: Ja, hallo. 

Erik Bannwarth: Grüß dich.

Klaus Reichert: Ich freue mich schon so, dass wir über unser Projekt sprechen können. Aber bevor wir loslegen, sollten wir ganz dringend das Netzwerk Transformmotive erläutern. Was ist das denn genau, was muss man denn sich darunter vorstellen?

Stephan Hirth: Ja, Netzwerk Transformotive ist ein Projekt, was vom BMWK gefördert wird und was wir als WFG und WHF, also Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH und der WHF, Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken, zusammen beantragt haben. Dieses Projekt wurde dann nach anfänglichen Startschwierigkeiten ab dem 01.06. für die WHF und ab dem 01.08. für die WFG dann freigegeben, sodass wir starten konnten mit gewissen Zielen. Wir wollen im Prinzip in der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken,  zu dem nicht nur die Stadt Heilbronn und der Landkreis Heilbronn, sondern auch die Landkreise Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main-Tauber dazugehören, einfach die Automotive-abhängigen kleinen KMUs, also kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, unterstützen, betreuen, damit die Wirtschaftskraft in der Region erhalten bleibt.

Klaus Reichert: Es hört sich im Moment noch sehr überschaubar an, aber was ich verstehe, ist es ja ein riesen Projekt, was da gerade am loslaufen ist.

Erik Bannwarth: Genau, es ist ein riesen Projekt. Aber es ist auch deshalb ein riesen Projekt dadurch, dass wir innerhalb der Region Heilbronn-Franken sehr viel Automobilindustrie haben, es ist nicht nur Automobilmanufaktur, sondern auch Zuliefererdienste, Dienstleister für Automobile, ist das hier eben besonders wichtig, die Transformation durchzuführen. Dadurch, dass ein Großteil der Beschäftigen eben in dieser Industrie arbeiten, dementsprechend hoch ist dann auch die Förderung ausgefallen und dementsprechend legen wir Wert drauf, dass wir diese Transformation auch durchführen können hier, da ziemlich viel in der Region davon abhängt, dass es gelingt und nicht alle stillstehen, sondern auch den Schritt in Richtung Zukunft wagen. Und dafür sind wir eben da, um die Unternehmen auch zu sensibilisieren, dass sie sagen, okay, wir halten nicht mehr an den alten Mustern fest, sondern wir gehen den Schritt in etwas Neues, wagen uns auf Neuland und sind dann eben in der Wirtschaft noch vorhanden und verschwinden nicht aufgrund von Stillstand.

Klaus Reichert: Da müssen wir vielleicht noch ergänzen, es geht zwar schon primär natürlich um Unternehmen im Automotive-Umfeld, aber im Grunde geht es um alle Unternehmen, es können sich alle Unternehmen beteiligen aus der Region Heilbronn-Franken.

Erik Bannwarth: Ja, also es ist nicht begrenzt, aber, sagen wir so, jetzt, nachdem auch von der EU verabschiedet wurde, das 2035 das Verbrenneraus kommt, ist das eben hier ein wichtiger Punkt. Aber wie gesagt, es können sich alle beteiligen, wir schließen da niemanden aus. Wichtig ist uns halt, dass es die KMUs sind. Das heißt, so Firmen, wie Audi, die durchaus in der Lage sind, sich selbst zu helfen, werden da nicht berücksichtigt, sondern wir helfen denen, die sich gegebenenfalls nicht selber helfen können.

Klaus Reichert: Das Ganze wird ja auch noch getragen von diesem Bündnis für Transformation, das ist ja ein riesen Ding, da ist Südwestmetall, die IG Metall, die IHK und so weiter, die Handwerkskammer mit dabei. Das ist ja ein Wahnsinns Rückenwind, den ihr da habt im Projekt.

Stephan Hirth: Ja, das Bündnis für Transformation sind ja auch im Prinzip die Initiatoren von dem Ganzen gewesen und logischerweise, es sind ja nicht nur die du jetzt gerade erwähnt hast im Hintergrund, sondern auch gleichzeitig gehört die TUM, also die technische Universität  München mit ihrem Ableger in Heilbronn genauso wie auch die Hochschule Heilbronn mit zu den Mitgliedern in diesem Bündnis für Transformation. Und das Bündnis für Transformation hat ja auch gerade vor Kurzem noch eine Auszeichnung erhalten in Berlin.

Klaus Reichert: Ja, da sind wir ganz stolz darauf. Ja, das ist wirklich auch, da fühlt man sich richtig auch gewertschätzt, finde ich, also ich finde das wirklich spannend. Jetzt ist es ein größeres Projekt, es dauert einige Zeit. Was ist denn die Laufzeit?

Stephan Hirth: Die Laufzeit geht jetzt bis zum Ende Juno 2025. Das heißt, wir haben insgesamt noch zweieinhalb Jahre Zeit, da entsprechend die Projekte bis zur Verstetigung dann weiter vorwärtszutreiben.

Klaus Reichert: Super, also da kann man noch was bewegen in so einer Zeit. Jetzt seid ihr Teil eines großen Teams. Wer ist denn das so beteiligt, wie viel sind es denn? Und wer seid ihr, was ist euer Hintergrund im Projekt?

Erik Bannwarth: Ich war ja schon mal früher vor drei Jahren bei der WFG und ich muss sagen, jetzt, wo ich wiedergekommen bin, es ist schon sehr gewachsen. Also nicht nur im Bereich jetzt für Transformotive, sondern generell hat die WFG an Mitarbeiterzuwachs also enorm zugenommen. Und wir sind jetzt, glaube ich, insgesamt alle 20 Leute in der WFG und ich glaube, 10 davon sind allein für Transformotive zuständig. Dann arbeiten wir aber natürlich auch zusammen mit der WHF, die ihren Teil beisteuert, weil es ja ein Verbund ist bei uns, zwischen der WHF und der WFG. Ich für meinen Teil habe den Hintergrund, dass ich Innovation und Unternehmensführung studiert habe und deswegen auch jetzt grad, Transformation ist ja zu Teilen auch was Innovatives, neue Ideen, deswegen da durchaus hoffentlich meine Expertise beisteuern kann und hilfreich sein kann.

Stephan Hirth: Ja, ich gehöre diesem Transformotive-Team seit dem 01. September an, letzten Jahres. Ich habe als Hintergrund den Vertrieb, ich war über 20 Jahre im Vertrieb tätig und versuche auch natürlich, diese Expertise bei bestimmten Projekten dort mit einzubringen.

Klaus Reichert: Und es ist eine große Gruppe von Menschen, die sehr unterschiedliche Skills mitbringt und sich das sehr gut ergänzt, Kommunikation, Events, Veranstaltungen und so weiter und so weiter. Was euch so eint ist eben, ihr bringt Menschen zusammen, ihr schafft es, dass Menschen informiert werden, dass Menschen im Grunde Unternehmen, Unternehmer, Unternehmerinnen auch mobilisiert werden. Und ihr seid in Heilbronn, jetzt in der Stadt Heilbronn selber, aber wir dürfen nicht vergessen, es geht um die Region Heilbronn-Franken, das ist sehr, sehr viel größer. Heilbronn ist ja in den letzten Jahren ziemlich stark gewachsen, da ist ziemlich viel passiert, da hat sich viel, viel, viel verändert, das ist ein wirklich tolles Beispiel. Wir werden auch ein paar Links noch zu euren Themen, zu den vielen Punkten, die wir gerade angesprochen haben, natürlich noch in den Shownotes veröffentlichen, also da kann man dann nochmal nachgucken. Heute geht es ja um den Projektstart von einem der Transformotive-Projekte, den sogenannten virtuellen OEM. Was genau muss man sich denn darunter vorstellen, unter dem virtuellen OEM, so ganz kurz?

Stephan Hirth: Die komplette endgültige Konzeption gibt es für sowas nicht, weil der Grundgedanke, der ja von dir selber stammt mit einem Grundkonzept, was du ja auch schon vorgestellt hast, sich ja erst erarbeitet im Laufe der Zusammenarbeit. Das man dann wirklich aus mehreren einzelnen Unternehmen unter Berücksichtigung deren Fähigkeiten, deren Grundlagen dann eine übergeordnete Firma praktisch erstellt. Ähnlich wie man es von einer Winzergenossenschaft oder von einer Kellerei oder sowas als Genossenschaften kennt. Es gibt ja für Genossenschaften schon einige Beispiele, aber in der Industrie selber, in der Produktion selber hat man das bisher sehr selten. Und das ist so unser Ziel, wo wir sagen, wir möchten gerne in einem Verbund im Prinzip eine Produktion starten von einem Produkt, was nachher auch dann zukunftsfähig tragbar ist, um es vielleicht knapp zu beschreiben.

Erik Bannwarth: Grundsätzlich geht es eben auch darum, Firmen, Unternehmen die Chance zu bieten, die vielleicht in gewissen Segmenten sehr gut sind und in anderen schlecht, die Möglichkeit zu geben, wenn sie es nicht schaffen, alleine, wie schon gesagt, ein  eigenes Produkt oder einen eigenen Service zu entwickeln, durch die Kompetenzen von anderen Unternehmen, die vielleicht in der gleichen Branche sind und in anderen Branchen, das ist in dem Fall egal, im Zusammenschluss dann eben schaffen, ihre Expertise zusammenzubringen und dadurch dann gemeinsam die wirtschaftliche Stärke stärken, zusammenzukriegen, dass sie dieses Produkt oder diese Dienstleistung auf den Markt bringen können. Ich vergleiche es auch immer gern mit dem Aspekt der Competition. Das heißt, wenn jetzt zum Beispiel viele Metallbauer zusammen sind, die eigentlich untereinander konkurrieren, das aber beiseitelassen, um in der Zusammenarbeit dann eben die eigene Region zu stärken und nicht sich gegenseitig runterzuziehen, sondern zu schauen, dass sie zusammen vielleicht dann mit anderen Big Playern oder anderen virtuellen OEMs, von denen wir vielleicht noch nichts wissen, konkurrieren können, konkurrenzfähig bleiben.

Klaus Reichert: Die Idee ist ja, dass wir dann auch versuchen, eben die Stärken zu stärken auf der einen Seite, das war ja das, was du gerade angesprochen hast oder auf der anderen Seite einfach Unternehmen finden, die sich miteinander ergänzen, um dadurch dann natürlich stärker zu werden. Und ich bin da auch schon sehr gespannt, es gab ja schon einige Rückmeldungen, wie sich das dann entwickelt. So ganz, ganz grob, wie wird denn da das Vorgehen über die nächsten zweieinhalb Jahre dann sein, was wird denn da ablaufen?

Stephan Hirth: Im Prinzip, wenn das Grundkonzept steht, geht jetzt in den letzten Tagen und Wochen es eigentlich schon los, Unternehmen zu finden, die ihre Expertise mit reinbringen und uns auch sagen, kann dieses Konzept überhaupt zukunftsfähig sein, funktioniert das Konzept so. Wir können es entsprechend variieren, was wir uns vorstellen, anpassen auf dieses Ganze, um im nächsten Stepp Firmen zu finden, die dann auch gewillt sind, so ein virtuelles OEM mitzumachen, auch mitzutragen und zu probieren, ob das auch als Vorteil dann alles entsprechend für sie da ist. Nach dem Ersten wird man sehen, was ist möglich, was lässt sich ändern, was muss angepasst werden, gibt es im folgenden Jahr dann die nächste Staffel, eine neue Auflage, um eine Weitere zu machen und dann bis zum Jahr 2025 noch eine dritte Maßnahmen hintendran zusetzen. Und wir würden uns unheimlich freuen, wenn daraus tatsächlich drei virtuelle OEMs entstehen würden, die auch dann über die Zukunft oder über, ja, das Jahr 25 im Juni noch weiterhin raus existieren, kooperieren, miteinander arbeiten und somit auch eine höhere Wirtschafts- und auch eine höhere Marktkraft darstellen und konkurrieren können. Nicht untereinander, sondern gegenüber anderen Wirtschaftsregionen wie zum Beispiel, was jetzt gerade in der Automobilindustrie drüben in Ungarn entsteht.

Klaus Reichert: Der Begriff OEM ist ja ein Fachbegriff oder eine Abkürzung, die sehr stark in der Autoindustrie verwendet wird, aber auch zum Beispiel in Computer-Hardware-Industrien, in anderen Industrien ist die Abkürzung ein Original Equipment Manufacturer. Und wir haben es ja mal definiert, das ist jemand, der komplexe Produkte und Dienstleistungen am Markt anbietet. Und das sind häufig eben Bündelungen von Einzelleistungen vieler Unternehmen zu einem Komplettpaket, dass dann nachgefragt wird am Markt, unter einer bestimmten, einer bekannten Marke. Und natürlich verstehen wir da Mercedes und Porsche und so weiter drunter, VW, Audi, aber es sind eben nicht nur, diese Möglichkeit, dieses Bündeln von verschiedenen Fähigkeiten und Kenntnissen und Möglichkeiten, ist eben nicht nur den Großunternehmen vorbehalten, das ist ja die Grundprämisse, die wir hier haben. 

Stephan Hirth: Ja.

Erik Bannwarth: Ja.

Klaus Reichert: Und dieses Virtuelle daran ist eben, das bedeutet ja, dass die Unternehmensform der einzelnen Unternehmen weiterhin bleibt, aber dass wir Möglichkeiten schaffen, dass die dann wirklich miteinander arbeiten können, dass die wirklich auch was davon haben, wenn sie gemeinsam arbeiten. Und dass wir tatsächlich auch so ein bisschen im Zwiebelprinzip eben externe Expertise dazu bekommen können, wo wir dann auch Beratungsunternehmen, wo wir Hochschulen, Forschende dazu nehmen können, um dann zum Beispiel sehr, sehr fokussiert dann etwas zum Beispiel entwickeln zu können.

Erik Bannwarth: Genau, richtig. Der Grundsatz ist, dass das wir im Prinzip für diese Unternehmen oder für dieses Vorhaben eine Plattform bilden können und dann am Anfang im Prinzip beraten, dass es dann letztendlich das große Ziel ist, dass es soweit kommt, dass wir auch externe Kräfte mit einbeziehen können.

Klaus Reichert: Wer kann denn mitmachen?

Stephan Hirth: Jedes Unternehmen aus dem Bereich, was Interesse hat und was sich gerne einbringt, was auch innovativ irgendwo sich darstellen will, auch mal was Neues riskieren und probieren möchte.

Klaus Reichert: Aus der Region Heilbronn-Franken?

Erik Bannwarth: Genau.

Klaus Reichert: Was sollte dieses Unternehmen mitbringen? Was glaubt ihr, was sind denn so Dinge, die man am besten dann als Unternehmer oder Unternehmerin oder vielleicht auch als Unternehmensentwickler, jemand aus dem Marketing, aus dem Innovationsbereich, Produktentwicklung, was sollten diese Menschen oder diese Unternehmen mitbringen, damit sie am meisten dann auch an Vorteilen aus dem Projekt nehmen können?

Erik Bannwarth: In erster Linie sollen sie natürlich offen sein, nicht diesen Tunnelblick haben für, ihr Weg ist der richtige, sondern auch offen sein für neuen Input. Dann haben wir zum Beispiel ja auch den Fall des Best Practice, jede Firma hat irgendwas, was sie besonders gut können und dann auch bereit sein, das Wissen eben zu teilen untereinander. Also es ist ja, es funktioniert ja nur, wenn man nicht gegeneinander arbeitet, sondern miteinander. Das heißt, man muss offen sein, man muss teilen können und auch wandelbar sein.

Wenn man nur strikt an alten Dingen festhält, dann wird das nicht funktionieren.

Klaus Reichert: Dieses Berühmte, auch zu erkennen, ich komme weiter, wenn ich mit anderen gemeinsam gehe. Vielleicht manchmal nicht ganz so schnell, aber ich komme definitiv weiter, ja.

Stephan Hirth: Ja, es ist ja Derzeit, dieses ganze Plattformdenken wird ja immer größer und bildet sich ja nicht nur jetzt unter den großen verkaufen Plattformen wie Amazon und Co, entsprechend stellt sich das wieder. Nein, es bildet sich ja auch mittlerweile ab, dass auch Industrie auf Plattformen entsprechend nachher vermarktet. Und wenn so ein OEM dann irgendwo auftritt, wird es garantiert größere Möglichkeiten haben, sich zu vermarkten und dann auch dort Fuß zu fassen, als wenn jedes kleine Unternehmen für sich das ausprobieren muss.

Klaus Reichert: Es gibt ja auch viele Aufgaben in Unternehmen, die zum Beispiel nicht so gerne gemacht werden, kann man sich natürlich auch ergänzen. Als mittelständisches Unternehmen fehlt es ja eigentlich immer an irgendwelchen Köpfen, Händen und Ressourcen und so weiter und wenn man da 2, 3, 4, 5 zusammenbringt, die sich jeweils in ihren Skills und auch in dem, was sie gerne tun natürlich, ergänzen, dann haben wir da, glaube ich, schon einfach einen großen Mehrwert geschaffen, wenn die dann gemeinsam auftreten. Es gibt ja auch riesen Aufgaben, du hast es gerade angesprochen, Plattformen, weitere Themen, Digitalisierung in seiner weitesten Form, da gibt so viel, was vor uns ist, da muss man dann nicht alles fünfmal machen, sondern man macht es quasi einmal und die Sache ist mehr oder weniger erledigt, Themen haben wir viele, Wie geht es denn da weiter, was sind denn so nächste Schritte? Also was müsste man jetzt zum Beispiel tun, wenn man da mitmachen wollte? Da wendet man sich sicher an euch, wir werden die Kontaktdaten auch einblenden, aber was wären denn so ein paar Schritte, was würdet ihr denn als Nächstes dann für die Unternehmen vorschlagen?

Erik Bannwarth: Also einer der nächsten Schritte ist natürlich, dass auf unserer Transformotive-Seite, die ja auch schon im Chat steht, wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es einen Reiter, der Projektinhalte heißt. Da wird noch mal eine kurze Beschreibung, wenn man sich näher informieren möchte, erstellt, worum es in dem Projekt geht, wer beteiligt ist, was wir vorhaben. Des Weiteren wird auf dieser Seite auch auf das Unternehmerforum verlinkt, was wir im Zuge von Transformotive ins Leben gerufen haben, wo es eine Gruppe geben wird über virtuelle OEMs und da nochmal genauere Details besprochen werden. Auch eventuell, wenn sich Unternehmen dort anmelden, Interesse haben, genauere Sachen besprochen werden, Probleme vielleicht oder schon Ansätze, Ideen besprochen werden, untereinander zu sein, zu schauen, Unternehmen zu finden, grad für den ersten Schritt, die ihre Expertise einbringen können, um zuschauen, okay, wie könnte so ein virtuelles OEM funktionieren. Diese müssen nicht zwangsläufig in dem ersten Schritt der virtuellen OEMs auch dabei sein, aber sie können es natürlich auch sein. Und dann wird einer der nächsten Schritte sein, das zu vermarkten, publik zu machen und zu schauen, das Interesse in Unternehmen für diese neue Chance zu wecken.

Klaus Reichert: Es gibt jede Menge Beispiele für das, was wir hier vorhaben. Wir übernehmen das aus anderen Bereichen, wir haben das Thema Agrargenossenschaften, Volksbanken, Versicherungen, Vereine angesprochen, in der Schwäbisch-Haller-Region Hohenlohe gibt es ein sehr schönes Beispiel. Da werden wir diese Beispiele mit der Zeit auch noch vorstellen, damit man sich da ein bisschen mehr drunter vorstellen kann. Aus dem Automotive-Bereich haben wir auch spannende Sachen gefunden, unter anderem auch ein Selbstbauauto, das von einer großen Gruppe Open-Source-artig tatsächlich entworfen und gebaut worden ist. Und wie gesagt, wir werden so nach und nach diese Sachen dann auch vorstellen, deswegen ist es sinnvoll, da immer wieder auf der Transformotive-Webseite nachzugucken, am besten auch der Gruppe dann beizutreten, um dann da eben auf dem Laufenden zu bleiben. Vielen Dank heute für eure Zeit. Ich wünsche dem Projekt wirklich viel Erfolg, ich glaube, da können wir einiges bewegen. Und, ja, jetzt bin ich mal gespannt auch, mit welchen Unternehmen wir dann auch zusammenarbeiten werden. Vielen Dank, dass Ihr dabei seid.

Erik Bannwarth: Ja, danke.

Stephan Hirth: Danke auch.

Klaus Reichert: Das war der Smart Innovation Podcast, er wurde mit einem interessierten Publikum live aufgenommen. Vielen Dank fürs Dabeisein und Zuhören. Diese Episode gibt es auch zum Lesen, der direkte Link ist in den Shownotes. Noch kein Abonnent? Die Show ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen und meine Kontaktdaten sind bei klausreichert.de/podcast, dort gibt es auch eine Übersicht der nächsten Liveaufnahme-Termine. Ich bin Klaus Reichert und das war der Smart Innovation Podcast.

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